Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
Freitag, 30. April 2010
Eine Online-Umfrage der Stadt Essen
Bei den Subventionen für kulturelle Einrichtungen und insbesondere bei den Parteienzuwendungen sehen allerdings sehr viele Einsparpotential. Ein Wirtschaftsunternehmen muss sich auch alleine finanzieren, genau wie Privatpersonen. Eine Privatperson kann auch nicht einfach auf der Matte stehen und um Kohle betteln, wenn sie mit ihrem Geld nicht auskommt - egal, ob durch Eigenverschulden oder unverschuldet. Stattdessen gibt's dann meist eher weitere Sanktionen, moralische Vorträge u. ä. Warum z. B. die Philharmonie also noch weiterhin aus städtischen Mitteln subventioniert werden soll, ist wohl vielen Essener Bürgern ein Rätsel. Viele waren damals gar nicht für einen Neubau, aber Politiker - egal, ob auf kommunaler oder Bundesebene - setzen ihre "Visionen" ja ohnehin über den Kopf der Bürger durch, obwohl sie eigentlich als Volksvertreter gewählt wurden.
Interessanterweise fehlte aber die Frage, ob an Löhnen und Gehältern bei den Angestellten/Abgeordneten der Stadt Essen gespart werden kann. Bei einem einfachen Sachbearbeiter oder sonstigen städtischen Angestellten würde ich das glatt mit "Nein" beantworten, aber neulich wurden in der NRZ mal die Jahresgehälter einiger Abgeordneter der Stadtspitze veröffentlicht. Auch wenn diese sich im Vergleich zu den Gehältern einiger Top-Manager (??) wie etwa Herrn Ackermann von der Deutschen Bank noch geradezu bescheiden ausnehmen, liegen sie dennoch zwischen 50.000 und 105.000 € p. a. zzgl. Dienstwagen und an diese Gehälter reichen viele Arbeitnehmer mit ihrem Verdienst nicht heran. Entschuldigung, bei den Gehältern sollten die Herrschaften eigentlich in der Lage sein, sich ihr Fahrzeug alleine zu finanzieren - viele Arbeitnehmer, auch in höheren Positionen, kommen selbst für Wartung, Unterhalt und Spritkosten ihres Kfz auf, da sollte es eigentlich auch für Politiker möglich sein. Es ist ja nicht so, dass selbige am Hungertuch nagen. Viele Arbeitnehmer müssen sich krumm legen, um jeden noch so schlecht bezahlten Job irgendwo in der Wallachei zu erhalten, indem sie noch ein Auto unterhalten, weil die Stelle mit dem ÖPNV nicht oder nur unter großem zeitlichem Aufwand zu erreichen ist. Es ist schön, wenn die Herrschaften an allen möglichen Dingen sparen wollen auf Kosten des Bürgers, nur an sich selbst nicht. Stattdessen sind Dinge wie Vergnügungssteuer, Abgaben auf Bordellbesuche/-betriebe u. ä. im Gespräch. Wird Lachen jetzt auch kostenpflichtig?! Oh Mist, dann kann ich mein Gehalt künftig nicht nur in Sprit investieren, damit mich mein Clio jeden Tag 82 km zur Arbeit hin und wieder zurück bringt, sondern wohl auch noch in Humor...
Heut ist Freitag!
Erst mal muss ich aber noch unsere "Lieblings-Beraterin" überleben - sobald selbige das Zimmer betritt, sind Chaos und Dummheit vorprogrammiert. Auch wenn man ihr 1.000 Mal erklärt, wo bestimmte Dokumente auf dem Laufwerk bzw. in ausgedruckter Form zu finden sind, stellt sie einem regelmäßig die gleichen blöden Fragen mit ihrer Säuselstimme: "Alex, wo finde ich denn...?!" Vor allem stört mich an ihr, dass sie total pseudofreundlich ist - sie säuselt zwar immer blöd in der Gegend rum, im Vorbeigehen erteilt sie jedoch subtile Befehle der Marke "Die Blumen in meinem Zimmer sind total trocken!" - das hat sie mal bei Marina gebracht, als unser Düsseldorfer Projektbüro gerade eröffnet worden war und mein liebes Gegenüber hier noch keine Unterstützung hatte durch Steffi und mich. Marina war hier am rotieren, aber offenbar kann man es einigen Beraterinnen nicht zumuten, mal selbst ne Gießkanne in die Hand zu nehmen, um die Blumen vor dem Tod durch Verdörren zu bewahren...Marina hat darauf dementsprechend gereizt reagiert und dann wunderte sich unser aller Lieblings-Beraterin noch, warum Marina ihr so "feindselig" gesonnen ist. Vor dem Öffnen des Mundes Gehirn einschalten, sage ich da nur.
Ansonsten liebt die Dame es, hier die Reise nach Jerusalem für alleinstehende Bekloppte zu spielen, aber das passt zu ihr. Wenn Madame schon hier auftaucht, muss ich mich beherrschen, freundlich zu bleiben, denn Leute, die einen auf pseudofreundlich und unscheinbar machen, aber in Wirklichkeit zickig sind und meinen, wenig Rücksicht auf andere nehmen zu müssen, treiben mich ziemlich auf die Palme. GRRRRRRRRRRRRRRRRRRHHH!!!
Obwohl für NRW eine Abkühlung vorausgesagt wurde, ist davon bis jetzt noch nix zu merken - es ist immer noch tierisch schwül und obwohl heute früh heftige Windböen durch Essen-Frohnhausen wehten, hat sich daran auch nix geändert. Ich bin jetzt schon am ölen, obwohl ich noch nichts Großartiges getan habe. Gleich werde ich Kaffee kochen und mich bemühen, höflich zu bleiben, wenn Madame hier auftaucht und intelligente Fragen stellt. KILL!!!
Ansonsten gab es gestern Abend diverse Mercedes-Fahrer, die mir - und auch anderen Leuten - zum Glück erfolglos nach dem Leben getrachtet haben. Gestern Abend hätte mich fast ein Benz mit dem Kennzeichen ME (also ein Neandertaler...) auf der Berliner Allee weggerammt, nur mein schnelles Reaktionsvermögen hat Schlimmeres verhindert. Obwohl ich mich ziemlich aufgeregt und gehupt habe, hat der Asi das nicht mitbekommen - nein, er war ja auch damit beschäftigt, seinen Müll auf die Straße zu werfen und seine Alte zusammenzuscheißen, die neben ihm auf dem Beifahrersitz hockte. Das Kind hinten auf den Rücksitzen hat sich m. E. schon in Grund und Boden für ihren blonden, asozialen und Anzug tragenden Vater geschämt, aber sie hat sich ihren Erzeuger ja auch nicht ausgesucht :o(. Offenbar war der Kerl, der übrigens eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Porno-Darsteller aus dem Briefgold-Werbespot hatte, wohl der Meinung, dass er als Mercedes-Fahrer eingebaute Vorfahrt hat und mal eben ohne Rücksicht auf Verluste bzw. andere Verkehrsteilnehmer Spurspringen auf der Fischerstraße/Kaiserstraße machen konnte. Früher stand Mercedes für Geld und Bildung in Kombination, heute sind Fahrer solcher Fahrzeuge eher der beste Beweis dafür, dass Geld und Benehmen nicht immer zwingend zusammen hängen. Dafür haben jetzt die BMW-Fahrer in 95 % der Fälle Dinge wie Schulterblick, Rückspiegel, Sicherheitsabstand, Reißverschlussverfahren und Rücksichtnahme im Straßenverkehr für sich entdeckt *staun*. Wunder gibt es eben immer wieder ;o).
Auch auf der Autobahn spielten einige Benz-Fahrer Auftragskiller, aber Donnerstag ist ohnehin immer Blödeltag, wie ich als Berufspendlerin immer wieder feststellen muss und auch mein Vater hat dies schon immer gesagt, als er vor seinem Schlaganfall noch Auto fahren konnte. Insbesondere am Donnerstag haben es sich vor allem Mercedes, BMW, Volvo, Audi, große Opel und neuerdings auch Ford Focus in den Kopf gesetzt, anderen nach dem Leben zu trachten.
