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Freitag, 15. August 2014

Lustiges und nicht so Lustiges

Mein Nachbar (82) ist gestern Nachmittag gestorben, wie ich heute Morgen von meiner anderen Nachbarin erfahren habe :o((. Gut, für ihn war der Tod nach den ganzen Operationen und der vollständigen Entfernung des Darms wahrscheinlich eine Erlösung, aber für die Hinterbliebenen - in dem Fall seine Frau, seine Tochter und weitere Anverwandte - ist das natürlich ein schlimmer Verlust. Damit zu rechnen war ja leider, aber auch, wenn der Tod im Einzelfall abzusehen ist, so trifft es einen doch, wenn er endgültig eingetreten ist.

Einige meiner Nachbarn und ich lassen eine Pflanzschale fertig machen für sein Grab und unterschreiben gemeinsam eine Trauerkarte. Wann die Beerdigung ist, wissen wir natürlich noch nicht.

Renate muss jetzt wahrscheinlich kurzfristig ihre Wohnung in Düsseldorf verlassen, weil bei ihr in der nächsten Umgebung eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wird. Eigentlich wollte sie heute Nachmittag in die Stadt, aber die Feuerwehr hatte wohl alle Anwohner gebeten, zuhause zu bleiben und auf weitere Anweisungen zu warten.

Ansonsten habe ich noch eine Einladung zum Vorstellungstermin bei einem privaten Arbeitsvermittler in Essen erhalten. Das Gespräch findet am Montag statt. Dafür muss ich noch den Lebenslauf ausdrucken und Zeugniskopien machen sowie auch vom Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur, denn das Original legt man ja erst dem Dienstleister vor, der einen erfolgreich vermittelt hat. Ob und inwieweit das Ganze erfolgreich ist, muss man abwarten - manche haben gute Erfahrungen mit privaten Arbeitsvermittlern gemacht, andere wiederum überhaupt nicht. Ein früherer Nachbar von mir hatte es mal unter dem Begriff "Die tun nix" zusammengefasst, wobei er allerdings auch eine ganz andere berufliche Qualifikation hatte als ich. Abwarten und Mäusemilch trinken :o).

Als ich heute um kurz nach halb elf mit Clio zu einem kurzen Einkauf nach Borbeck aufbrach, sahen wir weiter oben am Steilhang einen Mann, der unsicher in seinem Auto rumwühlte - der Herr hatte eine große Ähnlichkeit mit Stinki *kratzamkopp*. Wer weiß, vielleicht wohnt er jetzt in meiner unmittelbaren Nachbarschaft und ich habe das noch nicht mitbekommen? *schmunzel* Na ja, halte ich für eher unwahrscheinlich, aber die Ähnlichkeit - nicht nur vom Äußeren, sondern auch vom Verhalten und der Gestik her - war schon frappierend.

Dienstag, 1. Februar 2011

RIP, kleiner Slayer


(c) Alexandra Döll, Essen - Slayer im Alter von 13 Monaten; Mai 2010
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Am Nachmittag des 16. Januar 2011, einen Tag, bevor ich operiert wurde, rief mich meine Ma an, die Slayer während meines Krankenhausaufenthaltes betreut hat, und sagte mir, dass es dem kleinen Kerlchen gar nicht gut ging, sodass ich sie gebeten habe, in die Tierklinik nach Altenessen zu fahren, um ihn von seinem Leiden zu erlösen, denn der Tierarzt hat bei ihm einen Tumor im Bauchraum diagnostiziert, der die Durchblutung komplett zum Erliegen gebracht hat. Gut, er hatte das Alter - 21,5 Monate, was in etwa 86 Menschenjahren entspricht - aber es hat mich schon sehr geschmerzt, dass ich ihn auf seinem letzten Weg nicht begleiten konnte, weil ich ja im Krankenhaus lag und eigentlich hatte ich gehofft, dass er erst nach meinem Krankenhausaufenthalt stirbt :o(. Als ich am 24. Januar aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich ihn zusammen mit meiner Mom beerdigt.

Wenigstens war die OP am darauffolgenden Tag ein voller Erfolg. Am Donnerstag werden meine beiden Narben entklammert. Sonst muss ich mich mal um eine Schulung fürs Gerinnungsselbstmanagement kümmern, denn ich habe keine Lust, dauernd zum Arzt zu flitzen, zumal mein neuer Hausarzt erst um 8 Uhr morgens aufmacht und ich dann erst gegen 9.45 Uhr hier in Düsseldorf auf der Arbeit eintreffe :o/.