Obwohl draußen trübes Novemberwetter herrscht, fahren die Männergärtnerinnen nicht mit ihren Autos oder dem ÖPNV zusammen mit ihren Schützlingen ins Eiscafé Meffert auf dem Rabenhorst, sondern machen sich von der MäTa auf den Fußweg durch den Schlosspark - sehr zum Verdruss des nicht sehr bewegungsfreudigen Charmin Bear :o).
ES will Stinki im Schlosspark wieder dauernd einen Vogel zeigen - Eichelhäher, Elster, Kolkrabe, Spatz, Enten - doch Alex verbietet ES energisch den Mund, denn Stinki fängt schon wieder an zu kochen, weil er keinen Bock auf ES' Gebrabbel hat - und schon gar nicht darauf, dauernd einen Vogel gezeigt zu bekommen. Thomas, der in seinem After Shave gebadet hat und dementsprechend duftet, wird von zwei langlebigen, späten Hummeln umschwirrt - da nützen weder Pirouetten noch das Gejammer nach Alex etwas. Steffi macht das betretene Gesicht, als Thorsten über den kleinen Bach gegenüber vom Schloss springen will und stattdessen mit seinen Füßen im seichten Wasser landet. Thorsten nimmt es jedenfalls mit Humor. Der Charmin Bear tupft sich trotz Temperaturen von lediglich 9°C den Schweiß von der Stirn, als wenn die Gruppe bei 30°C im Hochsommer durch die pralle Sonne laufen würde, während der Stationsarzt alles pieksen will, was ihn nervt - Thomas mit seinem betörenden Duft, die summenden Hummeln, der alberne Thorsten, das brabbelnde ES, der frustrierte Stinki, der stöhnende Charmin Bear...
Der Charmin Bear schnauft wie eine alte Dampflok, als sie die Steigung Richtung Schlosswiese hinauf laufen, um von dort aus weiter zum Rabenhorst zu latschen. Eine keckernde Elster in einer Kastanie lässt etwas fallen - zwar keine Bemerkung, dafür aber einen kleinen Schiss, der den Charmin Bear nur knapp verfehlt - was die Laune des Charmin Bear auch nicht gerade hebt. Stinki ranzt die Elster an: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", doch der große Vogel mit dem schwarz-weißen Gefieder fliegt nur keckernd von dannen. Der Stationsarzt zückt abermals seine Nadel, aber dem Vogel in der Luft kann er natürlich nicht habhaft werden.
Als sie endlich die Schlosswiese erreicht haben und das Eiscafé keine 50 Meter mehr entfernt ist, macht der Charmin Bear fast den Eindruck, als wenn er kollabieren wollte. Stinki und der Stationsarzt schütteln genervt den Kopf, genau wie Männergärtnerin Steffi. Renate muss Thorsten maßregeln, der mitten auf der Fahrbahn Salti schlägt - zum Glück kommt gerade kein Auto durch die ohnehin sehr ruhige Seitenstraße. ES blickt unsicher bis großäugig um sich, während Stinki eine Hitzewelle bekommt, weil Alex ihn anlächelt und rein zufällig den Song "Naked" von Falco anstimmt.
Endlich sitzt die mehr oder weniger muntere Truppe im Eiscafé und freut sich auf Eis, Kuchen, heißen Kaffee, Tee oder Kakao. Leider werden sie zunächst von den munter tötternden Kellnern ignoriert - warum sollten Gäste auch beachtet werden? Nach fünf Minuten Dauerignoranz und albernen Privatgesprächen der Bedienungen reicht es dem hungrigen und durstigen Charmin Bear, denn er brüllt: "Jetzt beachten Sie uns aber mal endlich!" Da der Charmin Bear eine große, kräftige Statur hat und auch einige andere Herrschaften ziemlich grimmig drein blicken angesichts so wenig Gastfreundlichkeit, kommt dann doch mal ein Kellner an und fragt, was die Herrschaften wünschen. Gelangweilt nimmt er die ganzen Bestellungen auf und verschwindet dann hinter den Tresen, um Eis, Kaffee, Kuchen und Kakao vorzubereiten - leider hat er der freundlichen Truppe jedoch noch einen Pups am Tisch stehen lassen (Vielen Dank auch!), sodass Stinki ranzt: "Wat is'n mit dem eigentlich los?! Erst lässt er einen fahren und dann verduftet er!" Alex findet das Benehmen der Bedienung zwar auch unmöglich, muss aber über Stinkis Satz lachen. Die Männergärtnerinnen beschließen, beim nächsten Mal ein anderes Eiscafé aufzusuchen, denn auf Ignoranz, Gemecker und Gepupse haben sie nun auch keinen Bock.