Donnerstag, 29. April 2010
Themenvielfalt beim Schreiben



Mittwoch, 28. April 2010
Ein skurriler Tag irgendwie

- Angstfrei töpfern in der Toskana
- Stressfreies Leistungsschwimmen im Haifischbecken/im Amazonas (je nachdem, ob man lieber Haifische oder Piranhas mag, hihi)
- Parfümieren neben dem Wespennest (es kann auch ein Hornissennest sein, höhö). Der Kurs ist auch bekannt unter dem Titel "Unerotisches Stechen" oder "Stiche für Masochisten" (na ja, jemand der anderen die Post klaut, hat bestimmt eher dominante Züge), hähä
- Komasaufen mit Medium-Mineralwasser, moderiert von Crazy Frog
- Entspanntes Stricken in der Obstbaum-Plantage
- Lauf um dein Leben! Flucht vor einem bösen 3er-BMW, der von Hansi Hasskappe und seinem Kumpel Kalle Killer gesteuert wird. Die Strecke beträgt mindestens 1,5 km
- Unentschlossene Tulpenzucht mit Thomas
- Umgehauen werden von Darinka, wenn sie 24 Jahre nach Erscheinen des Songs "Fang das Licht" sehr expansiv ihre Hände kreisen lässt und wie ein kleines Mädchen in den Himmel stiert, als wenn dort oben freundliche Sternhummeln *summ-summ* fliegen
Mal gucken, vielleicht trudelt ja heute etwas ein - es lag ja auch ein Wochenende dazwischen, sodass sich die Zustellung eventuell verzögert. Die Kurse sind trotzdem nicht schlecht für einige missliebige Menschen, die andere bespitzeln, denunzieren, anpöbeln, mobben, ausspionieren, bedrohen...
Musik und Bücher
Marina ist allerdings von unserem Beitrag zum diesjährigen Eurovision Song Contest ebenso wenig angetan wie ich, deshalb auch der Kommentar "Verdammter Satellit" inklusive einem traurigen Smiley. Als die No Angels beim Eurovision Song Contest mit zwei Gnadenpunkten aus Bulgarien, dem Heimatland von No Angel Lucy, Letzter wurden, titelte eine Berliner Zeitung: "Wie oft wollen wir uns noch blamieren? Schickt Rammstein!" Diese Idee finde ich noch nicht mal schlecht - nicht nur, weil ich selbst auch ganz gerne Rammstein höre. Erstens haben die in ihren Songs meistens was zu sagen (wenn auch oft sehr makaber), zweitens sind sie auch im europäischen Ausland sehr beliebt und drittens sind Lordi das beste Beispiel dafür, dass man auch mit Hard n Heavy-Musik den Eurovision Song Contest gewinnen kann.
Auch andere Rock- und Metal-Bands aus Deutschland hätten sicherlich mehr Chancen auf eine höhere Platzierung als unser Satelliten-Einheits-Geträller: Rage, Oomph! und - obwohl ich diese androgynen Möchtegern-Rockstars nun wirklich nicht mag - Tokio Hotel. Selbst einigen ehemaligen DSDS-Kandidaten - nicht nur die Gewinner und Finalisten, sondern auch andere Teilnehmer der Motto-Shows - würde ich mit dem entsprechenden Song höhere Chancen ausrechnen. Spontan fallen mir da neben Mark Medlock, Thomas Godoj, Tobias Regner, Mehrzad Marashi, Menowin Fröhlich und Mike-Leon Grosch noch Fahdi Malouf, Lisa Bund, Franziska Urio, Vanessa-Jean Dedmon ein. Voraussetzung wäre allerdings wirklich ein qualitativ hochwertiger Song und kein triviales Gedudel - die Songs, die Mark Medlock beispielsweise in Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen produziert, sind eigentlich reine Talentverschwendung, denn gerade Mark Medlock hat nun wirklich eine sehr soulige, gute Stimme und könnte auch sicherlich etwas anspruchsvollere Lieder singen als Bohlens Gute-Laune-Sonnenschein-Gedudel.
Leid tut mir bei dem Ganzen lediglich unsere Interpretin: einige deutsche Zeitschriften und Fernsehsender jubeln sie bereits jetzt wer-weiß-wie hoch, obwohl sie im europäischen Ausland wesentlich kritischer gesehen wird (insbesondere im Austragungsland Norwegen) und wenn die Platzierung dann wirklich irgendwo unter ferner Liefen ausfällt, verschwindet sie ohnehin wieder in der Versenkung. Im Prinzip gibt es in Deutschland jedes Jahr den gleichen Unsinn bzgl. unserer Eurovision Song Contest-Teilnehmer - im Vorfeld heißt es immer, dass Deutschland mit Interpret XY sicherlich die europäischen Zuschauer zu begeistern vermag und dann sind plötzlich alle ganz erschüttert, wenn der deutsche Beitrag am Ende irgendwo zwischen Platz 14 und 24 rangiert. Roger Cicero - der immerhin noch regelmäßig CDs veröffentlicht - wurde im Vorfeld des Grand Prix auch hochgelobt und viele deutsche Journalisten wähnten ihn schon in den Top Ten beim Song Contest, in Wirklichkeit wurde es jedoch nur Platz 19. Bei den No Angels ging man davon aus, dass sie aufgrund ihres Erfolges in Deutschland sicherlich auch unsere europäischen Nachbarstaaten begeistern würden - hm, andere Nationen waren so begeistert, dass sie den No Angels gar keine Punkte gegeben haben bzw. es gab zwei Anstandspunkte von Bulgarien. Im Prinzip wird die arme Lena genauso verheizt wie viele andere vor ihr und da lässt DSDS verdächtig grüßen, auch wenn vermeintlich seriöse Journalisten dieses Format ohnehin verreißen, was ja auch prinzipiell nicht unberechtigt ist. Irgendwie scheint der deutsche Musikgeschmack nicht ganz mit dem anderer Länder übereinzustimmen, auch wenn die Journaille uns vielfach etwas anderes glauben machen will.
Klar ist Kunst in jedweder Form - egal, ob Musik, Malerei, Fotografie oder Literatur - immer sehr individuell typabhängig. Was den einen vom Hocker reißt, entlockt dem anderen höchstens ein müdes Gähnen. Ich kann dies teilweise schon an den unterschiedlichen Bewertungen meiner Bücher erkennen - einige geben meinen einzelnen Werken vier oder sogar fünf Sterne, andere belassen es bei einer Wertung von zwei bis drei Sternen wie etwa bei meinem aktuellen Werk "Düstere Schauergeschichten". Die meisten Leute fühlen sich durch meine Bühnenauftritte gut unterhalten, dennoch gab es gerade bei meinen Auftritten im Unperfekthaus immer den einen oder anderen, der vorzeitig die Vorstellung verlassen hat, weil ihm mein Humor zu makaber und/oder vielleicht auch zu kompliziert war. Eine Besucherin aus München klärte mich einmal in Bezug auf meine Geschichte "Eine Geschichte, in der absolut nichts passiert" (aus "Wenn es Nacht wird im Pott") auf, dass Fische gar nicht sprechen können, denn in eben jener Story gibt es quatschende und quiekende Piranhas. Ach was...die meisten Zuschauerinnen fühlten sich gut unterhalten und haben auch gelacht, aber der einen Dame war das wohl zu fröhlich-makaber ;o).
Bei Büchern fällt mir allerdings auf, dass da eher das typisch Deutsche zum tragen kommt - alles muss intellektuell bis zum Abwinken sein, schwer, bierernst...ich schaue oft Literatursendungen, in denen Bücher vorgestellt werden, und bei den meisten Sendungen kann ich nur sagen, dass mir die dort vorgestellten Leseproben lediglich ein müdes Gähnen entlocken, aber es ist ja alles so bedeutungsschwanger und so aussagekräftig *stöhn*. Lesen heißt eigentlich auch Unterhaltung, aber in Deutschland ist Spaß an etwas ja scheinbar nicht gerne gesehen - auch wer Spaß an und bei seiner Arbeit hat, hat ja bei vielen auch schon einen an der Klatsche. Die einzige Sendung, die sich angenehm von diesem ach so intellektuellen Bücherbrei abhebt, ist "Was liest du?" mit Jürgen von der Lippe im WDR. Wenn er - meist zusammen mit einem anderen Prominenten - aus einem Buch liest, ist das wirklich unterhaltsam und oft zum Schreien komisch. Allerdings wählt er auch Bücher aus, in denen es tatsächlich um reine Unterhaltung geht und nicht so ein hochintellektuelles Geseier.
