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Donnerstag, 4. Juni 2015

Die Knutschkugel ist fast fertig

Zum Ende des E-Books wird's noch einmal richtig gruselig - die Knutschkugel aus Essen-Borbeck hat gemeinsam mit ihrem Freund und einer Kollegin Nachtdienst im Philippusstift und in dieser gewittrigen Märznacht steigert sich der Gruselfaktor vor dem Happy End noch einmal richtig. Ein heftiges Gewitter zieht auf und auch der Sensenmann persönlich tritt währenddessen auf den Plan, um eine düstere Stimmung zu verbreiten. Keine Sorge, ein Happy End gibt's aber trotz der unheimlichen Atmosphäre.

               Borbecker Dom und ein Teil vom Philippusstift - (c) Alexandra Döll, Essen
Den Rest der Knutschkugel werde ich dann morgen und am Sonntag fertig schreiben, denn Samstagnachmittag bekomme ich Besuch von Renate und Veronika - Stichwort: Avon-Party :o). Im Ruhrgebiet soll es ja am Samstag auch heftig knallen. Wenn dem so ist, wenn Renate und Veronika von Düsseldorf nach Dellwig-Ost reisen, fahre ich beiden mit meinem Clio entgegen, denn das Auto ist bei Gewitter nun einmal der sicherste Ort - Stichwort: Faradyischer Käfig.

                                Mein gewittererprobter Clio - (c) Alexandra Döll, Essen

Sonntag, 31. Mai 2015

Showdown...

Wie gestern bereits angekündigt, habe ich soeben ein längeres Stück an meinem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" weitergeschrieben. Zunächst wird das unheimliche Ambiente erst mal von romantischen Szenen abgelöst, aber allmählich hält wieder die Düsternis an einem für Ende März ungewöhnlich schwülen Abend Einzug - im konkreten Fall ist nämlich bei den Protagonisten Nachtdienst im Philippusstift angesagt. Passend zum gruseligen Ambiente sitzt abermals der Kolkrabe auf der Friedhofsmauer und krächzt düstere Prophezeiungen in den zunehmend gewittrigen, aber gleichzeitig auch glutroten Abendhimmel....

                                                      (c) Ralph Ruthe

Der Cartoon passt so schön, weil im weiteren Verlauf der Geschichte auch noch der Tod selbst in Erscheinung treten wird, was ja gut zu einer Gruselgeschichte passt und zum Philippusstift selbst natürlich auch, muahahahaha *lachgruselig*.

Der Eingangsbereich des Krankenhauses wurde ja erst im Juni 2011 komplett modernisiert. Sobald man aber durch die moderne Eingangshalle durch ist, kommt man wieder auf den alten, unheimlichen Säulengang, der nicht nur mich jedesmal an den Tod denken lässt *Gänsehaut*.


Samstag, 9. Mai 2015

Dumm gelaufen, würde ich sagen :o))

Es gibt ja eine Reihe von Achterbahnfans, die jedes neue Fahrgeschäft auf Kirmessen oder in Freizeitparks antesten - ich fahre bisweilen auch ganz gerne Achterbahn, darf aber aufgrund meiner Blutgerinnungsstörung nicht mehr alle ohne Weiteres nutzen, aber es gibt Schlimmeres. Ich mag ohnehin eher Fahrgeschäfte, die einen gewissen Rhythmus entwickeln, wie z. B. die Krake, den Break Dancer, Happy Sailor u. v. m.

Dumm wird es natürlich, wenn man als Achterbahnfan diese Begegnung im Kurs hat:


                                              (c) Ralph Ruthe

Einen Crash auf einer Achterbahn wünscht sich ohnehin niemand, aber ich glaube, einen Crash mit dem Sensenmann persönlich noch viel weniger :o)).

