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Samstag, 14. Juli 2018

Eine spannende Woche

Am Donnerstagnachmittag hatte ich ein Vorstellungsgespräch in Duisburg-Neumühl, was auch sehr gut verlaufen ist, denn am 23.07. soll ich dort einen Tag lang hospitieren :o). Es geht um eine AGH-Maßnahme und das hörte sich sehr gut an. Das Gehalt ist auch okay und ich hoffe, es wird was. Gestern war ich noch in der Bottroper City zu einem Vorstellungsgespräch, was auch ganz gut verlaufen ist, aber irgendwie hat mir Duisburg noch besser gefallen.

Als ich von dem Gespräch in Duisburg zurückkehrte, hatte mir ein kackendreister Affe leider meinen Außenspiegel geschrottet *nerv*. Der muss da mit einer ganz schönen Wucht vorgeknallt sein, denn mein Spiegel war gesplittert und die Kunststoffabdeckung seines Spiegels lag noch bei meinem Honda :o(. Ich würde glatt sagen, dass war ein silberner Opel und ich muss sagen, jemandem den Spiegel abfahren und dann einfach abhauen, geht gar nicht. Ich wünsche dem unterbemittelten Kerl - an eine Tussi glaube ich in dem Fall weniger - einen Kolbenfresser und einen Motorschaden, ganz einfach. Gestern war ich bei Honda im Nordviertel, die sich den Spiegel angeschaut haben. Das Spiegelglas reicht offenbar und mit knapp 58 EUR geht's ja preislich noch. Die Leute werden echt immer asozialer, wie man auch bei Kaufland sehen kann - meine Mama hat Kratzer in ihrem Lack, die sie sich auch nicht erklären kann, und einmal hatte ich gesehen, dass einem niegelnagelneuen Clio die Stoßstange abgefahren wurde, die leider völlig unmotiviert auf dem Boden lag - das dafür verantwortliche Fahrzeug war leider schon weg. Da laufen ja auch mehr Asis rum als alles andere. Zu dem Kerl, der mir den Spiegel abgefahren hat, fällt mir nur noch eins ein: Keine Haare am Sack, aber im Puff drängeln :o).

Honda musste den Spiegel leider erst bestellen, sodass das wohl in der kommenden Woche gerichtet wird.


 
Mein Honda Jazz in Bedingrade - (c) Alexandra Döll, Essen

Nach dem Vorstellungsgespräch am Donnerstag habe ich mir abends noch eine Wohnung n Mülheim-Heißen angeschaut - zwei Zimmer, 51 m², Gasheizung, mit Balkon, im Erdgeschoss. Da mir die Wohnung sehr gefallen hat und überdies noch erschwinglich ist, hatte ich mich gestern bei der swb gemeldet, um zu sagen, dass ich die Hütte nehme. Eine weitere Rückmeldung ist leider noch nicht erfolgt. Am Montag rufe ich dort noch einmal an. Ein Katzennetz darf ich dort auch anbringen.

Nach dem Vorstellungsgespräch gestern habe ich im Extrablatt Bottrop am Pferdemarkt noch gespeist und getrunken im strahlenden Sonnenschein. Honda stand derweil im Parkhaus Böckenhoffstraße, keine fünf Minuten vom Pferdemarkt entfernt.

 
Kirche St. Martin in Bottrop gegenüber vom Pferdemarkt - (c) regiofreizeit.de
 
Bei der Kirche St. Martin handelt es sich um eine evangelische Kirche, die direkt an der gleichnamigen Seitenstraße steht und deren Glocken einen warmen Klang haben.

Mittwoch, 12. November 2014

Der Tag fing so schön an...

Bei Sonnenaufgang war der Himmel noch fast klar, aber dann kamen immer mehr Wolken dazu, sodass die Sonne nur noch milchig durch die Schleierwolken schien. Ab elf Uhr war es dicht bewölkt, aber noch trocken, als ich eben mit Clio zur Post an der Donnerstraße/Ecke Reuenberg gefahren bin, um die aktuellen Telefonbücher abzuholen, aber seit 12.15 Uhr regnet es mal wieder *nerv*. Na gut, ist ja auch nicht weiter verwunderlich, wir haben schließlich November :o) - und so trüb ist es derzeit auch.