"Die Blechtrommel" von Günter Grass ist zwar in vielen deutschen Schulen Standard-Lektüre und ist auch stets hochgelobt worden, aber ich kann dem Ganzen nix abgewinnen, obwohl die Grundidee gut ist. Die Umsetzung ist jedoch eher langweilig, umständlich und langatmig - der Film ist allerdings auch nicht viel besser.
Besonders "gut" gefallen mir immer Reszensenten, die dem Autor, der mit seinem Buch ja eine bestimmte Intention verfolgt (Unterhaltung, Aufklärung, Information etc.) und aus diesem Grunde auch einen bestimmten Stil gewählt hat, dann noch erklären wollen, was er in seinem Werk eigentlich sagen wollte. Das geht auch vielen Songwritern so wie etwa James Hetfield von Metallica. Der Urheber des Textes wollte eine bestimmte Aussage treffen und deshalb ist die ach so intellektuelle Erklärung eines Buchkritikers im Prinzip überflüssig. Bücher und auch Musik sind vielfach dazu da, damit sich der Hörer seinen eigenen Reim darauf macht bzw. seine eigenen inneren Bilder kreiert - und zwar ohne Vorbeten eines oberväterlichen Intellektuellen, wie der Verfasser eine bestimmte Passage gemeint hat. Selbst denken macht bekanntlich intelligent und auch den Reiz eines bestimmten Songs oder Buchs aus.
Dienstag, 27. April 2010
Was ein Tag...!
Gestern Abend zappte ich eher zufällig in die RTL-Sendung "Vermisst" rein, in der Julia Leischik sich auf die Suche nach verschollenen Freunden und Angehörigen macht. Gestern suchte sie u. a. nach dem mittlerweile in Kanada lebenden jüngeren Bruder einer Dame. Sie hatte eine veraltete Adresse bei Vancouver, wo der Verschollene einst gelebt hat und zeigte ein Foto in der Nachbarschaft herum mit der Frage, ob jemand diesen Mann kenne. Die meisten Kanadier waren echt nett und hilfsbereit, aber zunächst konnte sich niemand an den Herrn auf dem Foto erinnern. Am besten war jedoch eine Dame, die den Zweck von Julia Leischiks Besuch wohl nicht so ganz verstanden hatte, obwohl sich das eigentlich aus ihrer Frage erschloss: Sie hielt der Dame an der Haustür das Foto hin, doch die Dame wandte sich ab, sagte "No, thank you!" und knallte ihre Haustür wieder zu. Haha, eigentlich hat Frau Leischik sie nur im schönsten Englisch gefragt, ob sie diesen Mann kennen würde - aus der Reaktion ließ sich jedoch eher schließen, dass die angesprochene Dame das wohl als unmoralisches Angebot gewertet hat ;o). Mir ist zwar bekannt, dass es eine Reihe von arbeitsscheuen Männern mit ausgesprochen krimineller Energie gibt, die Menschenhandel - vorzugsweise mit Frauen und Kindern - betreiben, aber der umgekehrte Fall, in dem eine Frau Männer an zahlungskräftige Kundinnen und Zuhälterinnen verhökert, ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen...Julia Leischik war über die Antwort jedenfalls sehr irritiert, was noch nicht einmal unverständlich ist. Wenigstens gab es einige Zeit später ein Happy-End zwischen dem gesuchten Bruder und seiner großen Schwester, denn Julia Leischik ist es tatsächlich gelungen, den Mann zu finden.
Nun werde ich mich in die Tiefen des Internets begeben und ein wenig Jobsearch betreiben, da sich ja von Seiten des Helpdesks nichts tut. Crazy Frog habe ich bereits gestern verarztet, nun folgen noch vier weitere Kundinnen. Allerdings sind die Ergebnisse in jüngster Zeit nicht gerade zufriedenstellend, denn einige Anzeigen tauchen in schöner Regelmäßigkeit wie Wasserleichen immer wieder auf, wenn auch mit aktualisiertem Datum, sodass ich diese Angebote, sofern passend, ohnehin schon weitergeleitet habe. Meist inserieren derzeit die "üblichen Verdächtigen" :o/ - mir kann keiner erzählen, dass es einem Unternehmen angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen nicht gelingt, den angeblich vakanten Arbeitsplatz kurzfristig zu besetzen. Da sind derzeit offensichtlich wieder einige Fakes im Umlauf oder - schöner ausgedrückt - fingierte Stellenangebote.
Montag, 26. April 2010
Unser diesjähriger Beitrag zum Eurovision Song Contest
Einige Fernsehsender jubeln "Satellite" und seine Interpretin zwar schon wer-weiß-wie hoch, ignorieren aber völlig, dass die norwegischen Journalisten ebenso alles andere als angetan sind und schon im Vorfeld des Eurovision Song Contest über den deutschen Beitrag geradezu ablästern. Wie gesagt: Die Künstlerin selbst ist mir sympathisch, aber mit dem Song wird Deutschland sicherlich wieder keinen Blumentopf gewinnen, deshalb finde ich den Vergleich mit der einzigen deutschen Grand Prix-Gewinnerin Nicole auch total überzogen.
Die norwegischen Journalisten kritisieren insbesondere, dass Lena Meyer-Landrut nicht sehr gut Englisch singt und einen viel zu krassen deutschen Akzent hat und da muss ich der Journaille Recht geben - selbst auf Platte waren diese Schwächen deutlich zu hören. Auch wenn die No Angels vor zwei Jahren den letzten Platz gemacht haben mit ihrem öden Einheits-Geträller, so kann man den vier Mädels immerhin noch zugute halten, dass ihre englische Aussprache durchaus bühnentauglich war. Es ist auch keine Tragödie, wenn Lena Meyer-Landrut nicht so gut Englisch sprechen kann, aber da wäre doch ein Titel mit deutschem Text wesentlich empfehlenswerter gewesen, zumal sich Lena dann auch sicherlich auf der Bühne vor einem Millionenpublikum im Saal und vor den Fernsehschirmen sicherer gefühlt hätte. Ich würde mich z. B. auch nicht sonderlich wohlfühlen, wenn ich plötzlich eine Lesung in französischer Sprache halten müsste, denn obwohl ich die Sprache mal in der Schule für 3,5 Jahre gelernt habe, bin ich da nicht gerade ein Meister drin.
Sollte Lena sich tatsächlich unter ferner Liefen platzieren, wird dies sicherlich wieder darauf geschoben, dass sich beispielsweise die Staaten der russischen Föderation immer gegenseitig Punkte geben sowie auch die Staaten, die zum ehemaligen Jugoslawien gehören. Dies kann allerdings keine stichhaltige Begründung für das seit Jahren schlechte Abschneiden der deutschen Beiträge sein - auch in der Vergangenheit haben sich die russischen und jugoslawischen Staaten immer gegenseitig Punkte gegeben und dennoch ist es ausnahmslos allen drei von Stefan Raab komponierten Beiträgen gelungen, sich in den Top 10 des Eurovision Song Contests zu platzieren, also kann das schlechte Ergebnis nicht nur damit zu begründen sein, dass sich einige Staaten grundsätzlich immer gegenseitig mit hohen Punkten bewerten. Auch mit der Musikrichtung hat das mittlerweile nichts mehr zu tun - Rock ("Run and Hide" von Gracia Baur) ist genauso gnadenlos abgesoffen wie Country ("No no never" von Texas Lightning), Swing ("Fraun regiern die Welt" von Roger Cicero) und Pop (No Angels; letztes Jahr "Miss Kiss Kiss Bang" von Alex Swings Oscar Sings - obwohl Burlesque-Tänzerin Dita van Teese für den Auftritt als zusätzlicher Eyecatcher gewonnen werden konnte).
