Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
Freitag, 31. Dezember 2010
Das Wetter und ein Jahresrückblick
Es folgt der Jahresrückblick 2010!
Januar:
Kurzzeitig arbeitslos, dementsprechend wenig Kohle. Schnee bis zum Abwinken inklusive morgendlicher Räumaktionen vor dem Haus. Ich verfasse schräge Gedichte und Geschichten zum Thema "Winter".
Februar:
Zwar immer noch arbeitslos, aber am 18. stellt sich heraus, dass ich an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren kann. Juhu! Immer noch Schnee bis zum Abwinken. Ich verfasse immer noch schräge Gedichte und Geschichten zum Winterwetter.
März:
Ich gehe wieder arbeiten und verfasse mal eher nebenbei und unerwartet am 13. des Monats den äußerst erfolgreichen Suite101-Artikel "Wie wird der Sommer 2010?", der auch einige meiner Mitautorinnen und -autoren im Laufe des Jahres zu Wetterprognosen inspirierte.
April:
Thorsten wird 40, die alte Socke! :o) Ich besuche die Rheumatologie in Werden, wobei mein Antiphospholipidsyndrom zu dem Zeitpunkt noch schweigt. Allerdings habe ich einen Fersensporn rechts, den ich jedoch erfolgreich mit Hekla-Lava-Tropfen aus der Markt-Apotheke in Frohnhausen behandeln kann. Marina findet kultige Clips unter youtube, u. a. den perversen Puschel und die Metallica-Version von "Deine Spuren im Sand". Mein Buch "Düstere Schauergeschichten" erscheint. Mein Hamster Slayer feiert seinen ersten Geburtstag.
Mai:
Ich werde 36 und feiere dies gemeinsam mit Marina, Steffi, Uli, Renate und Herkules zunächst bei mir zuhause, später dann im nahe gelegenen Restaurant Haferkamp an der Wickenburgstraße. Thomas schickt mir lustige Mails, die die Entstehung der Wirtschaftskrise auf satirische Art beleuchten. Ich bereite mich auf meine Lesung an der Uni Dortmund vor und schreibe erste gute Geschichten für das Portal goodnewstoday.de.
Juni:
Die Lesung an der Uni Dortmund zieht unerwartet viele Besucher an, nämlich knapp 100. Anschließend gibt es eine lustige Foto-Session an der Nashorn-Skulptur auf dem Campus. Steffi, Marina und Thomas werden meine Groupies, mit denen ich nach der Lesung und der Foto-Session noch im Café Sonnendeck etwas esse und trinke. Marina fliegt Mitte des Monats nach Korea. Ende des Monats bereiten Steffi und ich das Bochumer Projekt vor. Die Hitze ist unerträglich, Thomas fragt mich, ob ich im Bikini ins Plantschbecken springe.
Juli:
Der Monat startet während des Spiels Deutschland - Argentinien mit einem Hörsturz. Danach darf ich zwei Wochen lang nicht Auto fahren. Alle machen sich Sorgen, ich fahre von Arzt zu Arzt. Am 19. Juli kann ich wieder arbeiten. Thomas wird 50.
August:
Mein Gehör beginnt, sich langsam zu erholen. Zwischenzeitlich habe ich noch Zoff mit Groupie Thomas, dem ich diesen Status vorübergehend entziehe. Meine Füße tun mir weh. Am 25. gebe ich mein erstes Radio-Interview im WDR-Mittagsmagazin zum Thema "Anonyme Bewerbungen". Timo tritt seinen Dienst als Jobsearcher bei uns an.
September:
Eher ereignislos. Meine Füße tun mir immer noch weh, selbst kurze Wegstrecken strengen mich schon an. Keiner kommt auf die Idee, dass mein Antiphospholipidsyndrom wieder ausgebrochen ist. Ich fühle mich wie Omma Plüsch.
Oktober:
Steffi hat zwei Wochen Urlaub, sodass ich sie montags und dienstags in Bochum vertrete. Wenn ich zur S-Bahn laufe - eine Wegstrecke von weniger als 300 m - bringen mich die Schmerzen in meinen Füßen fast um. Ich fühle mich immer noch wie Omma Plüsch. Dennoch trinken wir - also Marina, Steffi, Timo und ich - im Büro unser erstes gemeinsames Reissdorfer Kölsch.
November:
Meinen Füßchen geht's und geht's nicht besser. Gegen Ende des Monats sehen der zweite und dritte Zeh meines linken Fußes nicht wirklich gut aus. Nachts werde ich wach, weil ich Schmerzen in den Füßen habe, so als wenn mir jemand ein brennendes Feuerzeug an die Zehen hält. Thomas und ich versöhnen uns wieder auf der skurrilen Firmen-Weihnachtsfeier nach dem Frühstück. Hinterher quatschen wir ne Stunde in seinem Auto und beobachten derweil eine Möwe, die auf der Kaiserswerther Straße landet.
Dezember:
Nach einigen Fehldiagnosen wie u. a. Arthritis und undefinierbaren entzündlichen Prozessen findet endlich ein niedergelassener Chirurg raus, was mir fehlt und schickt mich deshalb ins Elisabeth-Krankenhaus, wo ich auch 1,5 Tage stationär bleibe. Anfang 2011 blüht mir wahrscheinlich eine Bypass-OP. Mein Buch "Vier Jahreszeiten" mit vier Liebesgeschichten erscheint. Der Schnee nervt, genauso wie die diesbezügliche Untätigkeit der Stadt Essen.
Silvester 2010 - Willkommen 2011
Hier hat mittlerweile Tauwetter eingesetzt, aber natürlich liegen hier immer noch jede Menge Schneehäufchen rum, da die EBE ja nicht vernünftig räumt. Komisch, in Berlin sind Schaufellader unterwegs, die die Schneehaufen von den Fahrbahnrändern zu Höfen abtransportieren, die eigens dafür vorgesehen sind. Ich frage mich echt, warum in anderen Städten und in den alpinen Skigebieten Dinge möglich sind, die die Stadt Essen nicht auf die Kette bekommt...bei mir durch die Straße ist in den letzten drei Tagen sogar häufiger ein Schneeräumfahrzeug gefahren, doch gebracht hat das nicht allzu viel. Es sah irgendwie mehr nach Alibi-Funktion aus.
Pünktlich um Mitternacht werde ich das Neue Jahr mit einigen freundlichen Raketen begrüßen. Meine Stofftiere haben sich auch schon mit Feuerwerk eingedeckt - die Hamsterdame Steffi hat in ihrem Umhängetäschchen Knallerbsen gebunkert. Die habe ich als Kind auch mit wahrer Begeisterung geworfen. Sammy habe ich vor Erwerb des Feuerwerks verboten, China-Böller und Knallfrösche zu kaufen. Was soll diese Knallerei auch? Raketen, Fontänen und Batterien sind doch viel schöner von den Lichteffekten her. Allerdings gebe ich für Feuerwerk nie mehr als 10 Euro aus, denn auch wenn mich diese Moralisten nerven, die ewig was von "Brot statt Böllern" faseln und anderen den Spaß am Silvester-Feuerwerk verderben möchten, muss ich meine Kohle aber auch nicht in sündteures Feuerwerk stecken, denn das Geld kann man tatsächlich sinnvoller anlegen. Natürlich darf heute Abend auch nicht Dinner for One fehlen, denn obwohl dieser Sketch ja schon uralt ist, kann ich mir einen Silvesterabend ohne ihn einfach nicht vorstellen. Skoll!
Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern, Followern, Freunden, Bekannten, Kollegen, Nachbarn etc. einen guten Rutsch ins Neue Jahr sowie ein gesundes, erfolgreiches und fröhliches Jahr 2011!
Donnerstag, 30. Dezember 2010
Ein freigeschaufelter Clio und merkwürdige Träume
Auch die Rüstige meinte neulich, als ich ihr am Telefon davon erzählte, dass man bei Leuten mit dem Kennzeichen ME höllisch aufpassen muss - selbst im Österreich-Urlaub wäre ihre Cousin fast von einem Auto mit diesem Kennzeichen überrollt worden, hihi.
In letzter Zeit träume ich häufiger, dass ich mich Thorsten bei EDEKA einkaufen gehe, so auch heute Nacht. Der Charmin Bear war der Marktleiter und testete insbesondere Obst und Gemüse auf ihre Frische, u. a. indem er herzhaft in eine Gurke biss. Thorsten und ich haben diverse Milchprodukte und Stangensellerie (!!) bei EDEKA gekauft. Leider kamen wir aber nicht vom Parkplatz weg, da der liebe Thomas - der vorher einen Aufriss in der Hygiene-Abteilung des Supermarktes gemacht hatte - uns mit seiner A-Klasse zugeparkt hatte. Hehe, da es sich bei seinem Aufenthalt bei EDEKA nur noch um Stunden handeln konnte, haben wir sein Auto abschleppen lassen. Allerdings kann ich bis jetzt nicht sagen, wo dieser EDEKA-Markt überhaupt lag, es war jedenfalls keine mir bekannte Filiale in Borbeck, Haarzopf oder Schönebeck.