Kirmessen spielen ja auch immer wieder in meinen Büchern und E-Books eine Rolle - sei es, auf der Cranger Kirmes oder auch das recht kleine Sommerfest am Schlosspark in meinem E-Book "Ein Sommerabend mit Vollmond in Borbeck". Da das Sommerfest am Schloss Borbeck jedoch eher klein ist, ist dort auch keine Achterbahn aufgebaut, aber Spaß macht der literarische Kirmesbesuch dort natürlich trotzdem, hihi.

Montag, 27. April 2015

Muaaahahahaha! :o))

Das sollte jetzt die phonetische Darstellung einer gruseligen Lache sein, hehehe!! :o)

Wie jeder weiß, der mich kennt, neige ich bisweilen zu ziemlich schwarzem Humor - und der wird auch in dem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" nicht zu kurz kommen. Die Liebe ist zwar auch ein zentrales Thema, aber wie schon von einem Verfasser in einer Rezension zu Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" geschrieben: neben der Idylle gibt es auch immer den Alptraum. Muaaaahahaha!!! :o)

Einen passenden Cartoon zu schwarzem Humor habe ich soeben gefunden:

                                             (c) DigestedGhoul, gruselfabrik.de

Der Tod geht in meinem aktuellen E-Book natürlich auch um, denn a) darf er natürlich in keiner Gruselgeschichte in irgendeiner Form fehlen und b) in Krankenhäusern geht er ja leider schon mal häufiger um.

Bei dem Wort "Horrorklinik.de" muss ich immer an das Horror-Lazarett denken, dass seit letztem Jahr auf mehreren Großkirmessen (z. B. auf der Cranger Kirmes) vertreten war. Andrea, Uli und ich waren letztes Jahr auf Crange im Horror-Lazarett - während Andrea und ich das alles eher lustig fanden und auch die Horror-Gestalten ziemlich gelassen nahmen, ist Uli nach nicht mal einer Minute wieder aus dem Horror-Lazarett geflüchtet, weil ihr das ZU unheimlich war :o)). 

Samstag, 18. April 2015

Ein nicht so angenehmes Thema...

...aber auch das gehört leider zum Leben dazu: Der Tod.

Einige Studis aus dem Fachbereich Kulturwissenschaften der Uni Dortmund hatten mich nach meiner Lesung am 1. Juni 2010 gefragt, warum viele meiner Geschichten etwas mit dem Tod zu tun haben - beispielsweise meine Novelle "Liebe, Tod und Teufel" aus dem Jahr 2008, in der die Protagonisten in einem Bestattungshaus arbeiten, oder auch meine Gruselgeschichtensammlung "Düstere Schauergeschichten" aus dem Jahr 2010, weil beide Geschichten auf Essener Friedhöfen spielen, namentlich auf dem Südwestfriedhof in Fulerum/Margarethenhöhe und dem katholischen Friedhof St. Michael in Dellwig.

Nun, die Antwort ist ganz simpel: Der Tod wird zwar gerne verdrängt, aber wie bereits geschrieben, gehört auch er zum Leben dazu. Da ich dem Tod bereits mehrfach von der Schippe gesprungen bin, wenn meine Krankheit mal wieder Zicken gemacht hat, teilweise auch lebensbedrohlich, habe ich bis zu einem gewissen Grad gelernt, ihn zu akzeptieren und ihn nicht weit weg zu schieben, so als wenn es ihn nicht gäbe. Im Juli 2013 war es wirklich fünf vor zwölf, als ich aus bis heute ungeklärten Gründen ziemlich blutarm durch die Gegend wankte, und danach habe ich erst recht gelernt, mich über jeden neuen Tag zu freuen anstatt nur über das zu nasen, was ich nicht habe, wie z. B. derzeit einen Arbeitsplatz. Das ist zwar nicht schön, keine Arbeit zu haben, aber trotzdem lehrt einen die Nähe zum Tod, immer noch die schönen Seiten des Lebens und seine positiven Aspekte zu sehen.