Am meisten hat mich eigentlich gefreut, dass 2006 die finnischen Schock-Rocker Lordi mit "Hardrock Hallelujah" gewonnen haben, denn das zeigt, dass auch gut gemachter Hardrock dazu geeignet ist, die Massen zu begeistern anstatt immer nur irgendwelches Einheitsgedudel. Dem deutschen Beitrag rechne ich auch in diesem Jahr keine großen Chancen aus - die Platzierung wird irgendwo zwischen 12 und 24 liegen, auch wenn einige Schönfärber in Radio, Funk und Fernsehen (z. B. vom ZDF) das vermutlich nicht hören möchten.
Ein Wetterumschwung
Mitbekommen habe ich weder etwas von Schauern oder Gewittern - erst heute Morgen, als ich gegen 5 Uhr aufgestanden bin *gähn*, sah ich, dass es wohl heute Nacht geregnet haben muss, weil die Straßen noch leicht befeuchtet waren. Indizien eines nächtlichen Gewitters gab es nicht, ich habe zumindest weder Blitz noch Donner wahrgenommen, zumal ich Wetterleuchten ohne akustische Begleitung ohnehin verschlafe. Scheinbar hat aber ein Blitz die Ampel am Haupteingang des Südwestfriedhofs gestreift - sie funktionierte zwar, spielte aber komplett verrückt. Ohne jeden ersichtlichen Grund (keine Fahrzeuge, die vom Friedhofsparkplatz auf die Fulerumer Straße abbiegen wollten, keine Fußgänger) sprang die Ampel alle paar Sekunden auf Rot und wechselte dann wieder auf Grün, bevor sie wieder nach kurzer Zeit auf Rot sprang. Normalerweise hat die Fulerumer Straße grüne Welle - es sei denn, Fußgänger betätigen den Taster, um die Straße zu überqueren oder Autos stehen an der Ampel am Hauptportal des Friedhofs, um den Parkplatz zu verlassen.
Die Luftfeuchtigkeit ist momentan enorm und obwohl der Tag zunächst recht sonnig gestartet ist, wird's hier in Düsseldorf immer düsterer. Ich werde nachher mal Marina fragen, ob es heute Nacht in D'dorf ein Gewitter und/oder Regenschauer gegeben hat.
In den USA hat der erste Tornado der Saison im Bundesstaat Mississippi ganze Landstriche verwüstet :o(. Mal schauen, wann in Deutschland in diesem Jahr die ersten Tornado-Meldungen eingehen. In den Staaten sind die verheerenden Stürme wenigstens auf die Zeit zwischen April und Juni beschränkt, während sie hierzulande beinahe ganzjährig gesichtet werden - in den kältesten Wintermonaten ausgenommen.
Samstag, 24. April 2010
Besuch eines Original-Schauplatzes
Als wir über den Friedhof flanierten, musste ich ausgerechnet an meinen Verschreiber in meinem englischen Blog "Straight from the Pot" denken. Ich hatte eigentlich ausgeführt, dass Steffi von uns die Einzige ist, die schon mal auf einer Beerdigung nen Lachanfall bekommen hat und habe zunächst auch folgerichtig das englische Wort "laugh" für "Lachen" verwendet. Irgendwie war ich dann aber in Gedanken und habe im Schlusssatz des jeweiligen Absatzes geschrieben: "The other mourners were angry with Steffi because she loved during the funeral ceremony...", auf Deutsch also: "Die anderen Trauergäste waren sauer auf Steffi, weil sie während der Beerdigungszeremonie Liebe gemacht hat..." Marina und mir war das gestern aufgefallen und danach haben wir beide Tränen gelacht - ich musste danach erst mal meine verlaufene Wimperntusche unter meinen Augen und auf meiner Brille entfernen. Mittlerweile habe ich den Fehler allerdings korrigiert, den ich beim ersten Korrekturlesen glatt übersehen hatte, sodass der Satz auch wieder Sinn macht: "Die anderen Trauergäste waren sauer auf Steffi, weil sie während der Beerdigungszeremonie gelacht hat." Trotzdem: Die Vorstellung, dass jemand während einer Beerdigung am offenen Grab Sex hat, während andere mehr oder weniger offensichtlich trauern, ist schon extrem makaber ;o))). Marina war schon beinahe enttäuscht, dass ich den Fehler nachträglich korrigiert habe. Vor allen Dingen haben wir uns gefragt, WER für Steffis Begierden herhalten musste, hihi.
Am 1. Juni 2010 werde ich im Rahmen meiner Lesung im Dortmunder "U" natürlich auch einen Auszug aus meinem aktuellen Werk lesen sowieso selbstverständlich einige Klassiker aus meinen früheren Büchern. Das Ganze wird also eher eine Mischung verschiedener Genres - Humor, Liebesgeschichte und Schauergeschichten. Von meinen Freunden und Kollegen sowie unserer Geschäftsführung haben sich bereits einige Leute angekündigt, aber natürlich freue ich mich auch über viele, viele andere Gäste. Auf die Location bin ich ohnehin sehr gespannt, denn bis dato war ich noch nie im Dortmunder "U".
Freitag, 23. April 2010
Ein surrealer Tag
Ganz surreal sind allerdings die Empfangskräfte in unserer Bank: Kumi, einer unserer Berater, war gestern für Erstberatungen hier, ist aber gestern Abend wieder Richtung Berlin abgedampft. Da Marina und ich um die Zeit, als seine letzte Beratung stattfand, schon längst im Feierabend waren, hat er den Schlüssel am Empfang des Hauptgebäudes deponiert und uns gebeten, den Schlüssel dort heute früh wieder abzuholen. Das habe ich auch um 7.20 Uhr getan, aber die Abholung gestaltete sich als schwieriger als gedacht. Ich konnte der Dame am Empfang zwar per Zutrittskarte nachweisen, dass ich zu der externen Firma gehöre, für die ich den Schlüssel abholen sollte, aber da sie nicht gerade gut Deutsch sprach, brauchte ich mindestens drei Anläufe, um ihr zu erklären, dass Kumi den Schlüssel hier gestern Abend hinterlegt habe und ich ihn nun wieder abholen solle. Sie meinte jedoch immer, dass Kumi heute Mittag käme *seufz* - erst nach etlichen Versuchen hat sie begriffen, dass er gar nicht mehr vor Ort ist und ich den Schlüssel abholen solle.
Die Dame war wirklich sehr freundlich, was man leider nicht von allen Empfangskräften in unserer Bank behaupten kann, aber sowohl für sie als auch für Besucher ist es sicherlich mühselig, sich in einer Sprache zu verständigen, die sie nicht gerade gut beherrscht. Für das erste Aushängeschild im Unternehmen ist das sicherlich nicht so positiv - es ist allerdings auch das erste Mal, dass ich in irgendeiner Firma eine Empfangskraft hatte, die kaum Deutsch sprach und die die ganze Situation aufgrund dessen verständlicherweise auch sehr verunsicherte. Englisch brachte leider auch nix, weil sie diese Sprache wohl noch weniger beherrscht und ich spreche leider kein Türkisch oder Arabisch.
Wenig später kündigte ich bei unserer Empfangsdame im Altbau, die echt cool drauf ist, unsere Besucher für den heutigen Tag an und sie erzählte mir dann schmunzelnd, dass sich ihre Kollegin aus dem Hauptgebäude Sorgen gemacht hätte wegen dem Schlüssel, aber es war ja alles in Ordnung. Ich frage mich echt, wie es die Geschäftsleitung bringen kann, eine Dame an den Empfang zu setzen, die kaum Deutsch oder Englisch versteht - das ist ja auch für die Dame selbst sehr frustrierend, denn dass sie kompetent weiterhelfen möchte, merkt man ihr an, aber das kann sie natürlich aufgrund der Sprachbarriere nur in eingeschränktem Umfang.