Außenbereich Eiscafé Meffert - (c) Kolpingfamilie Borbeck, dionysius.de
Endlich kommt die Bestellung, die von dem sichtlich genervten Kellner gebracht wird - Gäste, die einfach in einem Eiscafé die Privatgespräche des Personals stören, gehen ja mal gar nicht! ES labt sich an seinem Pinocchio-Eisbecher, der extra für kleine Gäste bestimmt ist :o). Stinki wollte erst einen Biene-Maja-Eisbecher, hat sich dann aber entschieden, genau wie Alex ein Spaghettieis zu nehmen. Der Charmin Bear beginnt, seinen Pfirsich Melba-Becher zu verdrücken, bevor er sich der Schwarzwälder Kirschtorte zuwendet. Thorsten und der Stationsarzt werden zunehmend albern, da sich in ihrem Amarena-Kirschbecher auch noch Alkohol befindet, z. B. in Form von Cointreau. Steffi macht das betretene Gesicht, als ES in gebrochenem Deutsch die Titelmelodie von "Pinocchio" zu intonieren beginnt: "Kleines Püppschen, fresches Püppschen..." Thorsten spuckt während des folgenden Kicheranfalls fast seinen Kaffee wieder aus. Thomas sinniert über die Cocktail-Kirsche auf dem Sahnehäubchen seines gemischten Eises. Der Stationsarzt hickst vergnügt und bekommt Ärger mit Stinki, als er einfach seinen Löffel in Stinkis Spaghettibecher tunkt, um davon zu naschen, sodass Alex schlichtend eingreifen muss. Der Bedienung hinterm Tresen bricht fast vor Engagement der Schweiß aus, denn der Stationsarzt will jetzt auch noch ein Spaghettieis und stört mit seiner Bestellung erneut die trivialen Privatgespräche des Personals. ES plärrt, als Alex ES verbietet, direkt nach dem Pinocchio-Eisbecher einen kalten Apfelsaft zu bestellen, denn sie möchte nicht, dass ES Bauchweh bekommt. Renate schüttelt genervt den Kopf, denn das weiß doch jeder, dass Kaltgetränke auf Speiseeis eine Eisbahn im Magen ergeben, die in der Folge für Bauchschmerzen sorgt - ES aber offenbar nicht.
Als Eis, Kuchen und Getränke fast verzerrt sind, ruft Thorsten plötzlich ziemlich angeheitert: "Schwanzvergleich!" Steffi macht das betretene Gesicht, als alle anderen Herren, bis auf ES, ebenfalls aufstehen und Thorsten die Treppe hinunter auf die Toilette folgen. Renate schwankt zwischen Stöhnen und Kichern, genau wie Alex. ES plärrt, weil ES jetzt der einzige Mann (?) am Tisch ist, sodass Alex ES erneut die Nase putzen muss - natürlich mit duftenden Hello Kitty-Taschentüchern. Während die anderen Herren offenbar eine Etage tiefer Schwanzvergleich machen, bezahlt Steffi schon mal die komplette Bestellung. Draußen flattert in der trüben, aber milden Novemberluft ein verträumter Schmetterling vorbei. Aus der Herrentoilette hört man wechselweise Johlen, Grölen, Meckern, Kichern. Alex beschließt, diesem Schwanzvergleich ein rabiates Ende zu machen, wenn die Herren nicht binnen fünf Minuten wieder oben bei ihnen am Tisch sind, aber bitte mit eingepackten Gemächten, die wieder in den jeweiligen Hosen verschwunden sind.