Am schlimmsten ist der Tod vielfach für diejenigen, die der Verstorbene zurücklässt - für manche schwerstkranke Menschen ist der Tod eine Erlösung. Verständlich ist allerdings, dass sich die Hinterbliebenen nach dem Warum fragen, wie z. B. die Angehörigen der 150 Menschen, die beim Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März ums Leben gekommen sind. Ich glaube, bis auf den mutmaßlichen Täter wollte niemand der Flugzeuginsassen sterben, deshalb ist die Frage nach dem Warum umso schlimmer für die Hinterbliebenen der Absturzopfer.

Losgelöst von diesem tragischen Ereignis Ende März ist der Tod ein Mysterium, das niemand von den Lebenden ergründen kann - das vermag weder das Internet noch ein belesener Mensch. Viele Menschen, die bereits tot waren, aber wieder ins Leben zurückgeholt wurden, können von ihren Nahtoderfahrungen berichten und empfinden den Tod nach einem solchen Ereignis ebenfalls als weniger bedrohlich, aber der Tod ist und bleibt ein Mysterium für die Lebenden.

Gerade weil der Tod solch ein Mysterium ist, wirkt er auf seine Art unheimlich inspirierend, sei es, bei Kurzgeschichten oder auch bei ziemlich makaberen Cartoons :o). Gerade auf den Seiten nichtlustig.de, totaberlustig.de oder ruthe.de spielt der Sensenmann in vielen Comics immer wieder eine zentrale Rolle.

                        Der Tod an Ostern - (c) Michael Holtschulte, totaberlustig.de

Im Online-Shop von nichtlustig.de kann man den Tod ja sogar zum Kuscheln, d. h. als Plüsch-Figur, bestellen. An meinem Schlüsselanhänger baumelt ein kleiner Sensenmann aus Plüsch und ich habe den Tod auch zum Kuscheln :o) - was aber nicht heißt, dass ich sterben möchte. Ich freue mich, wenn ich doppelt so alt werde wie ich jetzt bin oder gerne noch ein bisschen älter. Gerade die Menschen, die sich in irgendeiner Form mit dem Tod auseinandersetzen - sei es, eher makaber und spielerisch in Geschichten oder Comics oder auch spirituell - haben oft mehr Lebensfreude als diejenigen, die den Tod gerne aus ihrem Leben verbannen möchten, so als wenn es ihn nicht gäbe.





                                                 (c) Ralph Ruthe


Auch wenn sich einige meiner Geschichten mit dem Tod und dem Sensenmann als dessen Symbol beschäftigen, so haben meine Geschichten immer etwas mit den Dingen zu tun, die das Leben lebenswert machen, wie z. B. die Liebe.

Manche verwechseln auch das Wort "Leben" mit dem Begriff "Funktionieren" - manche stellen am Ende ihres Lebens fest, dass sie zwar funktioniert haben, indem sie seelenlos gearbeitet und allen Erwartungshaltungen Dritter entsprochen haben, aber dass sie letzten Endes doch nie gelebt haben, weil sie ihr eigenes Seelenheil und ihr eigenes Glück immer äußeren Konventionen und Erwartungshaltungen unterworfen haben. Wie mein Ex-Chef Oscar so schön in seinem Buch "Date mit meinen Ichs" schrieb, geht er davon aus, dass sich kaum jemand am Ende seines Lebens wünschen würde, noch mehr Überstunden geleistet zu haben als die, die er ohnehin gemacht hat - die meisten bereuen auf ihrem Sterbebett die Dinge, die sie nicht getan haben, weil sie sich selbst immer hinten angestellt haben, um irgendwelchen Konventionen zu entsprechen. 

Sonntag, 5. April 2015

Das Kreuz...

Das Kreuz ist ja bekanntermaßen ein christliches Symbol - und trotzdem fühlen sich gerade Kinder von diesem Symbol des Leiden und Auferstehen Christi ziemlich geängstigt, egal, ob eine Jesus-Figur dran hängt oder nicht. Meine Oma hatte in ihrem Schlafzimmer in ihrem Haus im Herskamp ein großes Kreuz mit Jesus-Figur über dem Bett hängen, denn dieses Kreuz hatte mein Opa Anfang der 60er Jahre von der KAB geschenkt bekommen, deren Vorsitzender er lange Jahre war. Auch für mich war es gerade mit drei Jahren nicht angenehm, unter dem Kreuz mit dem sichtlich leidenden Jesus zu schlafen - erst, als meine Eltern mir erklärt hatten, wer der Mann am Kreuz ist und warum er gekreuzigt wurde, hat sich diese Angst gebessert.