Leider war unsere coole Empfangsdame aus dem Altbau nur bis in den Vormittag hinein da, denn seit ca. 11 Uhr sitzt dort unsere berühmt-berüchtigte unsympathische junge Zippe, die einem ja schon total in den Hörer ranzt, wenn unsere Besucher sich dann am Empfang bei ihr melden - sich am Telefon mit "Tschüss" zu verabschieden, grenzt dann wohl schon an Sonderwünsche, denn das kennt sie wohl gar nicht, denn sie knallt jedesmal ohne Abschiedsgruß den Hörer auf *nerv*. Offensichtlich scheint es ihr zuviel zu sein, nen Hörer in die Hand zu nehmen und uns mitzuteilen, wenn unsere Kunden eingetroffen sind. Vorhin hat Marina einen Anruf vom Empfang entgegen genommen, bei dem ihr in barschem Ton von der Zippe mitgeteilt wurde, dass ICH unsere Kundin abholen könnte - Marina darf das dann wohl offensichtlich nicht ;o). Wenig später zickte sie durch's Telefon, weil "eine Dame" (übrigens ehemalige Mitarbeiterin der Bank) etwas bei mir abholen wollte - richtig, eine Bewerbungsmappe, die sie persönlich bei einem Arbeitgeber abgeben wollte. Entschuldigung, dass sowohl Marina als auch ich als auch unsere Berater häufiger Besuch bekommen....
Mich hat sie gar nicht erst durchs Drehkreuz gelassen, als ich einer Kundin ihre Original-Zeugnisse aushändigen wollte, die sie bei uns nach dem Einscannen vergessen hatte und sie zudem den Empfang der Zeugnisse noch quittieren lassen wollte. "Sie kommen hier nicht raus!" (Komisch, ich kenne nur Kaya Yanars Hakan, der immer sagt: "Du kommst hier net rein!") Fakt war, dass meine Kundin auf der Vorrichtung für das Drehkreuz unterschreiben musste anstatt in der Sitzgruppe am Empfang - sehr besucherfreundlich, wirklich.
Als um 13.30 Uhr noch eine Kundin für Marina und mich erschien - sowas aber auch - hat sie mich zum Empfang bestellt, damit ich die Dame abhole. Hm, mir kam eine etwas verunsicherte Dame auf dem Flur entgegen, bei der ich mir schon überlegte, ob das unsere Kundin sein könnte, aber da ich natürlich noch nicht wusste, wie unsere Kundin aussieht, bin ich weiter zum Empfang getapert, um sie abzuholen. Dort stellte sich dann mal raus, dass Zippe sie schon längst durchgelassen hatte - und das, obwohl Besucher seit Neuestem gar nicht mehr so ohne weiteres durchgelassen werden und wir sie deshalb jedes Mal am Empfang abholen müssen. Unsere Neukundin war nämlich tatsächlich die unsichere Dame, die mir bereits auf dem Weg zum Empfang begegnet war. GRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRHHH!!!! Bei manchen Leuten hat man den Eindruck, dass sie schon geradezu nach ner Abmahnung oder nem Rauswurf schreien. So eine Empfangskraft habe ich bislang noch nie erlebt *kopfschüttel*. Wenn wir unsere Kunden so behandeln würden, hätten Oscar und Sabine uns bestimmt schon die Kündigung überreicht - was angesichts eines solchen Gezickes ganz gewiss nicht unverständlich wäre.
Donnerstag, 22. April 2010
Vier Leserempfehlungen auf einen Schlag
Im Einzelnen wurden empfohlen:
- Piranhas = Menschenfresser? (schon zum zweiten Mal in dieser Woche)
- Schlechtes Betriebsklima: Bleiben oder kündigen? (eine Premiere unter den Artikelempfehlungen)
- Die Funktion erotischer Träume (ebenfalls eine Premiere, der vergleichbare Artikel "Der Kuss im Traum" wurde hingegen bereits dreimal empfohlen)
- Anpassung statt Individualität (auch hierbei handelt es sich um eine absolute Premiere)
Meine Leseprobe der Düsteren Schauergeschichten wurde bisher 58 Mal aufgerufen, aber bis dato noch nicht bewertet. Auch auf meiner Homepage wurden die Reiter "Bücher" und "Leseproben" mehrfach aufgerufen. Ich bin mal gespannt, wie sich die Verkäufe entwickeln, zumal das Ganze eher wellenförmig verläuft - mal werden direkt mehrere Bücher auf einen Schlag gekauft (bis zu 20 pro Monat), dann tut sich wieder wochenlang nix, dann werden vereinzelte Exemplare gekauft, dann wieder eine größere Menge...eigentlich passen meine Bücher ganz gut zur letztgenannten Artikelempfehlung, denn statt mich an den Mainstream anzupassen (der auf dem Buchmarkt derzeit schwerpunktmäßig auf Vampir-Geschichten, Erfahrungsberichte über sexuellen Missbrauch oder Ehrenmorde in Familien, die dem Islam angehören, liegt), setze ich auch eher auf Individualität und beschäftige mich eher mit Dingen, die im Alltag passieren können - unglückliches Verliebtsein, heimliche Liebe, Mobbing, andere kranke Entwicklungen in der Arbeitswelt - oder verleihe einigen meiner Geschichten eine individuelle, etwas makabere Note, die jedoch vom Mainstream ziemlich weit entfernt liegt. Allerdings würde es mir auch sehr schwer fallen, ein Buch zu schreiben, das zwar derzeit thematisch voll im Trend liegt (wobei ich zu den Themen sexueller Missbrauch und fundamentalistische Auslegung des Islam ohnehin keine Praxiserfahrungen beisteuern könnte), aber von dem ich das Gefühl hätte, ich hätte es geschrieben, um dem Mainstream anzugehören und in allen möglichen Feuilletons rezensiert zu werden. Ich denke, die meisten meiner Leser kaufen meine Werke, weil sie abseits vom Mainstream liegen und trotzdem unterhaltsam sind. Auch wenn meine Bücher vielfach wird schwarzem Humor gespickt sind, haben sie oft doch einen gewissen gesellschaftspolitischen Hintergrund, den aber viele nicht sehen wollen, da kritisches Denken nicht überall beliebt ist. Es ist ja auch viel bequemer, sich anzupassen und nicht nach rechts oder links zu schauen anstatt in irgendeiner Form aktiv gegen etwas vorzugehen, das keinen Sinn macht, nicht gerade sozial verträglich ist usw.
Nun werde ich mich mal meinem Hauptberuf widmen, indem ich eine Mappe für eine Kundin erstelle, die heute ein Vorstellungsgespräch hat und ihre Unterlagen gerne dorthin mitnehmen möchte und dann werde ich noch einige Zeugnisse eines Neukunden scannen und graphisch nachbearbeiten. Marina und ich haben hier heute ohnehin Großkampftag mit Neukunden, Altkunden etc., wobei das Ganze am Nachmittag seinen Höhepunkt erreichen wird. Dafür ist Obst sicherlich willkommen ;o)!
Mittwoch, 21. April 2010
Manfrilde die mopsfidele Mini-Fledermaus
Schließlich flatterte Manfrilde genau in das weit geöffnete Küchenfenster der artigen Alex. Slayer, der sich in seinem Käfig auf einem Küchelwägelchen befand, guckte etwas dreieckig, als ein Tier, das kaum größer war als er selbst, lautlos in die Küche geflattert kam, konnte aber auch nix dagegen unternehmen, da er ja in seinem Käfig saß und bis gerade eben ganz friedlich Cesar-Hundefutter genossen hatte. Er gab einige ungehaltene Laute von sich, sodass Alex im Wohnzimmer auf das Keifen ihres kleinen tierischen Mitbewohners aufmerksam wurde. Im gleichen Moment nöhlte Sammy los, die gemeinsam mit Ecki eine Orange aus der Küche ins Wohnzimmer transportieren wollte - es war also mal wieder eine Frucht mit plüschigen Beinen unterwegs. Erst wären die beiden fast schwankenderweise gegen den Türrahmen geflitzt, weil die Orange so schwer war, und dann bekamen sie auch noch einen Stups von irgendwas, sodass sie das Obst erschreckt fallen ließen. Die Orange kullerte über den Boden und wurde augenblicklich von der kleinen Fledermaus attackiert. Natürlich hatte Manfrilde nicht genug Kraft, um die große Orange mit ihren kleinen Füßchen abtransportieren zu können, aber sie biss schnell ein Stückchen Schale heraus, denn die mopsfidele Fledermaus fraß auch Dinge, die andere Menschen oder Tiere normalerweise nicht fressen würden. Noch ehe Alex überhaupt auf den nächtlichen, ungebetenen Besucher reagieren konnte, war Manfrilde schon wieder aus dem Fenster geflattert. Was für ne Wohnung! Ein meckernder Zwerghamster, zwei nöhlende Stofftiere, die Obst zu tragen versuchen - nee, da wollte Manfrilde es doch lieber woanders probieren, wo sie mehr Ruhe hatte! Alex machte zur Sicherheit das Fenster auf Kipp, damit die freche Fledermaus nicht noch einmal in ihre Wohnung fliegen würde.