Nachdem die von Alex gesetzte Fünf-Minuten-Frist fast verstrichen ist, kommen die Herren wahlweise grinsend oder frustriert wieder die Treppe hoch. Der Charmin Bear kichert: "Kinderpimmel!", sodass Steffi wutrote Bäckchen bekommt. Stinki ranzt überzeugt: "Ich kann länger als Sie!", was aber auch Thorsten von sich behauptet. Thomas blickt frustriert aus der Wäsche, während der Stationsarzt hicksend den Hit "Stripped" von Depeche Mode aus dem Jahr 1986 anstimmt. ES versteht kein Wort und lächelt unsicher, während Steffi ES energisch wieder seinen Anorak anzieht. Auch die anderen Herren werden von Renate und Alex mit strengen Worten dazu verdonnert, sich wieder ihre Jacken anzuziehen, damit auch sie endlich wieder Richtung MäTa verduften können. Das Personal, das Gäste als Störfaktor empfindet, ist erleichtert, als die Truppe nach einem kurzen Abschied endlich das Café verlässt - vorher hat Stinki aber noch einen fahren lassen und ist dann zusammen mit den anderen verduftet :o).
Happy End!!! :o))
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Dienstag, 18. November 2014
Der Borbecker Männergarten bei Meffert am Rabenhorst
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Mittwoch, 14. Dezember 2011
Männer und Männergärtnerinnen bei Meffert
Am Rabenhorst in Essen-Bedingrade gibt es seit vielen Jahren das Eiscafé Meffert. Die Männergärtnerinnen Steffi und Alex beschließen, mit ihren Schützlingen zum etwa 15 Minuten entfernten Café zu laufen, obwohl es zeitweise regnerisch und windig ist. Der kleine Aaron wird von seiner Mama gut eingepackt, um vor Wind und Wetter geschützt zu sein, dann macht sich die ganze Truppe von der Fürstenbergstraße aus durch den Schlosspark zum Rabenhorst.
Die großen Kinder freuen sich auf lecker Kakao mit Sahne, Kaffee und Eis, genau wie ihre Männergärtnerinnen. Allerdings wird allen ziemlich unheimlich zumute, als sie durch den Wald laufen und einige große Raben ausgerechnet die Melodie von "Spiel mir das Lied vom Tod" krächzen. Thomas dreht nervöse Pirouetten und jammert nach Alex. Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen, während seine Mama kichert "Tolle Wurst!". Thorsten grummelt: "Geht mir nicht auf den Sack!", der Stationsarzt schwenkt drohend seine Nadel, die er ausnahmsweise mal nicht gegen Thorsten richtet, was den Raben aber nur ein fröhliches Krächzen entlockt. Christoph und Alex finden das Ganze makaber bis komisch. Der Charmin Bear würde am liebsten auf dem Absatz kehrt machen, aber die Aussicht auf kalorienreiche Leckrigkeiten lässt ihn dann doch trotz der düsteren Melodie und der vier schwarzen Vögel weiterlaufen. Timo grinst amüsiert und fragt sich, wie wohl Raben mit Vokuhilas aussehen.
Als sie am Teich vorbei laufen, trällert Alex mit breitem Grinsen "Erst spielten sie am Teich ein Weilchen, dann spielten sie an weichen Teilchen!" Steffi errötet kichernd, der Charmin Bear und der Stationsarzt laufen ebenfalls knallrot an, kichern aber nicht. Dem Arzt bricht mit Blick auf Alex der Schweiß aus, während der Charmin Bear sich am liebsten hinter einer Kaffeetasse verstecken würde, aber er hat gerade keine zur Hand. Timo lässt seine Beavis-and-Butthead-Lache erschallen. Thomas schwankt zwischen Schamesröte und brüllendem Lachen. Christoph und Thorsten kichern albern über diesen Spruch, genau wie der kleine Aaron in seinem Kinderwagen. Erpel Dieter kreuzt watschelnd ihren Weg - natürlich mit Fluppe im Schnabel - und grummelt: "Ihr seid bestusst!"