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Abgedrehtes zum Winter 2010
Dienstag, 28. Dezember 2010
Leichtes Tauwetter, aber immer noch Schneemassen
Natürlich gibt es auch zahlreiche Argumente, warum die Straßenbahnen in Essen nur eingeschränkt fahren - in Bochum und Gelsenkirchen, wo der ÖPNV von der BOGESTRA bedient wird, gibt es offensichtlich viel weniger Probleme. Die Begründung: Die Gleise, auf denen die Fahrzeuge der BOGESTRA fahren, sind vielfach separiert vom übrigen Straßenverkehr. Hm, das mag ja so sein, aber dann wäre es eigentlich an der EVAG in Essen, dafür Sorge zu tragen, dass die Gleise frei bleiben. Am Ende meiner Straße liegt ein Depot der EVAG und da rücken auch ständig irgendwelche Lkw aus, aber offenbar tut sich ja im Schienennetz eher wenig lt. Zeitungsberichten. Die Firmenzentrale von ThyssenKrupp hat sich ja schon bei der Stadt Essen beschwert, aber gebracht hat das wohl auch nix. Dabei haben doch alle Mitarbeiter, sofern nicht gerade im Urlaub, Anwesenheitspflicht auch bei widrigsten Wetterverhältnissen - das gestaltet sich jedoch äußerst schwierig, wenn man den eigenen Arbeitsplatz weder mit dem Auto noch mit dem ÖPNV erreichen kann.
Montag, 27. Dezember 2010
Meine Stofftiere und der Schnee

Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Zur Begründung, warum während der Feiertage nicht gestreut und geräumt wurde, hieß es, dass die Mitarbeiter ja bei ihren Familien sein wollten. Das ist verständlich, aber normalerweise sind bei Ärzten, Krankenschwestern und Entsorgungsbetriebe auch an Feiertagen immer Notbesetzungen am Start - wenn ich solch einen Beruf habe, muss ich normalerweise damit rechnen, auch mal an WEihnachten für den Dienst eingeteilt zu werden. Die Stadt Essen hält ihre Einwohner wohl für so naiv, dass sie ihnen den Blödsinn als Wahrheit verkaufen will - die Stadt verschweigt wohl lieber, dass sie keine Lust hatte, den Mitarbeitern in ihren Räumfahrzeugen an Weihnachten Zulagen von bis zu 150 % (Feiertagszuschlag, gestern auch noch Sonntagszuschlag) zu zahlen, haha. Politiker - egal, ob auf kommunaler oder Bundesebene - scheinen wohl zu meinen, dass ihre Wähler zu doof sind, um ihre billigen Taschenspieler-Tricks zu durchschauen.
Und selbst, als keine Feiertage waren, habe ich hier in Essen kaum Räumfahrzeuge gesehen. Sämtliche Verkehrsadern wie die Altendorfer Straße/Frintroper Straße (B231), die B224, die vom Essener Norden quer durch die Stadt hinunter zur Ruhrhalbinsel im Süden führt, war auch nicht geräumt und das gilt auch für viele andere Hauptstraßen. Auch die Stadt Düsseldorf hat da wohl stark nachgelassen, wie mir meine Freundin Renate am Samstag am Telefon berichtete. Bei ihr ist keine Bahn mehr gefahren - mitgeteilt hat die Rheinbahn aber auch nicht, dass sie ihren Betrieb wegen des Winterwetters komplett eingestellt hat. Warum sollte ich auch potentielle Fahrgäste darüber informieren? Das sind ja auch nur die zahlenden Kunden, die den Laden durch den Kauf von Fahrscheinen und die Benutzung der Fahrzeuge finanzieren...
Renate hat mit einem Argument vollkommen Recht: Wenn die Gemeinden in den klassischen Skigebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz genauso versagen würden wie die Entsorgungsbetriebe in Rheinland und Ruhrgebiet, dann könnten die Leute dort vier Monate lang weder arbeiten noch zur Schule gehen. Da fahren auch die Linienbusse die heftigsten Steigungen hoch, von denen es in den Alpen sicherlich jede Menge gibt, aber hier verzweifeln die Verkehrsbetriebe ja schon am Werdener Berg und den Erhebungen in Heidhausen und Kupferdreh. Nicht, dass die Berge dort nicht steil sind, aber gegen die Alpen doch eher bescheiden.
Das Beste ist: Die Stadt Düsseldorf kriegt es nicht mal gebacken, ihre Straßen vernünftig zu räumen, schickt aber irgendwelche Schergen raus, die Hauseigentümer und/oder Mieter bei der Stadt denunzieren, wenn der Bürgersteig vor dem eigenen Haus nicht ordentlich geräumt ist. Hm, da sollten diese Würstchen, die ihre Mitmenschen in die Pfanne hauen, doch mal direkt ihre Dienstherren denunzieren, denn die kümmern sich ja nicht mal um die Straßen. Gib Doofen Macht in die Hand...irgendwie kriegt das so allmählich den Charakter einiger Auswüchse in der NS-Zeit, wo auch denunziert und bespitzelt wurde auf Teufel-komm-raus, und das ist ne Zeit, die ich mir nicht zurückwünsche, auch wenn ich sie natürlich persönlich nicht erlebt habe. In der Zeit, wo die Denunzianten da Mitbürger ausspionieren und anschwärzen, könnten schon einige Kilometer Straße geräumt sein. Armes Deutschland!
Samstag, 25. Dezember 2010
Von Schneemännern und Schneefrauen
Weiße Weihnachten sind ja schön, aber mittlerweile ist es echt zuviel Schnee. Man weiß ja kaum, wo man das Zeug lassen soll und negative Auswirkungen auf den Verkehr - nein, nicht den Geschlechtsverkehr, sondern den Straßenverkehr - hat es natürlich auch.
Eigentlich fände ich es lustig, mit meinen Spießgesellen und -gesellinnen bei dem Schnee Rodeln zu gehen und mit ihnen Schneemänner und -frauen zu bauen. Bei Steffi würde das Gemächt des Schneemanns allerdings einen Zensurbalken bekommen (haha) und Thomas würde, wenn er zusammen mit Timo eine Schneefrau baut, dezent bis hartnäckig woanders hingucken, wenn es an die Modellierung der Oberweite geht, hihi. Das hat er auch getan, als Marina bei unserer Foto-Session nach meiner Lesung so tat, als wenn sie das Horn der Nashorn-Skulptur auf dem Campus der Uni Dortmund in den Mund nehmen wollte. Das müsste sich auch noch in der Foto-Galerie auf meiner Homepage finden, die ich noch vor meinem Krankenhausaufenthalt im Januar 2011 aktualisieren werde.
Freitag, 24. Dezember 2010
Mörderische Weihnachten
Hm, heute Morgen rief dann auch meine Mama an, weil es ihr nicht gut ging - Magenschmerzen, heftiger Druck im linken Bauchraum, Schleimerbrechen, kein Durchfall...ich hab mich dann in ein Taxi gesetzt, da Autofahren bei den Schneemassen momentan schlecht möglich ist, mein Clio ohnehin total eingeschneit ist - unter anderem hat mir auch ein blöder privater Schneeräumdienst das Auto noch weiter zugeschaufelt, weil Denken ja Glückssache ist - und ich ja auch krank bin, und Kontakt zur Notfallpraxis der Borbecker Ärzte im Phillip aufgenommen. Da kommt auch nachher ein Arzt, die Frage ist nur, wann das bei dem Schneefall der Fall sein wird. Verstehe einer die Stadt Essen...hier sind ja noch nicht mal die Hauptstraßen geräumt wie Frintroper Straße/Altendorfer Straße, Hirtsieferstraße, Wickenburgstraße...merkwürdig, in Düsseldorf funktioniert das mit der Schneeräumerei irgendwie besser als in Essen, da werden meist sogar Nebenstraßen geräumt. Und die so genannte Kulturhauptstadt soll mir nicht erzählen, dass die dafür kein Geld haben - um den ja total am Hungertuch nagenden Konzern E.ON seine neue Konzernzentrale an der Gruga mitzufinanzieren, dafür hat's ja offenbar noch gereicht, genau wie für ein Stadion einer fünftklassigen Mannschaft. Tja, jeder blamiert sich so gut er halt kann. Irgendwie ist mir jedenfalls nicht nach Weihnachten zumute.
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Das Alex-Alphabet :o)
Mein Spitzname bei Familie, Freunden und Kollegen
BMW
Schicke Autos, was man von den Fahrern leider nicht immer behaupten kann :o/. Dennoch plane ich bei entsprechendem Budget, mir mal einen 3er BMW zu kaufen :o). Ansonsten steht BMW je nach Fahrertyp für Bin Maßlos Wichtig, Bring Mich Werkstatt, Bayrischer MüllWagen.