Dienstag, 20. April 2010
Das Cover zum neuen Buch

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Mittlerweile habe ich hierzu ebenso eine Leseprobe unter www.suchbuch.de eingestellt - natürlich schauerlich schwarz mit meinem Foto, das einen aufziehenden Gewitterschauer aus Februar 2005 zeigt. Das Ganze war damals auch mit Hagel und Graupel verbunden. Graupel gibt es zwar bei Sommergewittern seltener, aber Hagel ist selbst im Sommer bei heftigen Unwettern ein nicht ganz so seltenes Phänomen. Erst als am frühen Abend des 3. Juli 2009 ein heftiges Gewitter über Essen niederging, kamen insbesondere in den Stadtteilen Katernberg und Schonnebeck so große Hagelkörner runter, sodass einige Straßenzüge im Nordosten der Stadt einer Winterlandschaft glichen. Selbst am nächsten Morgen war der Eisregen immer noch nicht ganz weggeschmolzen.
Gewitter spielen in all meinen Büchern und Geschichten eine nicht unwesentliche Rolle. Sie kommen z. B. in den folgenden Stories vor:
- Mutter-Tochter-Gespräch (Mitten aus'm Pott)
- Das erste Mal (Mitten aus'm Pott)
- Das alte Haus in Hattingen (Absoluter Horror)
- Blitz und Donner (Wenn es Nacht wird im Pott)
- Sex, Drugs and Rock n Roll (Wenn es Nacht wird im Pott)
- Piel op no Crange - Die Nacht der Abenteuer (Wenn es Nacht wird im Pott)
- Liebe, Tod und Teufel
In der Geschichte "Das alte Haus an der Beckstraße" (Mitten aus'm Pott) kommt zumindest ein Schneesturm vor, weil diese eine der wenigen Stories ist, die im Winter bzw. Herbst spielen.
Mein neues Buch ist nun lieferbar

- Obstfotos bzw. Fotos von Menschen, die so tun, als wenn sie in Pflanzen beißen (das erste Foto zum letztgenannten Thema hat Marina bereits von mir geschossen, hihi)
- Fotografieren im Allgemeinen - gerade im Frühjahr, wenn alles grünt und blüht, gibt es besonders schöne Motive
- Blogs, Kurzgeschichten, Sachartikel, Bücher etc. schreiben
- Fahrrad fahren und Laufen, wobei Ersteres insbesondere für Marina gilt. Mein Rheuma hindert mich derzeit daran, längere Strecken zu walken *frust*. Von der körperlichen Kraft und vom Lungenvolumen her könnte ich sehr viel längere Strecken laufen, aber meine Füße teilen mir mit, dass sie da derzeit keinen Bock drauf haben und das nervt total! Im Jahr 2005 habe ich noch problemlos am National Walking Day auf Schalke teilgenommen und bin dort ohne Schmerzen 5 km mit meinen Stöcken in 51:51 Minuten (die Strecke musste in 60 min. bewältigt werden) rund um die Arena gelaufen. Im Jahr 2007 habe ich sogar am Haldenlauf in Bottrop teilgenommen, denn im Schatten der Halde Haniel ging es 6,8 km von der Zeche Prosper-Haniel aus rund um's angrenzende Landschaftsbauwerk Schöttelheide. Hierfür standen maximal 65 min. zur Verfügung und ich habe es in 61,34 min. geschafft. Damit bin ich zwar Drittletzte geworden, da auch etliche Profiläufer am Start waren, aber es hat mich einfach mit Stolz erfüllt, die Strecke in der vorgegebenen Zeit geschafft zu haben - es ging mir gar nicht darum, unter die ersten Zehn zu kommen. Laufen macht glücklich - man kann abschalten, die Landschaft genießen, durch die man läuft, und die Sauerstoffdusche im Gehirn nach Überqueren der Ziellinie hat ebenfalls sehr positive Effekte. In den Jahren 2006 - 2008 bin ich fast jeden Sonntag durch den Gesundheitspark Quellenbusch auf der Stadtgrenze Bottrop/Oberhausen gewalkt und habe dort teilweise auch Strecken von mehr als 5 km zurückgelegt, aber mein Rheuma meint in jüngster Zeit, es müsste mich an übermäßiger Bewegung hindern. Das nervt ziemlich, wenn einem bereits nach 1,5 km die Füße dermaßen weh tun, so als wenn man gerade eben nen Marathon-Lauf absolviert hätte :o/ Renate, die selbst seit ihrem 29. Lebensjahr an einer nicht näher definierten Mischkollagenose (Weichteilrheumatismus) leidet, meinte, dass es ab dem 40. Lebensjahr von den rheumatischen Beschwerden her wieder besser wird, aber bis zu meinem 40. Geburtstag sind es noch mehr als vier Jahre...
Ansonsten habe ich mich gestern Abend sehr darüber gefreut, als ich in der Dunkelheit vom Küchenfenster aus eine kleine niedliche Fledermaus bewundern durfte, die in Richtung Mühlbachtal flatterte. Das passt hervorragend zu meinen düsteren Schauergeschichten ;o). Sammy hingegen nöhlte rum und versuchte gemeinsam mit Ecki, eine Honigmelone ins Wohnzimmer zu transportieren, sodass sich eine Honigmelone mit vier plüschigen Beinen durch meine Wohnung bewegte. Ich habe den beiden schließlich geholfen, auch wenn der Anblick einer Melone mit vier Beinen schon ziemlich lustig war ;o)).
Nun versuche ich mal, wieder ernsthaft und seriös zu sein, indem ich Kaffee für Marina und mich koche (unsere so genannte Teufelsplörre...) und für meine Kundin, die um 9 Uhr zur Unterschrift kommt, eine Bewerbungsmappe zu erstellen.Samstag, 17. April 2010
Eine Pressemitteilung, Vögel, Obst und Frühlingswetter
Anbei findet sich der Link zur Pressemitteilung:
http://www.openpr.de/news.419132.html
Endlich bricht der Frühling wenigstens mal richtig durch - Sonnenschein, 17°C und ein wolkenloser Himmel über Essen. Slayer war am Donnerstagabend, bevor die Aschewolke aus Island über den Norden und Nordwesten Deutschlands hinwegzog, etwas eu, so als wenn er geahnt hätte, dass uns was aus dem fernen Island ereilt. Seit gestern Abend ist er jedoch wieder munter wie ein Fisch im Wasser, da die Wolke offensichtlich schon über NRW hinweg gezogen ist. Der Luftraum ist jedoch immer noch gesperrt. Es ist schon beinahe ungewohnt, nicht ein einziges Flugzeug am Himmel zu sehen.
Sammy hat sich gestern eine frische Orange gekauft, hat aber aufgrund ihrer Größe von 17 cm etwas Schwierigkeiten, das Obst zu transportieren. Als ich gestern Abend die Wohungstür aufschloss, sah ich nur ne Orange mit plüschigen Beinen durch meine Diele wanken, die rumnöhlte. Zum Glück eilte ihr ihr Brüderchen Ecki zur Hilfe, aber der ist auch nur einen Zentimeter größer als seine ältere Schwester. Sammy beste Freundin Erna, das weiße Plüschhuhn mit den blau-weißen Ringelsocken und dem gelben Adlerschnabel, flog vor Begeisterung direkt dreimal um die Antenne - das tut sie ohnehin dreimal täglich zu Fitness-Zwecken ;o). Allerdings irritiert das alle anderen Vögel in der Umgebung wie etwa Raben, den Zwergfalken, Elstern usw.