Sie steigen den Hang hinauf Richtung Schlosswiese. Der Charmin Bear japst recht schnell. Timo vergisst vor lauter Frust über seine Pickel, die er noch nicht mal mit seinen noch nicht vorhandenen Vokuhilas verdecken kann, zu japsen. Der Charmin Bear ist sehr irritiert, als Ente Marianne und ihre 13 Küken über seine Füße hinweg laufen; vermutlich auf der Suche nach Erpel Dieter (immer den Rauchwölkchen nach). Zum Glück beißen die kleinen Wasservögel nicht, sondern piepsen und quaken aufgeregt, als sie ihrer Mama folgen. Aaron ist ganz begeistert von den kleinen Küken und macht vor Freude ein Pfützchen in seine Windel. Zwischen dem Stationsarzt und Thorsten entbrennt ne Diskussion darüber, wer bei Meffert neben Alex sitzen darf - Thorsten bewirft den Arzt mit Herbstlaub, sodass der ihn wieder mit der Nadel piekst. Die Männergärtnerinnen müssen dazwischen gehen, damit das nicht wieder Zoff gibt. Alex entscheidet das Ganze mit den Worten: "Einer von Euch kann zu meiner Rechten sitzen, einer zu meiner Linken - aber nur, wenn Ihr beide Euch jetzt mal endlich benehmt!" Schweren Herzens lassen der Stationsarzt und Thorsten voneinander ab, aber sie wollen nicht, dass andere große Kinder neben Alex Platz nehmen. Steffi ist erleichtert und fragt sich, wie das noch weitergehen soll mit dieser Kinderkacke. Christoph grinst amüsiert und der Charmin Bear drängelt, denn die Leckereien rufen schon nach ihm :o).
Endlich hat die Truppe das Eiscafé erreicht. Los geht es mit heißer Schokolade, Kaffee, Kuchen und Eis. Der Charmin Bear bestellt sich ganz kindgerecht ein Biene Maja-Eis, Christoph ein Pinocchio-Eis. Daraufhin reißt Alex den nächsten sexistischen Witz, während sie ihr Spaghetti-Eis löffelt. "Schneewittchen trifft Pinocchio im Wald. Sie wirft ihn zu Boden, setzt sich auf seine Nase und brüllt 'Los, mach schon, lüg mich an!'" Thorsten, Christoph und Timo lachen - Timo wieder wie Beavis and Butthead - Thomas und Steffi rufen halb amüsiert, halb strafend "Alex!", aber der Charmin Bear und der Stationsarzt laufen knallrot an, wobei sich der Arzt sogar fast noch an seinem Kakao mit Sahne verschluckt, zu dem er sich einen Schoko-Becher bestellt hat. Aaron, der mittlerweile ne frische Windel von seiner Mama bekommen hat, brabbelt vergnügt. Thomas füttert sein Monchhichi-Mädchen Silvia mit Erdbeereis, während der Stationsarzt seinem Glücksbärchi etwas von seinem Schokoladeneis abgibt. Thorsten macht dazu ne freche Bemerkung, sodass der Stationsarzt um Alex rumgreift, um Thorsten zu pieksen - also muss Alex Thorsten den Mund verbieten und die Nadel erneut konfiszieren, damit kein Streit im Café ausbricht. Timo hält die beiden für bekloppt und bewundert lieber einen Kunden mit gesträhnten Vokuhilas, der für sich und seine kleine Tochter ein Eis auf die Hand kaufen möchte. Der Charmin Bear grummelt genervt in seine Rhabarber-Torte, während Thomas noch einen Becher Pfirsich Melba für sich nachordert - nach dem dritten Löffel beginnt er natürlich zu hicksen, weil auch Alkohol darin enthalten ist. Steffi macht das betretene Gesicht, während Christoph kichert. Aaron brabbelt immer noch vergnügt und wird noch vergnügter, als seine Mama ihm zwischendurch Fläschchen gibt.