Clio
Seit 5. Dezember 2008 mein treuer, fahrbarer Untersatz - natürlich in schickem Schwarz! Er leidet an einer Identitätsstörung, denn er hält sich für einen 3er BMW :o).
Düsseldorf
Von den knapp zehn Jahren, in denen ich seit Abschluss meines Studiums Vollzeit arbeite, arbeite ich insgesamt sieben in Düsseldorf. Ist ne schicke Stadt mit sehenswerten Dingen wie Aquazoo und Nordpark, Rhein, Altstadt, aber wohnen möchte ich dort nicht unbedingt - teure Mieten, Kö-Weibchen, alles ein bisschen Schicki-Micki.
Essen
Meine Heimatstadt mitten im Pott mit derzeit etwa 580.000 Einwohnern, Tendenz weiter fallend, da Essen trotz seines Titels der Kulturhauptstadt und der großen Einwohnerzahl oft etwas provinziell und kleinbürgerlich daher kommt.
Fußschmerzen
Hatte ich in letzter Zeit genug von - deshalb konnte ich mir auch gerade beim Orthopäden in Borbeck meine Einlagen abholen, die ich zunächst mal lediglich zwei Stunden pro Tag tragen soll, damit meine Füßchen sich dran gewöhnen.
Groupies
Da habe ich drei Stück von - meine beiden Zimmerpflanzen Marina und Steffi sowie meinen Berufskollegen Thomas. Sex, Drugs and Rock n Roll, so lautet die Devise! :o)
Hamster
Eins meiner vielen Lieblingstiere - bisher habe ich in meinem Leben drei Zwerghamster und einen Goldhamster besessen. Seit Juni 2009 lebt der zur Zeit 20 Monate alte Campbell-Zwerghamster Slayer bei mir.
Ingenieure
hab ich in der Regel meist einen guten Draht zu, insbesondere zu meiner früheren Zimmerpflanze Thorsten aus CÖSFELD, denn: Für den Ingenör ist nix zu schwör! :o)
Jupp
So habe ich meinen Bernhardiner in meinem Buch "Liebe, Tod und Teufel" genannt - leider kann ich aus Zeit- und Platzgründen keinen Bernhardiner halten, denn die Rasse fand ich schon als kleines Kind toll, der Zeichentrickserie "Heidi" sei Dank!
Köln
ist ne echt coole Stadt und wäre auch die einzige Metropole, in der ich mir außer dem Pott noch vorstellen könnte zu leben. Mein Kollege Timo wohnt dort sowie mein Ex-Kollege und sein Kumpel Christoph. In Köln sind se alle jeck, aber gut drauf!
Liebe, Tod und Teufel
Mein insgesamt viertes Buch und zugleich meine erste Novelle, die im November 2008 erschienen ist und im September 2010 positiv in den Ruhr-Nachrichten, in der Münsterschen Zeitung und der Dorstener Zeitung rezensiert wurde. Gut geeignet für Freunde von Liebe, Erotik und schwarzem Humor.
Marina
Eins meiner weiblichen Groupies, mit der ich jetzt schon 26 Monate zusammen arbeite. Sie bloggt gerne, ist glücklich mit Hong verheiratet und oft genauso schräg drauf wie ich - manchmal mimt sie aber auch ne echte Blondine :o). Sie hat immer die schrägsten Videos unter youtube.de gefunden, wie etwa die Metallica-Version von "Deine Spuren im Sand" oder den Clip "Perverser Puschel".
Nordsee
Da mache ich ganz gerne Urlaub, zumal es dort auch Taschenkrebse gibt.
Oppa Ottokar
Eine meiner fiktiven (un-)toten Figuren aus der Geschichte "Halloween" aus meinem Erstlings-Werk "Mitten aus'm Pott". Er ist verheiratet und begraben mit Omma Minna auf dem Haus-Horl-Friedhof in Essen-Dellwig.
Pausmühlenbach
Gewässer in Essen-Borbeck und -Gerschede, das z. T. in eine Kloake umgewandelt wurde. Nach ihm wurde eine ganze Siedlung in Gerschede benannt - Pausmühlenstraße, Pausstraße, Pausmühlenhegge...
Querulanten
haben sowohl ihre Vor- als auch ihre Nachteile. Querdenker können sehr gut sein, weil sie auch mal an bestehenden Strukturen kratzen, aber notorische Querulanten, die nicht einfach mal die Kirche im Dorf lassen können und alles schlecht reden, gehen mir ziemlich schnell auf den Wecker.
Ruhrgebiet
Meine Heimat und Schauplatz meiner literarischen Ergüsse, insbesondere meine Heimatstadt Essen, aber auch Bottrop, Mülheim, Duisburg und Oberhausen.
Steffi
Mein zweites Groupie und seit März 2009 meine zweite Zimmerpflanze. Sie macht öfter das betretene Gesicht, wenn Marina und ich mal wieder Zoten reißen :o). Ansonsten mag sie es häufiger, ganz gerne meinem Beruf zu fröhnen, wenn sie mal wieder erzieherisch tätig werden will :o).
Thomas
Mein Groupie Nr. 3, kommt aus Gießen und ist wie ich Dipl.-Päd., ansonsten aber das krasse Gegenteil von mir :o). Manchmal fährt er wie ein typischer Mercedes-Fahrer und fragt mich gerne um Rat, wenn er etwas nicht weiß oder sein Auto nicht wiederfindet, hihi. Gelegentlich freuen wir uns gemeinsam über Möwen auf der Kaiserswerther Straße und halten Quasselstunden im Auto.
Urgroßeltern
Meine habe ich nie kennen gelernt, da sie zu dem Zeitpunkt, als ich geboren wurde, leider schon tot waren.
Velbert
Landschaftlich schön gelegene Nachbarstadt von Essen. Im Ortsteil Langenberg stehen drei Sendemasten des WDR auf einem großen Hügel und wenn's Gewitter gibt, kann man sehen, wie die Blitze die Stahlseile herunter laufen, mit denen die Sendemasten im Boden verankert sind.
Wurst
Manche Sorten esse ich ganz gerne, wie etwa Fleischwurst mit Knofi oder gegrillte Bratwurst.
Xanten
Etwa 50 km von Essen entfernt liegende Römerstadt am Niederrhein mit einem schönen Dom sowie der coolen Xantener Nord- und Südsee, deren Besuch sich insbesondere an warmen Sommertagen lohnt.
Yvonne
Ich kenne nur wenige Damen, die diesen Vornamen tragen, und die wenigen, die ich kenne, hätte ich auch nicht unbedingt kennen lernen wollen :o). Die eine konnte vor Arroganz kaum noch laufen, die andere mimte immer den Douglas-Täschchen-Fisch...
Zeppelin
Den mag ich - seit 1982 kreisen regelmäßig Luftschiffe über dem Ruhrgebiet! Derzeit ist es der WAZ-/NRZ-Zeppelin, der am Flughafen Essen-Mülheim stationiert ist und der sogar manchmal nachts unterwegs ist.
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Mein neues Buch ist nun erhältlich

Dienstag, 7. Dezember 2010
Skurrile Weihnachtsfeiern und Rheuma
http://goodnewstoday.de/gute_nachrichten/2010/12/04/eine-skurrile-weihnachtsfeier-in-dusseldorf/
Mein linkes Füßchen hat mich nun endgültig aus dem Verkehr gezogen, zumindest bis Ende der Woche. Ich hoffe, es wird bald mal wieder besser, aber bei so ner Entzündung hilft wohl nur eins: Warten, bis sie von selbst abmarschiert und Schonung. Wenigstens kann ich nachts wieder ordentlich durchschlafen anstatt nachts vor Schmerzen dauernd senkrecht im Bett zu stehen. Das nasskalte Wetter da draußen macht's allerdings nicht besser. Morgen muss ich noch mal zur Blutabnahme, um diverse Entzündungsparameter prüfen zu lassen.
Samstag, 4. Dezember 2010
Langsame Erholung

Donnerstag, 18. November 2010
Heute geht's irgendwie immer ums Rubbeln :o)
Ansonsten ging es bei Marina und mir gerade noch um Rubbelbilder und um ein entsprechendes Forum hierzu. Okay, ich hatte als Kind auch Kalkitos Rubbelbilder, aber: ein Schelm, wer Böses dabei denkt...! :o) Man kann diese Begrifflichkeiten ja auch etwas anders deuten, hihi.
Montag, 15. November 2010
Merkwürdige Vorgänge...

- Pöbel-Piet und Steffi - die große Karton-Romanze
- Nirgendwo in Düsseldorf
- Liebe und Wäsche - wasch Du mir meinen Schal, dann wasch ich Dir Deinen
- Liebe unterm Busch
- Karneval in Köln - reiß mir die Maske runter, Liebster!