Soweit ich weiß, hängt das Kreuz bis heute an gleicher Stelle - mein Onkel und meine Tante, die jetzt in dem Haus wohnen, haben dort zwar nicht ihr Schlafzimmer, aber mein Onkel hat darauf bestanden, dass es hängen bleibt, weil es einfach zu diesem Haus gehört, denn meine Tante wollte es wohl mal vor Jahren abnehmen.

Gerade im Dekanat Borbeck findet man sehr viele Wegekreuze und das nicht nur auf Friedhöfen - eins steht auf der Ecke Reuenberg/Kraienbruch in Gerschede/Dellwig, ein weiteres am Weidkamp, und zwar an der Stelle, an der die Straße Am Ellenbogen abzweigt, eins in Dellwig am Eingang zur Grünfläche neben dem Friedhof, ein weiteres auf der Gabelung Germaniastraße/Gerichtsstraße in Borbeck-Mitte und noch eins auf der Ecke Möllhoven/Flurstraße in Borbeck.

                       Kreuz auf der Ecke Möllhoven/Flurstraße - (c) unitas-ruhrania.org

Ich bin zwar katholisch und habe auch mein Abi an einer katholischen Mädchenschule abgelegt, aber manches wirkt leider, obwohl Religion ja Trost, Halt und Hoffnung spenden soll, wirklich ziemlich unheimlich. Selbst manche katholische Kirche wirkt bisweilen von innen unheimlich - und das, obwohl es ja ein Gotteshaus ist, in dem die Menschen sich wohlfühlen sollen anstatt sich von der bedrückenden Atmosphäre erschlagen zu fühlen.

Auch an St. Michael im Kraienbruch/Langhölterweg steht ein Kreuz, um an die Opfer beider Weltkriege im 20. Jahrhundert zu erinnern und auch, um die Menschen zu mahnen, dass es nie wieder soweit kommen darf.

                                   Kreuz vor St. Michael - (c) Alexandra Döll, Essen

Direkt an das Philippusstift in Essen-Borbeck, bei dem es sich ja um ein katholisches Krankenhaus handelt, grenzt der katholische Friedhof St. Dionysius an, denn der Borbecker Dom liegt ja sozusagen direkt hinterm Krankenhausgelände, wenn man die Hülsmannstraße in Richtung Germaniaplatz befährt. Es hat schon fast etwas Makaberes, dass der Friedhof direkt neben dem Krankenhaus liegt, wobei dies sicherlich auch der Nähe zum Borbecker Dom geschuldet ist. Auch auf dem Friedhof selbst steht ein Kreuz mitten zwischen den Gräbern - auf Friedhöfen ist das allerdings häufiger üblich (Terrassenfriedhof und katholischer Friedhof in Schönebeck, katholischer Friedhof an der Dachstraße in Borbeck, Friedhof St. Michael in Dellwig).

                                                        (c) Alexandra Döll, Essen

Auch das Philippusstift selbst hat eine bisweilen unheimliche Atmosphäre. Zuerst dachte ich, nur ich würde das so empfinden, weil mein Opa 1975 in diesem Krankenhaus an Krebs gestorben ist und weil es sich um ein altes Krankenhaus handelt, aber auch Renate, die aus Düsseldorf stammt, und bei der kein Angehöriger im Philipp verstorben ist, findet die Atmosphäre dort ziemlich bedrückend, wenn sie mich mal dort besucht hat, wenn mein Rheuma in irgendeiner Form einen stationären Aufenthalt dort notwendig machte. Die Eingangshalle ist ja modern und freundlich und auch die medizinischen Geräte sind auf dem neuesten Stand, aber sobald man mit seinem Bett in einen der Seitengänge im Erdgeschoss geschoben wird, um dort auf eine Untersuchung zu warten, fühlt man sich wieder wie in einer überdimensionierten Totenhalle. 