Heute Morgen kam häufiger eine Kohlmeise auf meinen Balkon geflattert, um mal in meine Chrysanthemen, mal auf meinen Tisch oder mal auf die Balkonbrüstung zu flattern, aber leider war das Tierchen zu flink, sodass ich es nicht fotografieren konnte :o(. Derweil fegte mein Nachbar aus dem Dachgeschoss das Laub unseres Kirschbaums im Garten weg, aber es hängt ja noch genug gelbes Laub dran, sodass er das in ein paar Tagen sicherlich noch mal wiederholen kann.

Bevor es sich über dem Essener Nordwesten und Bottrop eintrübte, habe ich noch dieses Foto mit Blick ins Tal geschossen:


(c) Alexandra Döll, Essen

Wie man sieht, ist noch genug Laub an den Bäumen und St. Martin ist ja seit gestern offiziell vorbei, sodass gemäß einer alten Bauernregel von einem milden Winter auszugehen ist. Bottrop liegt noch ziemlich im Dunst, aber über Essen-Dellwig und Gerschede hatte es schon einigermaßen aufgeklart. Mal gucken, wie lange das Laub in diesem Jahr noch an den Bäumen bleibt - letztes Jahr war noch bis kurz vor Weihnachten welches dran.





Freitag, 7. November 2014

St. Martin im Borbecker Männergarten :o)

Der Umzug des Borbecker Männergartens, bei dem Renate St. Martina gibt und Thorsten den armen Bettler, findet am kommenden Montag statt, sodass heute noch eifrig an den Martinslaternen gebastelt wird. ES wollte unbedingt eine kleine lachende Sonne haben, Stinki wiederum einen fröhlichen Halbmond. Der Charmin Bear hat aus Tonpapier und Tranparentpapier einen Bären mit rotem Halstuch gebastelt, während Thorsten einen stinknormalen Lampion hat. Der Stationsarzt hat eine St. Martins-Spritze gebastelt, hihi. Thomas hat eine Eule gebastelt, die genauso erstaunt guckt wie er selbst :o).

Natürlich werden während der Bastelei auch Martinslieder geübt, wobei ES nur leise mitsummt, da ES ja kaum deutsch spricht. Steffi übt, auf die Pauke zu hauen, während Alex noch mal ihre Fertigkeiten auf der Blockflöte auffrischt. Stinki singt am liebsten "Rabimmelrabammelrabummbummbumm", während Thorsten am liebsten die zweite Strophe des Liedes "St. Martin" mag - kein Wunder, dort geht es ja um den Bettler, den er am Montag verkörpern wird ("Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee, da saß ein armer Mann, hat Kleider nicht, hat Lumpen an..."). Der Charmin Bear und der Stationsarzt singen dauernd "Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir...", was von Thomas mit ungläubigen Piroutten quittiert wird.

Zur Sicherheit haben die Männergärtnerinnen über die Arbeitsagentur Essen noch jemanden gesucht, der ihren Martinszug, der von der Fürstenbergstraße hinauf über die Frintroper Straße hinweg in die Schluchtstraße führen wird, wo das Martinsfeuer auf der großen Wiese im Karrée entzündet wird, mit dem Pkw eskortiert, doch leider hat sich bis dato nur ein Herr gemeldet, der diesen skurrilen Martinszug begleiten will. Es ist - welches Wunder! - der grinsende Leichenwagenfahrer! Damit ist aber eigentlich keiner so recht einverstanden, vor allem ES nicht, aber andere geeignete Aushilfen haben sich bis dato leider nicht eingefunden. Selbst das Island-Pony, das Renate alias St. Martina beim Umzug reiten will, hat schon genervt geschnaubt, als es hörte, dass es von einem grinsenden Leichenwagenfahrer mit entsprechendem Gefährt eskortiert werden soll.