- Stürmische Nächte - Bettdecken vom Winde verweht
- Liebe im Schatten des Frintroper Wasserturms
- Wilder Regen auf der Ruhrtalbrücke
- Wilde Spiele auf den Liegesitzen im 3er BMW
- Stangenfieber - heiße Abgänge in der Turnhalle.
Freitag, 12. November 2010
Eine stürmische Nacht
Dafür hatte Steffi offenbar eine stürmische Nacht mit Pöbel-Piet in dem Hauseingang der leerstehenden Galerie nebenan, denn dort liegen ein Handschuh und ein Paar Nylon-Strümpfe. Vermutlich haben Steffi und Pöbel-Piet sich vor lauter Leidenschaft Schal, Strümpfe und Handschuhe runter gerissen, als Steffi analog zu Marinas Vorschlag Pöbel-Piet Tiernamen gegeben hat, hihihi. Steffi hat auch schon angekündigt, dass sie heute später kommt - okay, aus nem engen Karton kommt frau ja auch nicht so ohne Weiteres raus :o)). Zwischenzeitlich scheinen die beiden aber die Location gewechselt zu haben - wer weiß, wie es hier auf der Hohen Straße geweht hat. Es gab sicherlich noch andere lauschige Orte, wo sie ihren gemeinsamen Pappkarton aufbauen konnten *kicher*. Neben dem Sturm da draußen gab's dann wohl auch noch nen Sturm im Pappkarton :o). Ob Steffi auch Pöbel-Piets Schal gewaschen hat? *grübel* Vermutlich lief zu ihrer leidenschaftlichen Session Lady Gagas Hit "Bad Romance", haha.
Donnerstag, 11. November 2010
Blöder Fuß und Steffis Liebeleien
Steffi hat da was mit Pöbel-Piet am Laufen - gestern hat sie sogar schon angeboten, ihm den Schal zu waschen und er lässt ihr immer ominöse Liebesbotschaften zukommen. Steffi & Pöbel-Piet - DIE Romanze unterm Pappkarton :o). (Nein, war natürlich nur ein Scherz!) Das ist aber der Stoff, aus dem RTL seine Soap-Operas dreht. Hm, Steffi, wie wär's mit einer Hauptrolle in einer Soap? "Verbotene Liebe" gibt es ja schon - dann kämen Titel wie "Steffi & Pöbel-Piet gegen den Rest der Welt" oder "Stürmische Liebe - heißer Herbst in Düsseldorf" u. ä. in Frage :o). Ach ja, und nebenbei haben Steffi und ich ja auch noch unseren Callboyring in Altenessen, hihi.
Mein Nichtlustig-Buch ist zwar letzten Haitag versandt worden, aber immer noch nicht angekommen :o(. Ich hoffe, das gibt noch mal was in dieser Woche, denn ich möchte doch endlich wissen, warum Herr Riebmann in der Wand wohnt und was für nen Stress die Lemminge mit dem Meteor haben. Thorsten, mein Lemming im Auto, ist neulich einfach abgefallen, aber ich habe ihm schon einen neuen Strick verpasst und ihn wieder in meinen Clio - der sich aufgrund einer Identitätsstörung für einen 3er BMW hält - gehängt. Irgendwie hatte der Kleine am Wochenende ein Hängerchen - na, solange das nicht für sein menschliches Pendant gilt, mit dem ich am Dienstagmorgen noch telefoniert habe, ist das ja okay :o).
Hoffentlich stürmt und regnet es nicht ab heute Nachmittag so, wie in der UWZ und diversen anderen Wetterberichten angekündigt. Ich habe keine Lust, nach Hause zu schwimmen und das Gefühl zu haben, mich mitten im Ozean zu befinden. Es reicht allmählich mit dem Regen! Bis jetzt ist es noch trocken, aber seit zwei Stunden trübt es sich hier kategorisch über Düsseldorf ein :o((.
Mittwoch, 10. November 2010
Skurriles aus dem Alltag
Sie hat mich gestern nach der Überarbeitung dreier Anschreiben für eben jenen Kunden, der einfach nicht kam :o), als "Kirschchen auf dem Marzipanhäubchen" bezeichnet. Wie niedlich! :o)) Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Die Stelle des zweiten Barkeepers ist mittlerweile mit Marina besetzt, Uli - die zuhause selbst ein Aquarium mit kleinen Welsen, Garnelen und anderen hübschen Zierfischen hat - verdingt sich bei uns als Fischpflegerin, denn natürlich möchte ich ein Piranha-Aquarium in unserem Etablissement! Gestern habe ich ja eine lustige Stellenanzeige verfasst, in der Callboys aller Altersklassen (18 bis 80), zwei Türsteher, ein zweiter Barkeeper, ein Aquaristik-Experte sowie mehrere Techniker gesucht wurden, die sich um die Wartung und Instandhaltung von Heizungen, Whirlpools, Wasserbetten, beheizbaren Straßenlaternen, SM-Kammern usw. kümmern. Da die Stelle des Aquarianers und des zweiten Barkeepers nun bereits vergeben sind, bleiben immer noch die Positionen als Callboy, Türsteher oder Techniker übrig, hoho. Timo hat sich gestern im Nachbarbüro weggeschmissen, als er meine Anzeige gelesen hatte und auch Steffi als meine Geschäftspartnerin ist total begeistert von meiner Art der Personalsuche :o). Meinen Kumpel Thorsten habe ich gestern am Telefon so nebenbei als Callboy rekrutiert, hihi. Er möchte gerne einen Platz unter einer beheizbaren Straßenlaterne.
Um dem derzeit vorherrschenden Lohndumping in der BRD entgegen zu wirken, habe ich extra darauf hingewiesen, dass Steffi und ich übertariflich entlohnen! Allerdings wünschen wir natürlich trotzdem Bewerbungsunterlagen - ohne Lebenslauf, Lichtbild und Zeugnisse/Referenzen geht bei einem Termin mit uns gar nichts!
Apropo Aquarium: Einer meiner Autorenkollegen bei Suite101.de hatte am Wochenende eine Rezension über ein Aquaristik-Sachbuch verfasst, über die ich mich königlich amüsiert habe. Angesichts des Unsinns, der da drin steht, wundert es mich nicht, dass viele Menschen Vorbehalte gegen BoD-Bücher haben - auch wenn es dort ebenfalls viele gute bis sehr gute Werke gibt, aber solche Texte sorgen dann leider für Unmut und Vorurteile gegenüber On Demand-Publikationen. Ich habe zwar noch nie ein Aquarium in meinem Leben besessen, aber dass da einiges nicht stimmen kann, ist sogar mir klar. Also, ich würde den Filter nicht als Airbag des Aquariums bezeichnen (genauso wenig wie ich einen Airbag im Auto als Filter des Autofahrers bezeichnen würde). Köstlich fand ich auch den Hinweis, dass Fische ohne Wasser bald verenden - ach was? Hm, das weiß eigentlich jedes Kind, dass Fische zwingend auf im Wasser gelösten Sauerstoff angewiesen sind. Den Fischbesatz des eigenen Aquariums soll man nach seiner persönlichen Wohlfühltemperatur auswählen...?! Für eine Aquarienhaltung auf der Fensterbank eignen sich besonders gut Zahnkarpfen und Buntbarsche aus dem Malawisee - okay, ich besuche demnächst das ZooAquarium im Rhein-Ruhr-Zentrum und verlange dort ausschließlich nach Fischlis aus dem Malawisee :o). Also, anhand dieses Pumpflets würde ich mir KEIN Aquarium einrichten, zumal das Werk auch einige Schwächen hinsichtlich des Schriftbildes aufweist und es nicht eine einzige Abbildung dort gibt, was bei Ratgebern über Tiere eigentlich Standard ist. Uli hatte mir zu Weihnachten mal einen Ratgeber von G & U über Hamster geschenkt und da waren neben leicht verständlichen, fundierten Texten auch zahlreiche Fotos von Hamstern, Haltungsbedingungen usw. enthalten. Dasselbe gilt auch für das Buch, das ich mir gekauft habe, bevor ich meine erste Zwerghamster-Dame zu mir genommen habe.
Gestern war ich ohnehin schräg drauf. Ausgerechnet, als eine neue Kundin kam, die auch noch etwas Joker-mäßig anmutete, überkam mich ein Lachreiz und bevor ich total unmotiviert rausgeplatzt wäre, bin ich rüber in Timos Zimmer geflüchtet. Marinchen sah mich mit großen Augen an, als ich ihr schnell mitteilte, dass ich mal zu Timo müsste. Kaum, dass ich seine Zimmertür hinter mir geschlossen hatte, lachte ich los und Timo musste mitlachen. Ich frage mich allerdings manchmal, ob mein lieber Kollege mir nicht öfter heimlich Drogen ins Apfelmus oder in den Kaffee mischt, denn seit zwei Tagen bin ich tierisch albern und lachlustig - nicht, dass ich sonst bierernst wäre, aber seit Montag ist das ganz extrem. Als ich nachher wieder in unser Zimmer kam - die Kundin war mittlerweile bei KuMi inne Beratung - fragte Marina, was ich denn bei Timo gemacht hätte und war sehr enttäuscht, als sie hörte, dass es keine Schweinereien waren :o). Tz, tz, wat dat Marinchen immer denkt...!