Steffi bestellt sich nach der Fütterung ihres Sohns noch einen Obstsalat, wobei der aber ziemlich wirr und chaotisch anmutet. Sie betrachtet das Ganze skeptisch und fragt: "Hat einer von Euch das schon mal gegessen?" Alex kichert und antwortet: "Nein, Steffi, es sieht wirklich nur so aus!" Danach lachen alle los, sogar der Charmin Bear, der sich noch ein zweites Stück Rhabarber-Torte mit Sahne bestellt hat.
Thorsten und der Stationsarzt müssen wenig später beide zeitgleich ne Stange Wasser in die Ecke stellen - um zu vermeiden, dass das jetzt Zoff auf'm Herrenklo gibt, schickt Alex aus Sicherheitsgründen Timo und Christoph mit ins Untergeschoss, wo die Toiletten untergebracht sind. Timo geht gerne mit, weist aber energisch darauf hin, dass er niemandem die Stange halten möchte - das wird ohnehin von Thorsten und dem Arzt dankend abgelehnt, denn das können sie auch alleine :o). Christoph grinst sich einen.
Nachdem alle aufgegessen und ausgetrunken haben bzw. noch mal auf'm Klo waren, treten sie den Rückweg zu MäTa (Abkürzung für Männertagesstätte) an. Nachdem der Charmin Bear über ein Küken geplumpst ist, das seinen Geschwisterchen und seiner Mama hinterher gerannt ist, liegt er frustriert auf der Erde, weil er sich das Knie aufgeschlagen hat - das Küken hingegen rennt weiter, ohne sich weiter um den Charmin Bear zu kümmern. Der Stationsarzt fröhnt seinem Beruf und verpflastert die kleine Wunde mit einem niedlichen Kinderpflaster mit Bären-Motiv. Danach ist die kleine Schramme ganz schnell vergessen, denn der Charmin Bear strahlt. Als der Arzt, Christoph und Thorsten ihm aufgeholfen haben, strahlt er noch mehr, sodass der Fußmarsch fröhlich fortgesetzt werden kann.
Die großen Kinder freuen sich auf lecker Kakao mit Sahne, Kaffee und Eis, genau wie ihre Männergärtnerinnen. Allerdings wird allen ziemlich unheimlich zumute, als sie durch den Wald laufen und einige große Raben ausgerechnet die Melodie von "Spiel mir das Lied vom Tod" krächzen. Thomas dreht nervöse Pirouetten und jammert nach Alex. Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen, während seine Mama kichert "Tolle Wurst!". Thorsten grummelt: "Geht mir nicht auf den Sack!", der Stationsarzt schwenkt drohend seine Nadel, die er ausnahmsweise mal nicht gegen Thorsten richtet, was den Raben aber nur ein fröhliches Krächzen entlockt. Christoph und Alex finden das Ganze makaber bis komisch. Der Charmin Bear würde am liebsten auf dem Absatz kehrt machen, aber die Aussicht auf kalorienreiche Leckrigkeiten lässt ihn dann doch trotz der düsteren Melodie und der vier schwarzen Vögel weiterlaufen. Timo grinst amüsiert und fragt sich, wie wohl Raben mit Vokuhilas aussehen.
Als sie am Teich vorbei laufen, trällert Alex mit breitem Grinsen "Erst spielten sie am Teich ein Weilchen, dann spielten sie an weichen Teilchen!" Steffi errötet kichernd, der Charmin Bear und der Stationsarzt laufen ebenfalls knallrot an, kichern aber nicht. Dem Arzt bricht mit Blick auf Alex der Schweiß aus, während der Charmin Bear sich am liebsten hinter einer Kaffeetasse verstecken würde, aber er hat gerade keine zur Hand. Timo lässt seine Beavis-and-Butthead-Lache erschallen. Thomas schwankt zwischen Schamesröte und brüllendem Lachen. Christoph und Thorsten kichern albern über diesen Spruch, genau wie der kleine Aaron in seinem Kinderwagen. Erpel Dieter kreuzt watschelnd ihren Weg - natürlich mit Fluppe im Schnabel - und grummelt: "Ihr seid bestusst!"