Slayer freute sich auch über frisches Obst in Form eines Birnenstückchens, das er mir auch direkt fröhlich aus den Fingern riss, als ich es ihm hin hielt.
Heute Morgen habe ich dann noch eine Geburtstags-SMS an Thorsten aus CÖSFELD verschickt, der heute 40 wird, hähä. Bis dahin hab ich ja noch vier Jahre und zwei Wochen Zeit *wischerleichtertdenschweißvonderstirn*. Eine Geburtstagskarte wird er auch noch von mir bekommen - natürlich mit netten Comics, hihi.
Donnerstag, 15. April 2010
Möhren und Karotten und der nackte Donnerstag

- es gibt u. a. Jeans in Karottenform, aber keine in Möhrenform. Dies soll wohl betonen, dass eine Jeans in der entsprechenden Form eher für zartere, schlanke Gestalten passend ist und somit eher das Filigrane betont anstatt das Grobe
- Fürs Wasserlassen haben Männer ja alle möglichen Synonyme: Urinieren, Pullern, eine Stange Wasser in die Ecke stellen und - last but not least - die Möhre auswringen. Klar, dass Männer ihr bestes Stück als Möhre bezeichnen, weil diese eben groß und prall sind im Gegensatz zur kleineren, zarten Karotte. Welcher Kerl gibt schon offen zu, dass er statt einer Möhre nur ne Karotte in der Hose hat?! (Hm, obwohl es eigentlich beim Sex nicht so sehr auf die Größe ankommt...)
- Karotten als feineres Gemüse werden häufiger als Zutat in Baby- und Kleinkindnahrung verarbeitet als Möhren - wohl auch, um den kleinen, noch zarten Organismus aufgrund ihrer zarten Konsistenz besser zu unterstützen
- Bekannter und beliebter in der Welt von Stofftieren und Zeichentrickserien ist jedenfalls die Möhre: Plüschhasen führen als Accessoire häufig eine Möhre mit sich (z. B. indem sie sie in einer Pfote halten oder in einem kleinen Jute-Beutel mitführen) und auch Bugs Bunny biss immer herzhaft in eine Möhre, wenn er sagte: "Mein Name ist Hase und ich weiß Bescheid!"
- An Heimtiere, die auch Möhren futtern wie etwa Hamster, Zwergkaninchen oder Ratten werden in der Regel Möhren verfüttert und keine Karotten. Slayer hat ja neulich von einem früheren Freund von mir ein Stück Möhre bekommen, die offensichtlich seinen geschmacklichen Anforderungen mehr als genügte.
Unabhängig vom Thema "Möhren und Karotten" hat Marina herausgefunden, dass Krallenaffen keine Avocado essen dürfen, weil sie davon krank werden können :o(. Bei manchen Obstsorten sollte vor der Fütterung die Schale entfernt werden, da diese Krankheitserreger enthalten kann (z. B. Mango, Ananas - ha, wer isst auch schon ne Ananas mit Schale?! Auch Bananen werden eher selten mit Schale gefuttert, die meisten Affen schälen sich die Bananen sogar selbst.) Möhren, Tomaten und Gurken sind jedoch für Krallenaffen erlaubt, genauso wie Äpfel mit Schale! Und was ist mit Käseküchelchen für Miniberggorillas? Das ist nun mal Sammys Leibgericht, wenn sie nicht gerade Mandarinen-Bananen-Kompott futtert ;o). Ebenso gerne isst sie jedoch auch Schwarzwälder Kirschtorte, genau wie ihr Brüderchen Ecki.
Mein neues Buch erscheint in Kürze

- ich sie von all meinen Freunden am längsten kenne,
- sie mein erster Kontakt war, als ich damals mit meinen schüchternen 26 Jahren frisch nach dem Studium in der berühmt-berüchtigten Steuerberatungsgesellschaft im Düsseldorfer Norden anfing,
- sie sich, wie bereits erwähnt, beim Lesen meiner Geschichten nach Anbruch der Dunkelheit gruselt, was ich wiederum lustig finde,
- sie selbst ja auch schon ein sehr gut geschriebenes Buch veröffentlicht hat, nämlich das Jugendbuch "Glück bedeutet, ein Pony zu haben", das u. a. bei Amazon erhältlich ist. Hierfür habe ich damals auch noch das Lektorat übernommen und selbst in der Rohfassung hat mir das Manuskript schon viel Spaß gemacht. Mein Dad hat das fertige Buch gelesen und obwohl er kein absoluter Pferdenarr ist - er mag die Tiere zwar, ist aber noch nie in seinem Leben geritten - hat es ihm sehr gut gefallen. Auch meine Mom, für die analog dasselbe gilt wie für meinen Dad, war sehr angetan.
Meine Mom ist zwar begeistert von meinem Schreibstil (Formulierungen, Rechtschreibung, Zeichensetzung - was natürlich nicht ausschließt, dass auch ich mal was überlesen kann...), aber die Inhalte meiner Geschichten sind ihr manchmal doch zu makaber und/oder sexistisch. In der Beziehung ist mein Dad wesentlich lockerer und lacht sich über meinen schwarzen Humor tot.
Mittwoch, 14. April 2010
Kult-Schlager mal neu interpretiert
Das Schlimme ist: Ich stehe nun morgens vor Slayers Käfig, wenn ich in die Küche gehe, um mir das Frühstück zu machen, singe dabei den Schlager von Howie und benehme mich dabei aber wie die Jungs von Metallica auf der Bühne. Mein Hamsterchen ist dann immer ziemlich irritiert und hält mich m. E. für verrückt - er kennt es zwar, dass ich singe und auch, dass ich Head bange und dazu Luftgitarre spiele, aber nicht in DER Kombination ;o). Noch irritierter schaut er allerdings aus seinem Fellchen, wenn ich morgens beim Frühstück Crazy Frogs "Axel F." nachzusingen versuche - "Ding, ding, ding, ding, FROG-FROG...". Er fragt sich wahrscheinlich, was man mir in den Kaffee getan hat ;o).
Das Video ist mittlerweile bei Marina und mir zum Kult avanciert, wobei Marina es auch per Zufall entdeckt hat - ich konnte es erst gar nicht glauben ;o)! Nahrungsmitteltechnisch ist bei uns Kult:
- Obst (z. B. Ananas, Äpfel, Bananen)
- Joghurt in unterschiedlichen Variationen und von unterschiedlichen Herstellern
- Vanille-Wölkchen von Dr. Oetker (danach ist immer bei mir alles Wölkchen)
- Fleischwurst mit Knoblauch (eher bei mir. YO!)
- Kürbiskern-Laugenstange (wird von Marina morgens beim Bäcker gekauft)
Dienstag, 13. April 2010
Playlist im Projektbüro
- Fruit Bats "Tegucigalpa" (na, das hört/singt allerdings eher Marina, hihi)
- Crazy Frog "Axel F." (aus aktuellem Anlass - ich singe schon die ganze Zeit "Ding-Ding...")
- Howard Carpendale "Deine Spuren im Sand" (allerdings in der Version, in der Howie im Original singt, dafür aber ein wildes Metallica-Konzert aus dem Jahr 1992 im Hintergrund als Video läuft - Headbanging, leidenschaftliches Gedrumme und James Hetfields große Gestalt, die ins Mikro brüllt, passen einfach spitzenmäßig zu diesem getragenen Schlager ;o))). Besonders gut gefiel mir der Kommentar eines Amerikaners zu dieser lustigen Mischung: "What the fuck is this gay shit?" Eine andere Nutzerin schrieb: "Howard McTellica ist mein Lieblingssänger seit den 70er Jahren." Insbesondere über den ersten Kommentar hab ich noch gestern Abend auf der Couch gelacht)
- Udo Jürgens "Ich war noch niemals in New York" (gestern hatten wir Schlagertag, obwohl wir sonst eigentlich eher HipHop bzw. Metal hören)
- Cypress Hill "Lowrider" (das war ja schon Gegenstand meines letzten Blog-Eintrags...)
- Fettes Brot "Emanuela" (macht einfach gute Laune!)
- Howard Carpendale "Hello again" (wir werden immer verrückter...)
- Jürgen von der Lippe als Peter Maffay: "Das Lied von der Hupe" (kreisch!)