Dienstag, 9. November 2010
Wir hassen November...

Foto: (c) Alexandra Döll
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...darüber sind Marina und ich uns jedes Jahr aufs Neue einig. In diesem Jahr macht der November seinem Namen auch alle Ehre - nasskalt, Nieselregen...:o(. Da hilft nur noch eins: warme Gedanken machen! :o) Nicht umsonst haben Steffi und ich ja beschlossen, einen Callboy-Ring zu gründen, hihi. Timo wird unser Barkeeper und Aushilfs-Callboy, haha.
Steffi möchte unbedingt Pöbel-Piet (ein Obdachloser, der bei uns in der Straße die Fifty-Fifty verkauft und die Leute häufiger mal anpöbelt) als Türsteher rekrutieren, aber ich befürchte, dann käme erst gar keine Kundin, um die Dienste unserer charmanten, freundlichen und gutaussehenden Callboys in Anspruch zu nehmen.
Natürlich wird unser Callboy-Ring eine gGmbH, also möchten wir als gemeinnützig anerkannt werden, hihi. Unsere Räumlichkeiten hätten wir gerne in der Spritzenstraße in Altenessen, zumal Steffi dort früher mal mit ihrem Schatz gewohnt hat - also nicht auf der Spritzenstraße, sondern in Altenessen allgemein, m. E. in der Nähe vom Kaiser-Wilhelm-Park. Natürlich lassen wir auch beheizbare Laternen aufstellen, haha, damit unsere "Streetworker" in kalten Nächten nicht frieren. Apartmenthäuser gibt's ja in der kleinen Verbindungsstraße zwischen Altenessener Straße und Wilhelm-Nieswandt-Allee genug.
Zu unserer eigenen Sicherheit belegen Steffi und ich einen Selbstverteidigungskurs für Bordell-Besitzerinnen, zumal Kampfsport ja auch körperlich und mental fit hält - nicht, dass wir das nicht schon wären, aber Kampfsport fördert das sicherlich noch weiter.
Montag, 1. November 2010
Gestern war Halloween...
Meine Stofftiere haben auch Halloween gefeiert und sich dementsprechend verkleidet, um die Nachbarschaft zu erschrecken. Sammy ging als Michael Myers, bekannt aus zahlreichen Halloween-Filmen, wobei ihre rote Haarschleife da natürlich ein wenig störte, aber das war ihr ziemlich egal. Ecki rannte als Jason Voorhees mit Hockey-Maske, Overall und Gummi-Machete durch die Straßen. Der Biber Timo geisterte als Gespenst mit Bettlaken durch die Gegend, während Steffi sich als Dracula verkleidet hatte. Das passte ja gut zu ihren reizenden Hamsterzähnchen.
Nun ist mein Urlaub auch schon wieder vorbei und morgen geht's dann wieder frisch ans Werk. Mal schauen, was so in meiner einwöchigen Abwesenheit passiert ist.
Samstag, 23. Oktober 2010
Meine Stofftiere und die Ruhrtalbrücke

Schließlich musste die Polizei meine Stofftiere zurück zum Rastplatz bringen. Die Kleinen müssen nun 100 € Strafe wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zahlen, nehmen das aber relativ locker.
Donnerstag, 14. Oktober 2010
Noch ein bisschen Statistik: Suite101.de und vnr.de
- Lebenslauf: Darstellung der Schullaufbahn: 1.472 Zugriffe
- Der Lebenslauf in der Bewerbung: Welche Fort- und Weiterbildungen sind aufzuführen: 937 Zugriffe
- Bewerbungen: Gehaltsvorstellungen im Bewerbungsanschreiben: 876 Zugriffe
- Anonyme Bewerbungen: Bewerbungsunterlagen erstellen: 845 Zugriffe
- Bewerbungen: Der Umgang mit Absagen: 648 Zugriffe
Das Thema "Lebenslauf" scheint, obwohl ich damit gar nicht gerechnet hatte, meinen Lesern besonders auf den Nägeln zu brennen, da vielfach unklar ist, inwieweit die Schullaufbahn und etwaige Weiterbildungen angegeben werden müssen. Auch die Themen Gehaltsvorstellungen im Anschreiben, anonyme Bewerbungen (derzeit ja sehr aktuell) und der Umgang mit Absagen ist besonders wichtig für meine Leser, zumal manche Absagen ja sehr an Stil und Höflichkeit zu wünschen übrig lassen, wie ich selbst schon im Laufe meines Lebens erfahren habe und wie auch meine Kunden immer wieder schmerzhaft erfahren müssen. Es folgen einige Negativ-Kostproben:
- Sehr geehrte Frau..., wir haben unsere Entscheidung zur Besetzung der Stelle getroffen. Leider nicht für Sie! (Bewerbung als Dipl.-Sozialpädagogin in einer Einrichtung für Straffällige - da fehlte nur noch ein "Ätsch!" hinter)
- Sehr geehrte Frau...., vielen Dank für die interessanten Einblicke in Ihr bewegtes Leben. (Absage auf eine Bewerbung als Kundenberaterin, wobei die Kundin aus der ehemaligen DDR stammt, aber schon vor dem Mauerfall in den Westen übergesiedelt ist)
- Sehr geehrte Frau..., leider können wir Ihnen keine Stelle mit Ihrer hohen Qualifikation anbieten (Die Dame hat zwar eine abgeschlossene Ausbildung und etliche Jahre Erfahrung als Kundenberaterin, aber kein abgeschlossenes Hochschulstudium. Angesichts dieser Absage kam Sie sich ein wenig veräppelt von der besagten Spaßkassen-Filiale vor)
- Leider können wir Sie nicht weiter berücksichtigen. (Unhöflliche Standard-Formulierung, bei der sich schon beinahe dafür entschuldigen möchte, sich in dem Unternehmen beworben zu haben...)
Spätestens nach der zehnten Absage in dem Stil fragt sich jeder Bewerber, ob mit ihm alles in Ordnung ist, sodass daraus ggf. ein richtiges Ablehnungstrauma entstehen kann. Hierüber habe ich einen Artikel bei Suite101.de geschrieben, denn offensichtlich scheint nicht überall, wo Personalspezialist drauf steht, auch Personalspezialist drin zu sein. Anders sind die teilweise hanebüchenen Absagen nicht zu erklären. Als ich gestern Abend bei Uli war, war auch ihre Nachbarin Andrea da, die im Personalwesen arbeitet und sich nur darüber wundern kann, wie Personaler solche komischen, unhöflichen Absagen verschicken können. Sie ist, genau wie viele andere der Überzeugung, dass man auch, wenn ein Bewerber überhaupt nicht auf die Stelle passt, eine nette Absage schicken kann, ohne da komische Anwandlungen an den Tag zu legen. Der Artikel zum Umgang mit Absagen wurde nicht umsonst dreimal von Lesern empfohlen, genau wie der Artikel zu anonymen Bewerbungen.
Bei Suite101.de war ich im September 2010 mit etwa 86.000 Page Views auf Platz 2 der meistgelesenen Autoren. Diesmal waren direkt fünf meiner Artikel in den Top 101 der meistgelesenen Artikel vertreten - Mögliche Anzeichen für einen Wetterumschwung (Platz 3), Wie wird der Sommer 2010? (Platz 13), Entstehung einer Blutvergiftung (Platz 20), Mögliche Anzeichen für einen Hirntumor (Platz 23) und Verschiedene Autoimmunerkrankungen (Platz 95).
Mittlerweile ist auch geklärt, warum mein bis dato mäßig erfolgreicher Artikel "Mögliche Anzeichen für einen Wetterumschwung" (100 bis 300 Page Views pro Monat) plötzlich weit über 19.000 Zugriffe erzielt hat. Wie im April 2009, als mein ebenso mäßig erfolgreicher Artikel zu weniger bekannten Haiarten (50 bis 300 Zugriffe pro Monat) binnen weniger Minuten 3.500 Zugriffe erzielte, war auch eine Frage in der Sendung "Wer wird Millionär?" der Grund für diese plötzliche Page View-Explosion. Die Zuschauer konnten wieder 5.000 Euro gewinnen, wenn Sie die Frage richtig beantwortet hätten "Welche Wolkenform kündigt ein Gewitter an?". Amboss wäre richtig gewesen, aber in dem Artikel habe ich die Wolkenformen eher weniger behandelt, sondern eher in dem Artikel "Wolkenarten und ihre Bedeutung".