Sie steigen den Hang hinauf Richtung Schlosswiese. Der Charmin Bear japst recht schnell. Timo vergisst vor lauter Frust über seine Pickel, die er noch nicht mal mit seinen noch nicht vorhandenen Vokuhilas verdecken kann, zu japsen. Der Charmin Bear ist sehr irritiert, als Ente Marianne und ihre 13 Küken über seine Füße hinweg laufen; vermutlich auf der Suche nach Erpel Dieter (immer den Rauchwölkchen nach). Zum Glück beißen die kleinen Wasservögel nicht, sondern piepsen und quaken aufgeregt, als sie ihrer Mama folgen. Aaron ist ganz begeistert von den kleinen Küken und macht vor Freude ein Pfützchen in seine Windel. Zwischen dem Stationsarzt und Thorsten entbrennt ne Diskussion darüber, wer bei Meffert neben Alex sitzen darf - Thorsten bewirft den Arzt mit Herbstlaub, sodass der ihn wieder mit der Nadel piekst. Die Männergärtnerinnen müssen dazwischen gehen, damit das nicht wieder Zoff gibt. Alex entscheidet das Ganze mit den Worten: "Einer von Euch kann zu meiner Rechten sitzen, einer zu meiner Linken - aber nur, wenn Ihr beide Euch jetzt mal endlich benehmt!" Schweren Herzens lassen der Stationsarzt und Thorsten voneinander ab, aber sie wollen nicht, dass andere große Kinder neben Alex Platz nehmen. Steffi ist erleichtert und fragt sich, wie das noch weitergehen soll mit dieser Kinderkacke. Christoph grinst amüsiert und der Charmin Bear drängelt, denn die Leckereien rufen schon nach ihm :o).
Endlich hat die Truppe das Eiscafé erreicht. Los geht es mit heißer Schokolade, Kaffee, Kuchen und Eis. Der Charmin Bear bestellt sich ganz kindgerecht ein Biene Maja-Eis, Christoph ein Pinocchio-Eis. Daraufhin reißt Alex den nächsten sexistischen Witz, während sie ihr Spaghetti-Eis löffelt. "Schneewittchen trifft Pinocchio im Wald. Sie wirft ihn zu Boden, setzt sich auf seine Nase und brüllt 'Los, mach schon, lüg mich an!'" Thorsten, Christoph und Timo lachen - Timo wieder wie Beavis and Butthead - Thomas und Steffi rufen halb amüsiert, halb strafend "Alex!", aber der Charmin Bear und der Stationsarzt laufen knallrot an, wobei sich der Arzt sogar fast noch an seinem Kakao mit Sahne verschluckt, zu dem er sich einen Schoko-Becher bestellt hat. Aaron, der mittlerweile ne frische Windel von seiner Mama bekommen hat, brabbelt vergnügt. Thomas füttert sein Monchhichi-Mädchen Silvia mit Erdbeereis, während der Stationsarzt seinem Glücksbärchi etwas von seinem Schokoladeneis abgibt. Thorsten macht dazu ne freche Bemerkung, sodass der Stationsarzt um Alex rumgreift, um Thorsten zu pieksen - also muss Alex Thorsten den Mund verbieten und die Nadel erneut konfiszieren, damit kein Streit im Café ausbricht. Timo hält die beiden für bekloppt und bewundert lieber einen Kunden mit gesträhnten Vokuhilas, der für sich und seine kleine Tochter ein Eis auf die Hand kaufen möchte. Der Charmin Bear grummelt genervt in seine Rhabarber-Torte, während Thomas noch einen Becher Pfirsich Melba für sich nachordert - nach dem dritten Löffel beginnt er natürlich zu hicksen, weil auch Alkohol darin enthalten ist. Steffi macht das betretene Gesicht, während Christoph kichert. Aaron brabbelt immer noch vergnügt und wird noch vergnügter, als seine Mama ihm zwischendurch Fläschchen gibt.