Anthony James als grinsender Leichenwagenfahrer in "Burnt Offerings" - Quelle: retro-film.info

Hm, eigentlich wollten die Männergärtnerinnen ja einen Martinszug veranstalten und keinen Leichenzug, aber wie gesagt: Weitere Bewerber für den Job am Montagabend gab es leider nicht...:o(. Alex hat bereits versucht, dem grinsenden Leichenwagenfahrer klar zu machen, dass Särge in jedweder Form auf dem Martinszug unerwünscht sind, aber der hat das wie üblich nur mit seinem hinterlistigen Grinsen quittiert. Hoffentlich geht ES' sonnige Laterne beim Anblick des Leichenwagenfahrers nicht unter...wenigstens muss sich der Charmin Bear keine Sorgen machen, dass der Leichenwagenfahrer beißt, denn dessen Kernkompetenz besteht ja darin, den Leichenwagen unfallfrei zu steuern und dabei hinterlistig zu grinsen, sobald er ins Bild kommt.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Erst Halloween, dann St. Martin :o)

Am 31. Oktober ist ja Halloween und nur elf Tage später St. Martin. Für die Männergärtnerinnen und ihre Schützlinge bedeutet das Stress, denn wenn die Halloween-Kostüme und Dekos gerade fertig sind, geht es auch schon an die Vorbereitungen des St. Martins-Zugs, dessen Route die Männergärtnerinnen bereits ausarbeiten. Renate als passionierte Reiterin und Pferdefreundin spielt St. Martina und bekommt zu diesem Zweck ein Island-Pony zur Verfügung gestellt :o). Thorsten mimt freiwillig den Bettler. Steffi und Alex üben mit ihren Schützlingen während der Bastelei im Borbecker Männergarten freundliche St. Martins-Lieder, z. B. "Ich geh mit meiner Laterne" oder "Laterne, Laterne". Allerdings ist es keine Wohltat für die Ohren der Männergärtnerinnen, wenn ihre Schützlingen schrägen Singsang mit ihren Gießkannentenören anstimmen :o)).

Für den Halloween-Umzug am Freitagabend, an dem ja auch die Krimi-Lesung in der Dubois-Arena stattfindet, beschließen die Männergärtnerinnen, sich aufzuteilen und jeweils mit zweien ihrer Schützlinge um die Häuser zu ziehen. Alex bemuttert Stinki und ES, während Renate mit Thorsten und dem Stationsarzt die Gegend unsicher macht. Steffi wiederum betreut den Charmin Bear und Thomas. Die Männergärtnerinnen beschließen, dass Alex mit ihren Schützlingen die Borbecker Straße zwischen Schlossstraße und Frintroper Straße abgrast, während Steffi mit ihren großen männlichen Kindern die Fürstenbergstraße unsicher macht. Renate und ihre Schützlinge ziehen die Schlossstraße zwischen Borbecker Straße und Fliegenbusch entlang.

Prophylaktisch werden alle Herren schon mal mit Ermahnungen versehen: ES darf Stinki keinen Vogel zeigen - weder Eule noch Käuzchen noch irgendeinen anderen Vogel - und Stinki darf nicht mit seinem Pipimann in der Gegend rumprahlen :o). Das gilt analog auch für Thorsten, der auch öfter mal gerne die Trench Open hat, hihi. Der Stationsarzt darf keine Anwohner mit Nadeln bedrohen, der Charmin Bear darf nicht meutern, wenn es in seinen Augen zu wenig Süßigkeiten gibt - er darf also kein Saures geben, hehe. Thomas bekommt von Steffi Pirouetten-Verbot, um etwaige Unglücksfälle wie umgerissene Passanten, beschädigte Außenspiegel an parkenenden Fahrzeugen etc. zu vermeiden. Da kann ja am Freitagabend eigentlich nix mehr schief gehen :o))).


(c) Familienblog Bodehase, 2009

Montag, 25. August 2014

Der Herbst im Sommer...

Wir haben zwar immer noch August - also Sommer - aber heute Morgen war es da draußen richtig herbstlich, auch von den Temperaturen her. Im Tal, also in Dellwig, Bottrop, Gladbeck und im Essener Norden, zeigte sich sogar eine richtige Nebelbank.