                            Altbau Philippusstift - (c) Alexandra Döll, Essen


Als ich im Juni 2011 nach einer TIA für eine Woche im Philipp lag und, nachdem ich von der Stroke Unit auf ein normales Zimmer der Station B2 verlegt worden war, öfter eine rauchen ging, lernte ich gerade beim Rauchen natürlich viele Mitpatienten kennen, auch von anderen Stationen. Eine davon war eine reizende ältere Dame, die an Schizophrenie litt, aber in dem Fall wegen Magenproblemen im Krankenhaus lag. Ihre Krankheit war medikamentös gut eingestellt, aber trotzdem ging eine Angst nicht weg: Die Angst vor dem Sensenmann, den sie in diesem Krankenhaus an jeder Ecke vermutete - ich konnte es ihr nicht einmal verdenken angesichts der bedrückenden Atmosphäre im Philipp.

Da sie halt Angst vor dem Sensenmann hatte, obwohl sie nicht lebensbedrohlich erkrankt war, hat sie immer jemanden gebeten, sie hinauf in ihr Zimmer auf der Station B3 zu begleiten. An einem Samstagabend habe ich diese Aufgabe auf ihre Bitte hin übernommen. Schon als wir um die zweite Kurve bogen und auf den langen, unheimlichen Säulengang im Erdgeschoss kamen, merkte ich, dass sie erstarrte - offenbar hatte sie den Tod wieder irgendwo gesehen. Das sagte sie mir auch, denn sie deutete in eine Ecke und stammelte: "Da ist er!" - Natürlich war da niemand, aber bei jemandem, der an Wahnvorstellungen leidet, hat es wenig Zweck, ihn vom Gegenteil überzeugen zu wollen, denn ein Kennzeichen des Wahns und der Halluzinationen ist, dass jemand unkorrigierbar von seiner Wahrnehmung überzeugt ist  - da habe ich einfach "mitgespielt" und sie beruhigt, indem ich zu ihr gesagt habe: "Der tut uns nichts! Sehen Sie, ich habe dem Tod jetzt mal ne Pause verordnet, er isst gerade ein Butterbrot!" Das hat genügt, denn sie lächelte, weil ich sie offenbar davon überzeugen konnte, dass der Tod es nicht auf sie bzw. uns abgesehen hatte, und ich konnte sie problemlos hinauf auf ihre Station in ihr Zimmer bringen, bevor ich selbst runter auf die B2 in mein Zimmer gegangen bin. 

                                     Philippusstift an der Hülsmannstraße - (c) bbw.de


Außenstehenden mag das jetzt etwas komisch vorkommen, aber wie gesagt: Es hat keinen Zweck, mit einem Schizophrenie-Patienten über seine Wahnvorstellungen oder Halluzinationen zu diskutieren ("Da ist keiner!", "Das bilden Sie sich nur ein!"), weil er unkorrigierbar davon überzeugt ist. Besser ist es in solchen Fällen, angemessen darauf einzugehen anstatt dem Betroffenen das Gefühl zu geben, man nehme ihn nicht für voll.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Wenn Kapuzi mal einen Tag frei hat...

...ist er natürlich nicht untätig, sondern macht auch schon mal ganz gerne Werbung für seine Mama und ihre Bücher :o). Da er ja ein Vertreter der Sensenmann-Zunft ist, hat er sich heute Vormittag mit meiner Novelle "Liebe, Tod und Teufel" auf meinem Bett ablichten lassen.