Steffi bestellt sich nach der Fütterung ihres Sohns noch einen Obstsalat, wobei der aber ziemlich wirr und chaotisch anmutet. Sie betrachtet das Ganze skeptisch und fragt: "Hat einer von Euch das schon mal gegessen?" Alex kichert und antwortet: "Nein, Steffi, es sieht wirklich nur so aus!" Danach lachen alle los, sogar der Charmin Bear, der sich noch ein zweites Stück Rhabarber-Torte mit Sahne bestellt hat.
Thorsten und der Stationsarzt müssen wenig später beide zeitgleich ne Stange Wasser in die Ecke stellen - um zu vermeiden, dass das jetzt Zoff auf'm Herrenklo gibt, schickt Alex aus Sicherheitsgründen Timo und Christoph mit ins Untergeschoss, wo die Toiletten untergebracht sind. Timo geht gerne mit, weist aber energisch darauf hin, dass er niemandem die Stange halten möchte - das wird ohnehin von Thorsten und dem Arzt dankend abgelehnt, denn das können sie auch alleine :o). Christoph grinst sich einen.
Nachdem alle aufgegessen und ausgetrunken haben bzw. noch mal auf'm Klo waren, treten sie den Rückweg zu MäTa (Abkürzung für Männertagesstätte) an. Nachdem der Charmin Bear über ein Küken geplumpst ist, das seinen Geschwisterchen und seiner Mama hinterher gerannt ist, liegt er frustriert auf der Erde, weil er sich das Knie aufgeschlagen hat - das Küken hingegen rennt weiter, ohne sich weiter um den Charmin Bear zu kümmern. Der Stationsarzt fröhnt seinem Beruf und verpflastert die kleine Wunde mit einem niedlichen Kinderpflaster mit Bären-Motiv. Danach ist die kleine Schramme ganz schnell vergessen, denn der Charmin Bear strahlt. Als der Arzt, Christoph und Thorsten ihm aufgeholfen haben, strahlt er noch mehr, sodass der Fußmarsch fröhlich fortgesetzt werden kann.
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Donnerstag, 24. März 2011
Nothing Else Matters
Soeben war ich in der Mittagspause mit meiner Ehefrau Marina am Rhein spazieren, denn bei dem schönen Wetter bot sich das ja geradezu an. Unsere Verlobte Steffi hatte uns, bevor wir das Büro verließen, noch den Auftrag erteilt, ihr doch bitte ein Bananensplit mitzubringen und noch etwas Müller-Milch Orange bei Rewe.
Der Rhein liegt nur vier Gehminuten von unserem Büro entfernt, wenn man über ein paar Seitenstraßen dorthin geht und nicht direkt durch die Altstadt. Zunächst standen wir zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Oberkasseler Brücke, schauten den Schiffen auf dem Rhein zu, Marina machte Fotos, u. a. von den Schafen am gegenüber liegenden Ufer, und quatschten dabei über dies und das. Da wir ja auf dem Rückweg direkt durch die Altstadt gehen wollten, um für uns und unsere Verlobte Eis zu holen, liefen wir Richtung Schifffahrtsmuseum. Auf dem Vorplatz spielte ein junger Mann Klavier, aber nicht nur so ein triviales Bar-Piano-Geklimper, sondern richtig mit Herzblut und Hingabe, sodass wir stehen blieben und ihm zuhörten, zumal meine Frau ihn schon mal vor Aldi am Rande der Altstadt hatte spielen hören. Der junge Mann hat nicht nach Noten gespielt, sondern alle Titel aus dem Gedächtnis heraus, was ich eine Wahnsinns-Leistung finde.