Morgennebel heute früh um halb acht - (c) Alexandra Döll, Essen

Bei uns am Steilhang schien bereits die Sonne, aber warm wurde es dadurch nicht wirklich. Auch an vielen Bäumen zeigen sich bereits erste Anzeichen des Herbstes, denn einige Blätter nehmen schon eine gelbe und/oder rote Verfärbung an. Da hoffen wir doch mal, dass an St. Martin - also am 11. November - noch genug Laub an den Bäumen ist, denn eine alte Bauernregel besagt, dass es einen strengen Winter gibt, wenn die Bäume an St. Martin kahl oder zumindest so gut wie kahl sind. Letzten Herbst hatten die Bäume ja noch teilweise bis in den Dezember rein ausreichend Laub - und der letzte Winter war ja nun wirklich mild. Bei den strengen Wintern mit viel Schnee in den Jahren 2009/2010, 2010/2011 und 2012/2013 waren die Laubbäume an St. Martin wirklich schon so gut wie kahl.

Ansonsten habe ich gerade noch zwei freundliche Bewerbungen versendet und soeben eine wirklich nette Rückmeldung von der Visite-Redaktion des NDR auf meine Zuschauer-Mail bekommen, die ich vor knapp zwei Wochen verschickt hatte in Bezug auf die Sendung, die sich mit Blutgerinnungshemmern beschäftigt hatte. Die Redakteurin, die meine Mail beantwortet hat, hatte den Inhalt meiner Mail wohl als Themenvorschlag weitergeleitet. Na, das ist doch schon mal etwas :o).

Samstag, 20. Oktober 2012

Stress im sommerlichen Herbst

Derzeit sind Eva und ich mit mehreren hundert Messeberichten beschäftigt, die da immer direkt massenweise bei uns eintrudeln, sodass wir zu fast nix anderem mehr kommen *schwitz*. Na ja, heute ist der letzte Tag der Messe und der Spaß dürfte dann wohl in den kommenden Tagen endlich vorbei sein. Die Handschriften mancher Menschlein lassen auch sehr zu wünschen übrig, denn das Entziffern von Hyroglyphen kostet noch mal zusätzliche Zeit. Das macht Laune...!

Derzeit herrschen über dem Pott fast sommerliche Temperaturen von 20°C und mehr - und das, obwohl wir uns mitten im Herbst befinden. Ausreichend Laub an den Bäumen ist auch noch, wobei die Blätter oft sehr schöne Farben haben - neben sommerlichem Grün gibt es sonniges Geld und auch verschiedenste Rottöne von feuer- bis weinrot.

Eine alte Bauernregel besagt ja, dass es einen milden Winter gibt, wenn an St. Martin - also am 11. November - noch Laub an den Bäumen ist. Bis jetzt traf diese Regel auch tatsächlich immer zu. Im Herbst 2009 und 2010 waren die Bäume an St. Martin bis auf ein paar einzelne braune Blätter schon kahl und das waren ja zwei sehr schneereiche Winter. Letztes Jahr war an St. Martin noch genug Laub an den Bäumen - und im letzten Winter gab's kaum Schnee, sondern nur mal ein paar knackig kalte Tage im Januar.

Gestern Abend konnte ich von meinem Balkon aus 53 Sterne am klaren Himmel zählen. Das Sternbild Geile Gewürzgurke war natürlich auch mit von der Partie, aber das ist ja zu allen Jahreszeiten omnipräsent :o). Eva freut sich morgens auf dem Weg zur Arbeit auch immer über besagte Sternbild und auch über die Venus am Morgenhimmel, hihi.

Ein Herr aus meinem Dunstkreis scheint wohl Frühlingsgefühle mitten im Herbst zu haben, denn als ich am Dienstagvormittag im Büro mal eben draußen eine rauchen war, hatte ich die Mailbox meines Telefons im Büro eingeschaltet. Nachdem ich aus der Raucherecke zurückgekehrt war, war auch tatsächlich ne Message auf meiner Mailbox, die ich dann auch abgehört habe. Allerdings handelte es sich nicht um eine gesprochene Nachricht eines Kunden oder Kollegen - nein, mir hatte jemand einen netten Song auf die Mailbox gespielt. Den Titel kenne ich zwar nicht, aber es war ein Schlager mit dem Text "Ich freu mich heute schon auf morgen, weil wir uns dann wiedersehn..." Schöne Sache, aber ohne Urheber macht das keinen Sinn, lieber Absender - genauso wenig wie anonym mit dem Finger auf den Lack meines Clios (mittlerweile mit neuer Stoßstange) gemalte Herzchen.