Es ist schon spannend zu sehen, dass solche Zufälle direkt zweimal binnen 18 Monaten passieren :o). Soeben habe ich auch festgestellt, dass ein weiteres Exemplar von "Liebe, Tod und Teufel" über Amazon.de verkauft wurde. Vielleicht hängt das ja mit der Kurzrezension in den Westfälischen Nachrichten und in der Münsterschen Zeitung vom 20. September 2010 zusammen, denn dort würden in Kurzform verschiedene Bücher aus der Region Ruhrgebiet/Münsterland vorgestellt, u. a. auch "Liebe, Tod und Teufel", wobei die Rezension zwar kurz, aber sehr positiv war. Ich habe sie auch meinem BoD-Autorenportrait hinzufügen lassen. Der Artikel war als Kontrastprogramm zur Frankfurter Buchmesse gedacht, um zu zeigen, dass es interessante, lesenswerte Bücher auch abseits des Messerummels gibt. Der Ansatz der Redakteurin war jedenfalls sehr gut und hilft sicherlich auch einigen Autoren, bekannter zu werden, auch wenn sie nicht mit ihren Werken auf irgendwelchen Buchmessen vertreten sind oder in literarisch wertvollen Fernsehsendungen rezensiert werden.
Premiere: Der erste Nachtfrost und Nebel des Grauens

Mondkiesel mit Wolken: (c) Alexandra Döll, Essen
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Heute früh konnte ich um kurz nach sechs doch glattweg zum ersten Mal die Scheiben meines Autos freikratzen. Die Eisschicht war zwar nur einen knappen Millimeter dünn und ließ sich auch leicht entfernen, aber das Thermometer in meinem Auto zeigte tatsächlich 0°C. Wenn ich übernächste Woche Urlaub habe, werde ich erst mal meine Winterreifen aufziehen lassen.
Auf dem Weg zur Autobahn schwankte die Temperatur zwischen +3 und +1°C. Je näher ich Düsseldorf kam, desto mehr manifestierte sich meine Temperaturanzeige bei +1°C. Als ich an der Abfahrt Ratingen die Autobahn verließ und die Kalkumer Schlossallee Richtung B8 entlang fuhr, kam mir auf der Kuppe die zweite Nebelbank des Tages entgegen - die ersten Nebelschwaden hatte ich bereits auf der Ruhrtalbrücke bei Mülheim gesichtet. Als ich auf die B8 abbog, wurde der Nebel ziemlich dicht, sodass ich die Nebelscheinwerfer eingeschaltet habe, Nebelschlussleuchte wäre etwas übertrieben gewesen, denn die Sichtweite betrug mindestens 75 m. Allerdings gibt es ja auch einige Spezialisten, vor allem Opel-Fahrer, die auch bei strahlendem Sonnenschein im Hochsommer mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte durch die Gegend fahren - warum nun auch immer :o/.
Die Nebelscheinwerfer hatten immerhin den Vorteil, dass ich ein paar Meter weiter sehen konnte, dennoch wartete ich schon fast darauf, dass mir gleich ein paar Gestalten mit Enterhaken in der Hand entgegen kommen - Nebel des Grauens lässt grüßen :o). Wenn Sammy und Ecki sich auch noch im dichten Nebel herumgetrieben hätten, wäre das eine Neuauflage von "Gorillas im Nebel" geworden, hihi. Hinterm Flughafen waren die Nebelbänke ganz extrem.
Auch als ich die B8 in Stockum verließ, herrschte immer noch Nebel - so auch im nur wenige Kilometer entfernten Golzheim, wo ich mein Auto in Höhe des Aquazoos abgestellt habe. Als ich gut 15 Minuten später an der Kö aus der U-Bahn krabbelte, musste ich zu meiner Freude feststellen, dass hier kein Nebel mehr herrscht, sondern nur im Düsseldorfer Norden. Kalt ist es dennoch *bibber*. Gerade sehe ich vor meinem Fenster das erste Morgenrot des Tages - also kündigt sich schon mal die Sonne an.
Heute habe ich auch die Nachtspeicheröfen in meiner Wohnung angemacht, damit es auch Slayer nicht zu kalt wird und damit ich heute Abend ein wenig heizen kann. Der 100-jährige Kalender hat offensichtlich doch Recht: Für Mitte Oktober war ja der erste Nachtfrost angekündigt, wie ich ja auch in meinem Artikel bei Suite101.de (Der Herbst 2010 und sein Wetter) festgestellt habe.
Mittwoch, 29. September 2010
Was Erfreuliches und was Nerviges
Wesentlich nerviger finde ich allerdings, wenn die FAZ einem die Welt erklären will. Gestern stieß ich eher zufällig über Twitter auf einen Artikel der FAZ, der die durchschnittliche Arbeitszeit der Deutschen mit 38,5 Wochenstunden angab und davon ausging, dass Frauen wesentlich weniger Überstunden machen als Männer, vor allem nicht jene Damen, die in Büroberufen tätig sind. Die FAZ war es auch, die vor einigen Jahren behauptet hat, Bottrop wäre die hässlichste Stadt Deutschlands. Hmmmm...ich frage mich immer, woher die FAZ ihre ominösen Erkenntnisse hat. Ich kenne genug Frauen im Büro - mich eingeschlossen - die einiges mehr als 40 Std. die Woche arbeiten und die eine Vielzahl von Überstunden anhäufen.
Vor allem: Was will uns das jetzt sagen? Soll das ein indirekter Appell an die Arbeitgeber sein, keine Frauen einzustellen, weil die eh nie Überstunden machen, damit sie ja pünktlich zu ihrer angeblichen Bestimmung - Mann, Herd, ggf. Kinder - kommen? Es wäre schön, wenn die FAZ ihre Behauptungen mal anhand der Praxis überprüfen würde, aber wenn ich natürlich Beamte befrage, die um punkt 8 Uhr ihre Stube öffnen und um punkt 16 Uhr schließen, dann kann ich sowas auch behaupten. Als ich vor einigen Jahren die berühmt-berüchtigte Steuerberatungsgesellschaft im Düsseldorfer Norden verließ, hatte ich sage und schreibe 160 Überstunden angehäuft, wovon mir nach Abfeiern einer gewissen Zahl auch noch jede Menge ausbezahlt wurden. Meine Freundinnen, die dort bis heute tätig sind, arbeiten auch als "Tippsen" meist wesentlich mehr als 40 Stunden und selbst hier in unserem kleinen Outplacement-Unternehmen leistet jede Einzelne von uns weit mehr als 40 Wochenstunden ihrer Arbeit.
Da fragt man sich auch, ob es für die FAZ-Redakteure noch ein Leben nach dem Feierabend gibt. Ist jemand ein schlechter Mensch, wenn er pünktlich Feierabend macht, weil er zuhause Familie, Freunde und Hobbies hat? Interessant ist allerdings, dass manche Männer ihre Sekretärinnen auch gerne bis in den späten Abend versklaven - vormittags sind die hohen Herren oft damit beschäftigt, die FAZ zu buchstabieren und nachmittags kurz vor Feierabend fällt ihnen ein, dass sie noch mal eben die Welt retten müssen. Frau und Kinder dienen da vielfach ohnehin eher zu Repräsentationszwecken, habe ich den Eindruck.
Zu dem Statement, dass Bottrop die hässlichste Stadt Deutschlands sei: Ich frage mich, ob der FAZ-Redakteur, der das verfassst hat, überhaupt mal selbst in Bottrop war oder ob er mal irgendwas vom Hörensagen übernommen hat. Schmudddelecken hat jede Stadt, übrigens auch Frankfurt am Main. Bottrop wiederum hat auch einige schöne Fleckchen Erde, und das nicht nur im eingemeindeten Kirchhellen.
Heute früh stellte ich mich mit meinem Clio ans Ende der Parkzone, unmittelbar vor den Beginn des Halteverbots. Ein 5er BMW hat's glatt noch gebracht, sich vor mich zu stellen, da man es BMW-Fahrern ja prinzipiell nicht zumuten kann, mal mehr als drei Meter zu laufen. Meine Hinterfrau hat mir genug Platz gelassen, aber auch die kann ja zwischendurch wegfahren, sodass ich von hinten auch noch zugeparkt werde. Echt, Denken ist Glücksache, vor allem bei BMW-Fahrern. Fahren die Redakteure der FAZ eigentlich auch alle BMW? Würde mich nicht wundern. Ich mag ja die Autos, aber in den seltensten Fällen die Fahrer...nicht umsonst sind BMWs ja häufiger Gegenstand von Satiren.
Donnerstag, 23. September 2010
Ein neues Stofftier

Mittwoch, 22. September 2010
Premiere bei Suite101 - Artikelstatistik für August 2010
Platz 1: Wie wird der Sommer 2010?