Kapuzi mit Liebe, Tod und Teufel - (c) Alexandra Döll, Essen

Die bunte Keith Haring-Bettwäsche passt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber in dem Buch geht es ja nicht nur um den Tod, sondern auch um die Liebe und etwaiges Gefühlschaos. Da in der Novelle aus dem Jahr 2008 einige erotische Szenen enthalten sind, würde ich die Lektüre in dem Fall erst ab 14 empfehlen. Der Vollmond spielt ebenso eine Rolle wie brütende Hitze, Schwüle (passt ja zur Erotik) und Gewitter.

Vor zwei Tagen hatte ich ja per Mail meine Lesungsanfrage rund um das Schloss Borbeck inklusive einer Vorstellung meines literarischen Schaffens verschickt. Am gleichen Tag folgte noch eine sehr nette Antwort von dem zuständigen Ansprechpartner, der mir empfahl, mich gegen Ende des Jahres noch mal charmant ans Kulturzentrum Schloss Borbeck und die Alte Custerey wenden. Auf jeden Fall hielt er es für eine gute Idee, eine gemeinsame Lesung von mehreren Borbecker Autoren zu veranstalten, denn manchmal kippen die leider in den Medien so ein bisschen hintenüber, so als wenn sie nicht existent wären - das gilt zwar nicht für alle und es kommt auch immer noch auf das Medium an, aber viele Autoren aus Essen werden leider totgeschwiegen, so als wenn es verwerflich wäre, dass Essener/-innen Bücher unterschiedlicher Genres schreiben. Auch ich selbst werde, vom Borbeck Kurier bzw. den Essener Stadtanzeigern einmal abgesehen, eher in Zeitungen der Nachbarstädte erwähnt als in denen meiner Heimatstadt. Interessanterweise haben ja einige meiner Bücher schon weite Reisen über den Globus angetreten - sei es, in die USA, nach Kanada, in eine Unibibliothek in Italien etc., aber für die Medien der Stadt Essen bin ich so gut wie nicht existent. Da bilden die Essener Stadtanzeiger wirklich eine absolute Ausnahme - und der letzte Artikel über mein Buch "Mein Leben mit Sammy" war ja sehr positiv und gut geschrieben, genau wie die damalige Homestory im März 2007 über mein Debüt "Mitten aus'm Pott", damals aber noch unter Federführung des Südanzeigers.

Allgemein gilt natürlich für jeden Autoren, der nicht gerade bei einem großen Publikums-Verlag mit entsprechend großem Werbeetat veröffentlicht: Wer wirbt, braucht einen langen Atem. Ein Autor hatte mal geschrieben, dass er sich über BoD 100 Visitenkarten mit dem Cover seines Buches hatte drucken lassen und er die an Buchhändler, potentielle Leser und Zeitungen verteilt hat - bis es jedoch zu nennenswerten Erfolgen kam, hat das wohl auch eine Weile gedauert. Gleichzeitig kommt es ja immer noch auf das Thema an. Ich sehe z. B., dass "Liebe, Tod und Teufel" als meine bisher einzige Novelle - die zweite folgt ja in Kürze :o) - sich wesentlich länger verkauft als einige meiner Kurzgeschichtensammlungen, denn Kurzgeschichten und Anthologien sind wohl momentan nicht so gefragt wie Romane und Erzählungen.

Ansonsten gilt: Sex sells, wobei es aber bei vielen Autoren leider ein Problem ist, dass die eher in die Porno-Schiene abrutschen anstatt bei der Erotik zu bleiben. Erotische Literatur selbst verkauft sich offenbar auch sehr gut, wobei das aber auch vom Niveau abhängt, denn manche kriegen die Begriffe Erotik und Pornographie einfach nicht differenziert - sei es, beim Schreiben oder auch beim Lesen von Büchern mit erotischem Inhalt. Bei mir gilt eher: Sex und Erotik in meinen Büchern - ja, gerne! Pornographie: Nein!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mein aktueller Lieblingscartoon :o)

Diesen Cartoon habe ich heute unter ruthe.de gefunden - mir gefällt er einfach, weil er so schön zeigt, wie arrogant und selbstverliebt manche Anzugträger sind, ohne noch was wirklich Wichtiges mitzubekommen :o).