Als ich abends nach Hause kam, war auch auf der Mailbox meines Privattelefons eine Nachricht - auch mit nem netten Song, namentlich "Nothing else matters" von Metallica. Vielen Dank, ich mag den Song ja gerne und die Band auch - nicht umsonst habe ich meine Hamsterdame Metallica genannt :o) - aber wie schon oben geschrieben: Ohne Absender, der sich zu erkennen gibt, machen solche netten Botschaften keinen Sinn. Von anonymer Anhimmelei hat nämlich niemand was - derjenige nicht und ich auch nicht. Ein bisschen mehr Gesicht zu solchen Botschaften wäre schön.

Dienstag, 8. November 2011

St. Martins-Zug auf der Spritzenstraße

Damit meine großen Kinder in Gestalt meiner Pferdchen auch St. Martin feiern können am kommenden Freitag, habe ich einen Martinszug für die Herren organisiert. Renate spielt St. Martina und reitet auf einem Isländer heran, dann teilt sie ihren roten Mantel, wobei sie dann die eine Hälfte an Thorsten als Bettler weitergibt. Thorsten hält ne Stab-Taschenlampe mit Kürbis-Motiv (auch wenn Halloween vorbei ist) in der Hand. Thomas trägt ne kleine lachende Sonne vor sich her, Timo nen Stern (das ist dann nicht Lauras Stern, sondern Timos Stern, hihi!), Christoph nen Halbmond mit Reißzähnen und Rasta-Locken, denn seine Mond-Laterne steht voll auf Bob Marley & Co. Ein Blasorchester habe ich sogar auch noch auftreiben können, das unseren Martinszug begleitet, wobei St. Martina natürlich vorweg reitet. Auch andere große männliche Kinder sind herzlich mit ihren Laternen eingeladen - falls ihnen der Martinszug mit der Familie zu langweilig wird :o).

Ich habe auch schon Martinslieder geübt mit meinen Pferdchen - "Laterne, Laterne", "Ich geh mit meiner Laterne" und "St. Martin". Timo empfand das mal wieder als Mobbing, während Thomas am lautesten gesungen hat. Er könnte mit seinem Gießkannenbariton noch glatt dem Blasorchester Konkurrenz machen, hihi. Meine Stofftiere gehen auch mit ihren Laternchen mit, genau wie ich. 1993, als ich nach dem Abi Praktikum in einem Borbecker Kindergarten gemacht habe, bin ich das letzte Mal bei nem Martinszug mitgelaufen - zehn Jahre später bin ich mit meinem gelben Mégane fröhlich dem Martinszug bei mir in der Straße hinterher geschlichen, wobei mich das aber in keinster Weise gestört hat, denn ich hatte als Kind genauso viel Spaß an Martinszügen wie die Kleinen heute bzw. 2003 und das sind auch Sachen, da muss man sich als Autofahrer nicht drüber aufregen und auch noch rumhupen (ja, solche Schwachmaten gibt's leider auch). Es ist einfach zu niedlich, wenn die Kleinen ganz stolz ihre Laternen vor sich her tragen - egal, ob gekauft oder selbst gebastelt. Ich hatte als Kind immer eine große, lachende Sonne als Martinslaterne.