Platz 13: Entstehung einer Blutvergiftung
Platz 19: Mögliche Anzeichen für einen Hirntumor
Platz 75: Nächtliches Schwitzen
Platz 93: Gefahr durch Zeckenbisse - Borreliose
Der letztgenannte Artikel läuft in der Regel in den Monaten zwischen Mai und August sehr gut bzw. er schafft zumindest dann eine Platzierung in den Top 101. In den Wintermonaten sind Zeckenbisse verständlicherweise nicht so interessant für die Leser, weil bei den kalten Temperaturen normalerweise auch keine mehr unterwegs sind, um Menschen zu stechen und mit Borrelien zu infizieren.
"Nächtliches Schwitzen" ist auch eher ein Artikel, der sporadisch in den Top 101 vertreten ist. Im Sommer schwitzen eh alle nachts, sodass sich nicht so genau feststellen lässt, ob das Schwitzen in der Nacht klimatechnisch oder gesundheitlich bedingt ist. Meist zieht er gegen Ende des Sommers und in den Wintermonaten wieder an, hat aber noch nie eine Platzierung in den Top50 geschafft, ebenso wenig wie mein Artikel über Borreliose. Die Top 3 von mir sind eigentlich immer vertreten in den Top 101 und zudem recht weit oben platziert, wobei ich davon ausgehe, dass mein Artikel über das Sommerwetter 2010 spätestens in zwei Monaten in der Versenkung verschwunden ist und nur noch sporadisch angeklickt wird - ist ja auch verständlich, der Sommer 2010 ist gelaufen.
Allerdings ist es durchaus ein Erfolg, wenn Artikel bei insgesamt weit über 30.000 von allen Suite101-Autoren veröffentlichten Artikeln mindestens ein Beitrag in den Top 101 rangiert, zumal die meisten Artikel der Kollegen und Kolleginnen echt lesenswert sind und viele von ihnen sicherlich auch gute Leserzahlen erreichen, aber eben nicht hoch genug, um in die Top 101 vorzudringen. Dies geht mir auch so mit einigen meiner Artikel wie etwa:
- Romanze, Affäre und Verhältnis
- Die Relevanz der Augenfarbe bei der Partnerwahl
- Verschiedene Autoimmunerkrankungen
- Große Frauen - kleine Männer
- Paare mit größerem Altersunterschied
- Wenn ein junger Mann eine reifere Frau liebt
Besser spät als nie - Suite101-Artikelstatistik für Juli 2010
Platz 1: Wie wird der Sommer 2010? (über 49.000 Zugriffe)
Platz 11: Entstehung einer Blutvergiftung
Platz 34: Mögliche Anzeichen für einen Hirntumor
Platz 55: Gefahr durch Zeckenbisse - Borreliose
Mit diesem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, vor allem natürlich mit der Pole Position. Artikel zur Loveparade-Katastrophe und zur WM sind verständlicherweise auch sehr weit oben vertreten, deshalb wundert es mich schon fast, dass ich weit mehr als doppelt soviele Page Views hatte wie der zweitplatzierte Artikel zur Fußball-WM in Südafrika. Interessanterweise wird mein Artikel über den Sommer 2010 immer noch mehrere tausend Male im Monat angeklickt - im September bislang über 7.000mal - und das, obwohl wir nun in den Herbst starten...mit diesem Überraschungs-Erfolg hatte ich absolut nicht gerechnet, als ich den Artikel zum Sommerwetter 2010 im März verfasst habe, als es noch nicht einmal frühlingshaft aussah und der Winter gar kein Ende nehmen wollte.
Ich bin mal sehr gespannt auf die Platzierungen im August 2010, denn die fehlen auch noch.
Samstag, 18. September 2010
Skurrilitäten
Wo wir schon beim Wetter sind: In den letzten Tagen regnete es im Rheinland und im Ruhrgebiet häufig schauerartig und da das ja natürlich ein absolutes Naturwunder ist, da es ja sonst nur alle 25 Jahre in der Bundesrepublik regnet, stellte das eine Reihe von Autofahrern vor schier unlösbare Probleme, denn plötzlich schalteten einige die Nebelschlussleuchte an (die aber normalerweise nur bei Nebel und Sichtweiten von unter 50 m eingesetzt werden darf - im Gegendsatz zu den Nebelscheinwerfern, die bei jeder Art von Niederschlag, unabhängig von der Sichtweite, benutzt werden dürfen) und die Geschwindigkeit sank binnen Sekunden auf der A52 von 110 bis 120 km/h auf etwa 30 bis 40 km/h. Na, bei diesem seltenen Naturschauspiel - Regen überm Ruhrgebiet - ist das ja kein Wunder, dass dies bei einer Reihe von Autofahrern für Irritationen sorgte und sie somit vergaßen, wie man Auto fährt...
Am Donnerstagabend hatten direkt zwei Fahrzeuge aus Mülheim - ein VW Passat, ein Mercedes - neue Verkehrsregeln erfunden, denn sie bogen mal eben fröhlich von der Geradeausspur nach links ab und sorgten damit bei den Linksabbiegern, die sich richtig eingeordnet hatten, auch für einige Irritationen. Einen Unfall hat's zum Glück nicht gegeben. Selig die Armen im Geiste...scheint jetzt so ne neue Mode bei Mülheimern zu sein, die in Essen unterwegs sind. Mülheimer brettern auch in ihrer eigenen Stadt unter Umständen mit 80 km/h über Straßen, auf denen eigentlich nur 50 erlaubt ist, aber sobald sie die Essener Stadtgrenze überquert haben, ist der Tempomat der jeweiligen Mülheimer Fahrzeuge auf 30 limitiert, auch wenn 50 erlaubt ist...hm, ich fahre regelmäßig in beiden Städten und mir ist noch nicht aufgefallen, dass sich die Mülheimer Straßen von den Essenern in irgendeiner Weise unterscheiden.
Ansonsten gibt es ja noch Menschen, die mit irgendwas reden - außer mit Freunden, Kollegen, Bekannten, Verkäufern oder wem auch immer. Ich rede z. B. mit meinen Stofftieren - irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben, um es mit Peter Maffay zu sagen - Marina mit ihrem Essen, vorzugsweise Obst, aber die Krone für Gespräche mit ungewöhnlichen Dingen hat seit heute eine Verkäuferin der Drogerie Ihr Platz in Borbeck verdient, denn wenn sie die Waren, die die Kunden bezahlen wollten, über den Scanner zog, redete sie mit den Produkten verschiedener Kunden - egal, ob Gesichtscreme, Haartönung oder Hundefutter *kratzamkopp*. Vielleicht macht das den Job etwas spannender...?! *grübel*
Mittwoch, 15. September 2010
Gesundheitliche Kapriolen und mein Roman
Montag trat dann mein Schwindel mal wieder nach längerer Zeit auf den Plan, sodass ich gestern beim Doc war - der hat mir nun homöopathische Tabletten verschrieben, die auch nebenwirkungsfrei helfen. Ich hasse sowas trotzdem...!! Nächste Woche geht's dann wohl weiter mit dem Ärzte-Marathon, denn irgendwo müssen ja meine hohen Entzündungswerte und der Schwindel herkommen - vom Kopf und dessen Durchblutung kann es nicht kommen, das ist ja nun mehr als ausreichend geklärt.
Auch die Page Views bei Suite101.de fahren lustigerweise Achterbahn, doch dazu hatte die Redaktion auch schon eine Rundmail an alle Autoren geschrieben. Ich beobachte es zumindest auch im Ressort "Bildung und Karriere" sowie "Film und TV" - während meine Bewerbungsartikel sonst zu den Top 15 meiner meistgelesenen Artikel gehören, rangieren diese jetzt irgendwo zwischen Platz 60 und Platz 100 bei insgesamt 489 veröffentlichten Artikeln. Auch meine Artikel aus Film und TV, die zwar sonst nicht übermäßig gut laufen, aber dennoch häufiger angeklickt werden, werden derzeit nur sporadisch angeklickt. Meine Tantiemen haben auch einen kleinen Einbruch zu verzeichnen - wenn das so weitergeht, werde ich am Monatsende irgendwas zwischen 45 und 60 € an Tantiemen erwirtschaftet haben, während das Ergebnis ansonsten zwischen 70 und 120 € im Monat lag.
Am Sonntag, nachdem ich den Schock mit meiner verwaschenen Sprache überwunden hatte, habe ich an meinem Roman weitergeschrieben, habe aber natürlich nicht soviel geschafft, wie ich mir vorgenommen hatte. Etwas mehr als zwei Kapitel sind dazu gekommen - in einem geht es um ein romantisches Mittagessen mit anschließender Liebesszene nach einem Gewitter über dem Baldeneysee, in einem weiteren lernt eine der drei Protagonistinnen ihren Traummann kennen. Das nächste Kapitel habe ich bereits begonnen, werde wohl aber erst am Wochenende dazu kommen, es fortzusetzen, denn momentan steppt hier auf der Arbeit der Bär *stöhn*. Gestern habe ich die Bewerbungswünsche meiner Kunden im Tiefflug bearbeitet.
Montag, 13. September 2010
Neuer Rechtsruck in Deutschland?