(c) Ralph Ruthe

Ich glaube, viel muss man/frau dazu nicht mehr sagen, oder? :o)

Donnerstag, 25. September 2014

Kapuzi ist echt Hardcore :o)

Heute Morgen habe ich, nachdem meine Periode endlich nach einer Woche vorbei ist - unter Marcumar ist das ja immer eine besonders blutrünstige Angelegenheit *seufz* - mein Bett frisch bezogen bzw. die Bettwäsche des Todes, mit der mein Bett bis dato bezogen war, in die Waschmaschine gesteckt und bei 60°C gewaschen. Damit ich mein Bett frisch beziehen konnte, habe ich die Stoffies, die noch im Bett lagen, weil sie nicht arbeiten oder in die Schule mussten, vorübergehend auf die Couch umquartiert.

Als ich meine restlichen Stoffies nach dem Beziehen des Bettes wieder dorthin gepackt habe, wunderte ich mich, wo denn Kapuzi ist und dachte zunächst, er wäre wieder unterwegs, um seine Liste des Todes abzuarbeiten, indem er Menschen und Tiere ins Jenseits begleitet, doch weit gefehlt: Als ich nach über zwei Stunden, nachdem die Maschine fertig war, das frisch gewaschene Bettzeug zwecks Trocknung auf den Wäscheständer gehängt habe, kam mir aus der Trommel der Waschmaschine Kapuzi entgegen. Obwohl ich ihn bei 60°C gewaschen hatte und er eigentlich laut Etikett nur bis 30°C waschbar ist, ging es ihm gut - er ist nicht eingelaufen oder hat sonst einen Schaden genommen *freu*. Nass war er übrigens auch nicht, vermutlich ist er beim Waschen in eins der Wäschestücke gerutscht.

Ich habe Kapuzi freundlich mit auf den Balkon genommen und ihn gefragt, wie er denn bitte in die Waschmaschine gekommen sei. Er grinste mich an und antwortete, dass es sogar sein Wunsch war, mitgewaschen zu werden - nicht, weil er sich so dreckig fühlte, sondern weil er beim Schleudergang der Maschine Karussell fahren wollte :o). Na, das nenne ich doch echt mal Hardcore. Okay, ich weiß gerade von keiner Kirmes in unserer Nähe, wo er hätte Karussell fahren können, aber notfalls hätte er ja auch in den Movie Park Germany nach Bottrop-Kirchhellen fahren und sich dort ordentlich auf Fahrgeschäften durchschütteln lassen können, hihi.


Kapuzi auf dem Balkon meiner Eltern - (c) Alexandra Döll, Essen

Mittwoch, 24. September 2014

Das Leben von Kapuzi :o)

Neben Monchhichis, Miniberggorillas, Bären, Mäusen u. v. m. lebt ja auch Kapuzi, der Plüsch-Sensenmann von nichtlustig.de, in meinem Haushalt. Natürlich ist Kapuzi nicht alleine tätig, wenn Menschen ins Jenseits gebracht werden müssen, er hat noch viele, viele Artgenossen auf der ganzen Welt. Im vorliegenden Fall geht es jedoch um meinen Kapuzi :o).

Er mag die Horror-Film-Reihe "Final Destination" beispielsweise überhaupt nicht, weil er sich dort nicht angemessen dargestellt fühlt, denn bei "Final Destination" fühlt sich der Tod ja jedes Mal um seine Beute geprellt und lässt nicht locker, bis endlich alle im Jenseits sind - und so sind weder Kapuzi noch seine Artgenossen drauf. Sie bekommen jeden Tag um Mitternacht eine neue Liste mit Menschen und Tieren, deren Zeit auf Erden leider abgelaufen ist und wenn jemand nicht auf der Liste des Todes steht, lässt Kapuzi den auch unbehelligt anstatt alles Mögliche zu versuchen, denjenigen doch noch ins Jenseits zu bringen. Außerdem ist Kapuzi meiner Meinung und findet die Todesarten bei "Final Destination" vielfach doch arg überkonstruiert.