Nun laufe ich im Jahr 2011 erstmals auch wieder bei dem selbst organisierten Martinszug mit, der von der Spritzenstraße über die Wilhelm-Nieswandt-Allee weiter über die Altenessener Straße und zurück geht. Mitten auf dem Knotenpunkt Wilhelm-Nieswandt-Allee/Altenessener Straße/Stauderstraße entzünden wir dann das Martinsfeuer, hihi! Thorsten sitzt schon vorher halbnackt als frierender Bettler auf der begrünten Verkehrsinsel rum, aber ich gebe ihm noch ein zweites Heizkissen mit, weil ich Timo vorher seins klaue :o) - wenn er sich schon gemobbt fühlt, dann aber auch bitte richtig. Christoph macht Headbanging, wenn wir "Ich geh mit meiner Laterne" singen, wobei das aber eher ne fröhliche Midtempo-Nummer ist, die so gar nix Hartes an sich hat *kicher*. "Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir, da oben leuchten die Sterne, da unten leuchten wir..." *sing*

Sammys Halbmond hat natürlich wie sie selbst ne rote Haarschleife mit weißen Herzchen, Eckis Sonne trägt ein Schalke04-Trikot. Steffi segelt mit ihrem Gleitschirmchen über unsere Köpfe hinweg und trägt nen kleinen Stern vor sich her. Timo trägt auch nen Stern mit lachenden Augen, während Anna und Erna selbst gebastelte Bienen-Laternen haben. Sophie, ihre gemeinsame kleine Tochter, trägt ein selbst gebasteltes Fröschli durch Altenessen-Mitte.

Heute früh habe ich noch eine Bewerbung verschickt :o)

Abgesehen davon, dass ich nach langer Abstinenz mal wieder einen Artikel für experto.de verfasst habe, habe ich heute noch ne Bewerbung rausgeschickt als Redakteurin bei einem Essener Unternehmen, denn auch Erfahrungen wie die gestrige sollen einen nicht entmutigen, sondern spornen eher an. Trotzdem fragt man sich manchmal, was für Taschenspieler-Tricks manche Firmen nötig haben, um an Geld zu kommen.

Auch für eine meiner Kundinnen war ich schon fleißig, eine Leseranfrage mit der Bitte um Verwendung eines Suite101-Artikels für ihre Jahresarbeit habe ich auch schon positiv beantwortet und gleich muss ich noch die Mail einer Leserin beantworten, die mich über experto.de kontaktiert hat und noch weitere Tipps haben will. Ansonsten muss ich mich noch um den Jobsearch für drei fröhliche Menschen kümmern. Timo ist gerade schon eifrig dabei, die Zeitung nach passenden Angeboten für unsere Schäfchen zu durchkämmen.

Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel *freu*, aber kalt ist es immer noch *bibber*. Na ja, wir haben November, auch wenn man das angesichts der milden Temperaturen fast vergisst. Ein Radio Essen-Hörer sehnt sich sogar nach Schnee...:o). Derzeit stehen die Chancen aber eher schlecht und das ist gut so bzw. es müssen nun wirklich nicht solche Schneemengen sein wie in den vergangenen zwei Jahren. Man hört aber auch von jedem was anderes an Wetterprognosen - meine Nachbarin Anja meint, dass wir keinen strengen Winter kriegen, weil wir ja auch keinen richtigen Sommer hatten, die Friseurin meiner Mutter erzählt dauernd, dass wir wieder im Schnee ersticken sollen, meine andere Nachbarin meint, es sollte mal im Pott schneien, aber nicht so heftig wie Anfang 2010 bzw. 2011...nichts Genaues weiß man nicht. Laut einer Bauernregel heißt es ja, dass der Winter mild wird, wenn an St. Martin (11. November) noch Laub an den Bäumen ist, aber er soll streng werden, wenn an dem Termin bereits alle Bäume kahl sind. Einige Bäume sind noch ganz gut belaubt, sodass es eigentlich nicht mehr so heftig werden dürfte wie letztes/vorletztes Jahr.

Dienstag, 10. November 2009

Martinszug auf den Trauminseln


Der Martinszug startet auf Steffis Insel, führt von dort aus weiter zu Marinas Insel und zum Schluss auf Alex' Insel, wo es auch das Martinsfeuer gibt. Renate spielt St. Martin - oder sollte man besser St. Martina sagen? - und reitet auf einem wunderschönen Isländer. Sie selbst ist bekleidet mit Reiterklamotten, einem roten Umhang, einem altertümlichen Helm und führt ein Schwert mit. Die Band Slayer, die gemeinsam mit den Kollegen von Metallica beschlossen haben, ebenfalls an dem St. Martins-Zug teilzunehmen, spielen daraufhin einen ihrer ersten Hits vom Debüt-Album Show no Mercy, nämlich den Titel Die by the Sword. Thorsten hängt sich diverse Feudel um und spielt den armen Bettler. Metallica und Slayer begleiten den Zug musikalisch, wobei Lars Ulrich und Dave Lombardo ordentlich auf die Pauke hauen.