Herr Sarrazin hat sicherlich in einigen Punkten Recht damit, dass das Thema Integrationspolitik an vielen Stellen eher stiefmütterlich und nicht ausreichend behandelt wurde, womit er sich aber ins rechte Abseits geschossen hat, sind die Thesen zu "Juden-Genen" und ähnlichem. Wenn Dummheit und rechtes Gedankengut vererbbar wären, dann fragt man sich doch, von wem er sein rechtes Gedankengut genetisch geerbt hat.
Natürlich gibt es Ausländer, die sich nicht integrieren möchten und die sich weigern, die deutsche Sprache zu lernen bzw. sich bis zu einem gewissen Grad an die hiesige Kultur anzupassen, aber damit tut er all jenen Ausländern Unrecht, die hier normal arbeiten gehen, Steuern zahlen und sich gut in die Gesellschaft integriert haben. Vor allem wird der Begriff "Ausländer" mittlerweile lediglich auf Moslems reduziert, dabei leben hier auch jede Menge Menschen aus anderen Nationen, die keine Moslems sind. Und man kann auch nicht alle Moslems über einen Kamm scheren - es gibt sicherlich eine Reihe von fundamentalistischen Muslimen, die das westliche Leben verabscheuen und Andersgläubige prinzipiell als Ungläubige verteufeln, die es zu bekämpfen gilt, aber dies trifft sicherlich nicht auf die Mehrheit unserer muslimischen Mitbürger zu. Viele von ihnen verurteilen die verheerenden Anschläge vom 11. September 2001 genauso wie Bürger der westlichen Welt.
Mir macht auf jeden Fall dieser Rechtsruck Sorgen, der sich offenbar nicht nur auf die Politik beschränkt, sondern auch in Teilen der Bevölkerung Einzug hält. Und Rechtsradikalismus jetzt als Konservatismus tarnen zu wollen, halte ich für eine arge Verschleierungstaktik der eigentlichen Gesinnung. Dass die NPD jetzt Hurra schreit, weil auch Politiker aus anderen Parteien ihre Aussagen scheinbar salonfähig machen, ist vollkommen logisch.
Vor allem: Wer hat denn die ganzen Gastarbeiter in den 60ern nach Deutschland geholt, weil sich der Deutsche als ewiger Herrenmensch zu schön war, bestimmte Arbeiten zu erledigen. Nun stören die Einwanderer aber offensichtlich bzw. es werden alle über einen Kamm geschoren. Das macht einem echt Sorgen, zumal der Faschismus auch in der Arbeitswelt Einzug zu halten scheint, wenn auch nicht ausschließlich in Bezug auf Ausländer.
Freitag, 10. September 2010
Eine Absage, Dünnpfiff und merkwürdige Vorgänge
Gerade bekam ich eine blöde, unpersönliche Absage von einem Essener Unternehmen, das mir aber anbot, mich in ihrer Datenbank zu registrieren, damit sie mir bei der Stellensuche behilflich sind. Nein, danke - auf diese Unterstützung kann ich gut und gerne verzichten. Ich hatte nicht vor, zurück zur Zeitarbeit zu gehen. Mich wundert es auch nicht, dass die meisten meiner Kunden gegenüber Zeitarbeitsverhältnissen Vorurteile haben und das nicht machen möchten - die Bezahlung ist meist unter aller Kanone, wobei einige führende Anbieter der Branche sogar noch versuchen, Tarifverträge zu unterwandern mit Stundenlöhnen von weniger als 5 € und selbst für hochqualifizierte Kräfte und Stellen lediglich etwas mehr als 7 € anbieten. Es gibt eine Reihe bekannter Leiharbeitsunternehmen, von denen ich nur dringend abraten kann - die wünschen sich jemanden mit umfangreicher Berufserfahrung, aber bitte erst 25 Jahre alt und bitteschön für nen Appel und n Ei. Vor dem Hintergrund verwundert es ja nicht, dass ein Drittel der Vollzeitarbeitnehmer zusätzlich noch auf Hartz IV angewiesen ist. Die Politik tut ja nix dagegen, sondern lässt die Arbeitgeber gewähren, wie man auch an Merkels merkwürdiger Atom-Lobby-Politik sieht. In unseren Nachbarländern ist es gang und gäbe, dass Leiharbeiter von der Entlohnung her mit Festangestellten gleich gestellt werden, nur hier in Deutschland zieren sich die Arbeitgeberschaft und Politik wieder. Klar, jeder Cent, den die Arbeitgeber mehr für ihre Angestellten ausgeben, fehlt ihnen an ihrem dicken Bankkonto, das scheinbar nie voll genug sein kann - allerdings kann man Geld nicht mit ins Grab nehmen und man kann sich dafür weder Gesundheit noch Glück noch Zufriedenheit kaufen.
Auch im gestrigen Teammeeting ging es u. a. um unschöne Szenen in der täglichen Arbeitswelt, von denen wir leider genug hautnah mitbekommen - Mobbing und Bossing sind an der Tagesordnung, parallel dazu nimmt die Zahl der psychischen Erkrankungen bei den Arbeitnehmern jedoch zu, was ja auch nicht weiter verwundert. Manche Arbeitgeber, und damit meine ich hauptsächlich die Großkonzerne, haben ganz perfide Methoden, um unliebsame MitarbeiterInnen los zu werden. Den Arbeitnehmern wird vielfach der Eindruck vermittelt, dass alles an ihnen falsch ist (die Frage ist nur, warum sie dann vorher jahrelang unbehelligt in dem Unternehmen tätig waren...) und sie ohnehin durch jeden x-beliebigen Menschen ersetzbar sind. Es geht offensichtlich eher darum, Neid, Missgunst und Misstrauen unter den Arbeitnehmern zu schüren, damit sich erst gar keine Einheit bilden kann, die sich geschlossen gegen Missstände am Arbeitsplatz wehrt. Hinzu kommt noch, dass ein Mensch, der psychisch angeschlagen ist, irgendwann nicht mehr die Energie hat, sich zu wehren, sondern erst mal damit beschäftigt ist, selbst wieder auf die Beine zu kommen. Offen gestanden frage ich mich nur, wie einer noch morgens in den Spiegel gucken kann, der andere mobbt, herabwürdigt, aus fadenscheinigsten Gründen Arbeitnehmer für "nicht mehr tragbar" erklärt usw. Da muss man schon selbst ziemlich einen an der Waffel haben und zudem äußerst boshaft veranlagt sein. Besonders anfällig für solche Instrumentalisierungen sind jedoch meist diejenigen, die selbst nicht mit sich im Reinen und/oder korrumpierbar sind. Auf sowas scheinen zumindest die Großkonzerne jedoch vermehrt zu stehen. Das erklärt auch, warum viele gute Arbeitnehmer Schwierigkeiten haben, eine neue Stelle zu finden - eben, weil sie niemals andere dissen und mobben würden, ihnen Dumping-Löhne zahlen würden usw.
Von Großkonzernen hab ich aus dem Grund die Schnauze gestrichen voll und viele andere Arbeitnehmer sicherlich auch. Ich bin hier in einem kleinen Betrieb und auch, wenn es hier und da mal kleine Unstimmigkeiten gibt, die aber normal sind, leben wir hier wirklich wie auf einer Insel, die von außen sieht, was sich auf dem Festland für hanebüchene Szenen abspielen.
Parallel dazu habe ich auch das Gefühl, dass es ein Vermittlungshemmnis ist, eine Frau zu sein, unabhängig von Familienstand, Qualifikation, Zahl der Kinder. Gut qualifizierten Frauen wird vielfach vermittelt, dass sie viel zu selbstbewussst sind - klar, da können sich einige Herren der Schöpfung nicht mehr so profilieren. Es ist schon interessant, dass Frauen Männer vielfach qualifikationstechnisch gesehen überrundet haben, ihnen aber jede Menge Vorbehalte entgegen gebracht werden. Als Frau kann man es eigentlich nur verkehrt machen - ist sie ledig, ist sie ne spröde Zicke, die eventuell auch über Leichen geht für die eigene Karriere, ist sie verheiratet oder lebt in einer festen Partnerschaft, kommen sowieso früher oder später Kinder - auch wenn sich nicht jedes Paar Kinder wünscht - und dann steht sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr vollumfänglich zur Verfügung. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir uns allmählich wieder zu den Zeiten hin entwickeln, wo die Frau am besten den ganzen Tag am Herd stehen und sich um die Kinder sowie das Wohlergehen ihres hart arbeitenden Göttergatten kümmern soll. Das Frau sein scheint auch ein echter Hemmschuh zu sein aus der Sicht mancher Arbeitgeber und auch in vielen Köpfen handelsüblicher Angestellter spuken bisweilen merkwürdige Frauenbilder herum. Sei bitte weiblich, aber bloß nicht zu intelligent und zu selbstbewusst - das steht Dir als Frau einfach nicht zu. In den Sekretariatsberufen ist das teilweise ganz extrem.