Nach einigen Pop-Klassikern spielte er schließlich mein Lieblingslied - Nothing Else Matters von Metallica. Ich habe den Song natürlich schon unzählige Male gehört - auf CD und auch zweimal live (einmal bei Rock am Ring im Juni 2006, einmal beim Metallica-Konzert in der Köpi-Arena Oberhausen im Mai 2009) - und bekam wie jedes Mal Gänsehaut, wenn ich den Titel höre. Auch Marina war ebenso ergriffen wie ich - das Einzige, was jetzt noch zu diesem tollen Song und dem strahlend schönen Wetter fehlte, waren unsere Ehemänner *schmelzdahinundmutierzurwasserpfütze*. Selbst, als wir zurück ins Getümmel der Altstadt liefen, um unsere Eisbecher zum Mitnehmen zu organisieren, waren wir zunächst noch wie paralysiert - und das, obwohl wir sonst eher Kichererbsen mit einem Hang zu schwarzem, abstrusem und bisweilen sexistischem Humor sind.
Normalerweise bekomme ich bei "Nothing Else Matters" immer Gänsehaut - insbesondere live, wenn alle wie entfesselt mitsingen. Es gibt nur eine Version von dem Titel, der bei mir absolut das Gegenteil von Gänsehaut auslöst, weil dort weniger Herzblut und Gefühl drin steckt: Ich rede im konkreten Fall von der Version der amerikanischen Rock-Sängerin Bif Naked, die mir mein früherer Kollege Christoph - nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kumpel meines Ehemanns, der auch unser früherer Kollege ist :o) - denn als er mir das mal in seinem Büro vorgespielt hat, war ich nicht besonders angetan, auch wenn der Rest der CD durchaus okay war.
Der Rhein liegt nur vier Gehminuten von unserem Büro entfernt, wenn man über ein paar Seitenstraßen dorthin geht und nicht direkt durch die Altstadt. Zunächst standen wir zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Oberkasseler Brücke, schauten den Schiffen auf dem Rhein zu, Marina machte Fotos, u. a. von den Schafen am gegenüber liegenden Ufer, und quatschten dabei über dies und das. Da wir ja auf dem Rückweg direkt durch die Altstadt gehen wollten, um für uns und unsere Verlobte Eis zu holen, liefen wir Richtung Schifffahrtsmuseum. Auf dem Vorplatz spielte ein junger Mann Klavier, aber nicht nur so ein triviales Bar-Piano-Geklimper, sondern richtig mit Herzblut und Hingabe, sodass wir stehen blieben und ihm zuhörten, zumal meine Frau ihn schon mal vor Aldi am Rande der Altstadt hatte spielen hören. Der junge Mann hat nicht nach Noten gespielt, sondern alle Titel aus dem Gedächtnis heraus, was ich eine Wahnsinns-Leistung finde.
Nach einigen Pop-Klassikern spielte er schließlich mein Lieblingslied - Nothing Else Matters von Metallica. Ich habe den Song natürlich schon unzählige Male gehört - auf CD und auch zweimal live (einmal bei Rock am Ring im Juni 2006, einmal beim Metallica-Konzert in der Köpi-Arena Oberhausen im Mai 2009) - und bekam wie jedes Mal Gänsehaut, wenn ich den Titel höre. Auch Marina war ebenso ergriffen wie ich - das Einzige, was jetzt noch zu diesem tollen Song und dem strahlend schönen Wetter fehlte, waren unsere Ehemänner *schmelzdahinundmutierzurwasserpfütze*. Selbst, als wir zurück ins Getümmel der Altstadt liefen, um unsere Eisbecher zum Mitnehmen zu organisieren, waren wir zunächst noch wie paralysiert - und das, obwohl wir sonst eher Kichererbsen mit einem Hang zu schwarzem, abstrusem und bisweilen sexistischem Humor sind.
Normalerweise bekomme ich bei "Nothing Else Matters" immer Gänsehaut - insbesondere live, wenn alle wie entfesselt mitsingen. Es gibt nur eine Version von dem Titel, der bei mir absolut das Gegenteil von Gänsehaut auslöst, weil dort weniger Herzblut und Gefühl drin steckt: Ich rede im konkreten Fall von der Version der amerikanischen Rock-Sängerin Bif Naked, die mir mein früherer Kollege Christoph - nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kumpel meines Ehemanns, der auch unser früherer Kollege ist :o) - denn als er mir das mal in seinem Büro vorgespielt hat, war ich nicht besonders angetan, auch wenn der Rest der CD durchaus okay war.
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