Thomas' Triops-Krebse haben extra von ihrem Besitzer auch kleine Martinslaternen bekommen, damit sie in ihrem Aquarium feiern und einen Umzug machen können. Alex' Hamster Slayer hat ebenfalls eine kleine Laterne in Form einer Sonne in seiner Behausung, boxt die Laterne jedoch lieber anstatt sie für einen Martinsumzug in seinem Käfig zu nutzen, da er gerade schlechte Laune hat aus unerklärlichen Gründen, was bei Campbells schon mal häufiger vorkommen kann.


Steffi hat sich eine Laterne in Form eines Panda-Bären gebastelt, der mit schwarzen und weißen Aufklebern verziert ist, um ein möglichst naturgetreues Ergebnis zu erzielen. Marina hat eine gelbe Laterne, die sie aus Pappe und Transparentpapier selbst gebastelt hat. Alex trägt einen Totenkopf mit roten Leuchtaugen vor sich her, wobei Thomas zum wiederholten Male von einem Todeskopf spricht und Alex ihn zum wiederholten Mal korrigiert. Tim hat dieselbe Laterne wie Alex. Thomas hat sich einen gelben Halbmond gekauft. Petra trägt eine große Sonne vor sich her und singt den Rammstein-Hit Hier kommt die Sonne.


Um 17.30 Uhr startet der Martinszug auf Steffis Insel, wobei es kaum Platz für alle Teilnehmer und das Pony gibt. Die rüstige Renate reitet vorne weg, während die anderen ihr über eine Brücke in Richtung Marinas Insel folgen. Sie singen "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne...". Auch die Haie und Rochen im Meer machen einen Martinsumzug, wobei sie ihre Laternen wahlweise an der Nasenspitze oder an der ersten großen Rückenflosse befestigt haben. Die Wale singen dazu. Weiter geht es mit "St. Martin" und am Martinsfeuer selbst wird "Ich geh mit meiner Laterne" gesungen, bevor Renate auf ihrem Pony mit dem Schwert ihren Mantel teilt und ihn dem armen Thorsten gibt, der sich in seinen Feudeln trotz der milden Temperaturen einen abfriert. Anschließend trinken alle leckeren Glühwein oder Met und essen dazu Brezeln. Thomas jammert, weil sein Mond irgendwann nicht mehr leuchtet und fragt Alex, ob sie seine Batterie versteuert habe. Die antwortet ihm jedoch grinsend, dass vermutlich die Batterie in seinem Leuchtstab leer sei. Schon alleine das Wort "Stab" lässt Thomas schamhaft erröten.


Die Planeten gucken sich das Treiben vom Universum aus an. Neptun gibt sich mal wieder die Kante, Uranus pinkelt kurz vor Mitternacht das Martinsfeuer aus, die Venus steigt aus ihrer Muschel und zeigt allen im All ihre leuchtenden Brüste, der Mann im Mond wird rattig und trinkt nen Universums-Schnaps, da kaltes Duschen auf seinem Himmelskörper nicht möglich ist. Saturn macht mal wieder Hoola-Hoop mit seinen Ringen und versucht, Uranus und Neptun zu bewegen, mit ihm Seilchen springen zu spielen. Pluto kaut auf seinem Leuchtknochen herum, die Milchstraße leuchtet im Vollmilch-Modus. Mars lässt zur Feier des Tages MARS-Riegel mit Brezelgeschmack auf alle hernieder regnen. Das Sternbild Geile Gewürzgurke leuchtet noch grüner als sonst. Der Abendstern grölt mal wieder Evening Star ins Universum.
Foto: (c) Th. Blenkers, Pixelio