Bevor die kleinen Sensenmänner jedoch an die Arbeit gehen dürfen, bekommen sie vom großen Tod erst mal einen Benimmkurs, denn es geht gar nicht, dass der Sensenmann einfach einen Sterbenden am Arm packt und rumkrakeelt: "Mitkommen, sofort!" Der Tod spricht denjenigen auf seiner Liste höflich an, indem er sagt: "Würden Sie bitte mitkommen?", und dann erklärt er demjenigen auch noch, warum er jetzt vom Diesseits ins Jenseits überwechselt - es wird also niemand über seine Todesursache im Unklaren gelassen :o). Natürlich sind die Sensenmänner alle sprachbegabt, denn neben Deutsch und über andere Sensenmänner sprechen sie noch viele andere Sprachen - Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch, Polnisch, Russisch, Koreanisch, Arabisch...

Wenn Kapuzi jemanden ins Totenreich bringt, überquert er den Styx (Fluss im Totenreich) entweder mit einem freundlichen Boot oder er nimmt denjenigen an der Hand und führt ihn über die Regenbogenbrücke ins Jenseits. Tabletten gegen Höhenangst oder Seekrankheit erübrigen sich aber für die Menschen, die ins Jenseits kommen, denn dort haben bekannte weltliche Wehwehchen keine Gültigkeit mehr.

Heute hat Kapuzi einen Tag Urlaub, um Sammys Geburtstag angemessen mitfeiern zu können. Die nächste Liste mit Menschen oder Tieren, die morgen ins Jenseits wechseln, bekommt er um Mitternacht per Todesfax übermittelt. Sein Wirkungskreis beschränkt sich allerdings auf das Ruhrgebiet - für andere Regionen in der Welt sind auch andere Sensenmänner zuständig.



Kapuzi auf dem Balkon meiner Eltern - (c) Alexandra Döll, Essen

Sowohl Kapuzi als auch ich bedauern es übrigens sehr, dass es den Pudel des Todes noch nicht als Plüschtier bei nichtlustig.de gibt. Wer weiß, vielleicht bzw. hoffentlich kommt das ja noch.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Kapuzi im Philipp und bei Hesse :o)

Kapuzi, also der Sensenmann von nichtlustig.de, war heute Morgen auch bei Hesse, denn er hatte seine "Arbeitskutte" gegen eine "Schwimmkutte" eingetauscht. Schräge Blicke der Menschen ist er ja gewöhnt, denn einige Badegäste beäugten den kleinen Sensenmann skeptisch, wenn er ein Eis auf der Liegewiese futterte oder im Nichtschwimmer plantschte, natürlich immer seine kleine Sense im Gepäck. Kapuzi war ja nicht zum arbeiten gekommen, sondern um sich im Freibad Dellwig zu erholen :o). Trotzdem waren einige Leute entsetzt, wenn er sich ein Ed von Schleck ins Leere unter seine Kapuze schob, hihi.

Da mein Sensenmann ja auch durch Wände und geschlossene Türen gehen kann, war er der Einzige meiner Stoffies, der mich Anfang Juli im Philipp besuchen konnte - natürlich hatte er nicht vor, mich mitzunehmen, aber ein Besuch bei der eigenen Mama wird ja wohl noch erlaubt sein :o). Obwohl er nicht vorhatte, mich vom Diesseits ins Jenseits mitzunehmen, wurde er schließlich von Pfleger Stefan des Krankenzimmers verwiesen. Kapuzi ist dann einfach durch das Fenster hinaus gesegelt, hihi, und hat in der Kapelle des Philipp sogar eine Kerze angezündet, dabei aber den Pfarrer erschreckt, der gerade den Gottesdienst am nächsten Tag vorbereiten wollte, hihi. Dabei wollte der kleine Sensenmann den Pfarrer doch auch nicht mitnehmen...:o)).




Kapuzi auf dem Balkon meiner Eltern in Bedingrade - (c) Alexandra Döll, Essen