- Juliane Werding "Stimmen im Wind" (als Gegenpart zu "Hello again" - Juliane Werding hat übrigens dasselbe Gymnasium wie ich besucht und der von ihr gesungene Titel war 1985/86 der Lieblingssong meiner Mom)
- Adamo "Es geht eine Träne auf Reisen" (als Marina das gespielt hat, musste ich einfach anschließend mit Cameo's "Word up" aus dem Jahr 1986 kontern!)
Das Stimmungsbarometer im Büro:
Marina: total heiter und fruchtig
Alex: bei mir ist alles Wölkchen
Wunsch für den heutigen Tag:
- Crazy Frog fühlt sich verstanden und trinkt sich nicht mit Mineralwasser Medium einen Rausch an
- Ab in die Sonne - raus aus'm Büro
- Für Marina: Obst, Ananas; für mich: Metallica kommen uns im Büro besuchen und sorgen für Stimmung, bevor sie uns zum Eis am Rhein einladen (ach, was bin ich heute wieder bescheiden...)
Marina futtert gerade einen Apfel, den sie herzhaft knackt - Blendamed, damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können! (Ach nee, Marina hat empfindliche Zähne und benutzt deshalb Sensodyne.) Bei mir ist immer noch alles Wölkchen.
Neuauflage eines Musikvideos

Montag, 12. April 2010
Das Fundstück der Woche!

Marina hat sich gerade tierisch beömelt, als sie diese Ausschreibung beim Jobsearch gelesen hat. Besonders gut gefiel ihr die Formulierung "Aushilfen für Sonnenschutz-Team" (die auch wirklich was unfreiwillig Komisches an sich hat *grins*) - mir als Lektorin ist eher das fehlende Leerzeichen bei der Anforderung "Sinn für gute Qualität wird vorausgesetzt" aufgefallen ;o). Gut, bei Sonnenschutz könnte man jetzt auch an Sonnemilch oder -öl denken, hahaha!!! Und wenn Sie mal den falschen Lichtschutzfaktor gewählt haben und sich Ihre Haut wegen Sonnenbrand zu pellen beginnt (oder Schlimmeres), gibt es ja auch direkt Näherinnen, die etwaige Hautverletzungen wieder vernähen können - deshalb wird auch Sinn für gute Qualität vorausgesetzt! Das sieht ja auch nicht schön aus, wenn die Naht nicht sauber ist auf der ansonsten gut gebräunten Haut.
Die coolste Ausschreibung, die ich allerdings je gelesen habe, hat mir mal eine Freundin vor Jahren zugeschickt, als ich noch Dienst als Teamassistentin bei der berühmt-berüchtigten Steuerberatungsgesellschaft im Düsseldorfer Norden tat. Danach herrschte jedenfalls Stimmung im Sekretärinnen-Pool. Wohlgemerkt: Diese Ausschreibung war KEIN Fake, sondern ist in der Form in einem Käseblättchen im Schwabenländle erschienen, allerdings im Jahr 2003. Das war der Text:
If you are always the Gelackmeierte and don't earn enough money: then call an!
We are a good firma for very fleißige people and bezahl very good. You also have a chance if your Englisch is not so gut wie unseres. Tel. (die war dann auch geschätzt)
Na, da werden sich doch sicherlich zig DENGLISCH-Fans drauf beworben haben, höhö.
Die Absage des Jahres...
Jedenfalls hat dieses Unternehmen, das eine Personaldisponentin suchte, fast fünf Monate benötigt, um festzustellen, dass ich für die Stelle leider überqualifiziert bin. WOW! Das hätte den Verantwortlichen eigentlich auch ein bisschen eher auffallen können. Marina und ich haben ja auch schon mal eingehende Bewerbungen gesichtet und beurteilt - Einladungen zu Gesprächen oder Absagen folgten allerdings binnen spätestens zwei Wochen, die Eingangsbestätigung sogar noch am gleichen Tag. So schwierig kann das eigentlich nicht sein und rechtfertigt auch keine Bearbeitungszeit von mehreren Monaten. Da hat wohl mal jemand seinen Wust aufgeräumt und dabei fiel demjenigen dann auf, dass da noch unbeantwortete Bewerbungen rumfliegen.
Auf jeden Fall spiele ich mit dem Gedanken, dieses Absageschreiben rahmen zu lassen ;o), denn bis dato ist mir noch keine Absage untergekommen, in der:
- in einem Dreizeiler vier Rechtschreibfehler enthalten sind
- pro Zeile einmal das Wort "Arbeitsplatz" vorkommt
- ich als überqualifiziert bezeichnet wurde, wobei das ja angesichts der unpersönlichen Standard-Absagen, die sonst so kommen, schon fast von entwaffnender Ehrlichkeit ist
- dass der Dank für die Übersendung der Unterlagen fehlte. Ein kurzes Dankeschön für die Übersendung und das damit verbundene Interesse/Vertrauen ist selbst in den unpersönlichsten, unterkühltesten Absageschreiben enthalten. Stattdessen hieß es nur "...hiermit senden wir Ihnen Ihre Unterlagen ...zurück.
- das Layout so grottenschlecht war. Der Briefbogen war ja noch ganz nett, aber der darauf gedruckte Text...na ja.
Mehr fällt mir dazu echt nicht ein ;o). Neulich durfte ich über Twitter einen Artikel lesen, in dem es darum ging, dass eine Bewerberin abgelehnt wurde mit dem Hinweis, dass sie ein "Ossi" ist, denn ein entsprechender Hinweis befand sich wohl auf dem Lebenslauf, der der Bewerberin dann auch noch so zurückgesandt wurde. AUA! Dem Unternehmen war der Vorfall wohl peinlich, aber angeblich hatte es nichts mit ihrer Herkunft zu tun, dass sie nicht genommen wurde, angeblich gab es da wohl noch andere Gründe. Die Bewerberin klagt jetzt jedenfalls wegen Verstoßes gegen das AGG. Unverständlich ist das eigentlich noch nicht mal, denn es gibt Notizen auf Bewerbungsunterlagen, die dort einfach nix verloren haben, insbesondere wenn jetzt schon Nebensächlichkeiten wie Herkunftsland in manchen Firmen eine Rolle zu spielen scheinen, und die man dem Bewerber so auch nicht wieder aushändigen sollte, zumal "Ossi" schon ziemlich abwertend klingt.
Ich weiß auch nicht, welche Eigenschaften der zuständige Personaler mit einem Ossi assoziiert. Sind alle Menschen, die in Ostdeutschland zur Welt gekommen sind, prinzipiell nicht tragbar für ein Unternehmen wegen etwaiger Mitgliedschaft in SED, Stasi usw.? Auch das traf ja nicht auf alle ehemaligen DDR-Bürger zu, zumal eben jene Bewerberin schon 1986 - also drei Jahre vor dem Mauerfall - ausgereist ist. Das hat ja schon fast was von Sippenhaft. Werden jetzt katholische Bewerber auch schlechter behandelt, weil derzeit leider mit einiger Verspätung die ganzen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche hochkochen und weil jetzt einige Menschen meine, ALLE Katholiken haben so kranke Neigungen? Haben Moslems nun auch prinzipiell Nachteile im Bewerbungsprozess, weil sie potentielle Terroristen sein könnten? Da kann man im Prinzip bei jedem Bewerber was finden, was ihn als ungeeignet erscheinen lässt, das aber nichts mit seiner fachlichen und menschlichen Eignung zu tun hat, sondern eher mit Aussehen, Herkunft, Religionszugehörigkeit usw. Die Kriterien der Personalauswahl treiben aber mittlerweile einige seltsame Blüten in diesem Land, denn normalerweise sollte einem Bewerber vorurteilsfrei begegnet werden - unabhängig von Aussehen, Hautfarbe, Herkunft, Religionszugehörigkeit. Normalerweise macht man sich anhand objektiver Kriterien wie Zeugnisse, Anschreiben und Lebenslauf ein Bild über den Bewerber machen und nicht anhand persönlich gefärbter Stereotypien.
Ähnliches gilt auch für die fragwürdige Mode, dass mittlerweile über ein Drittel aller Unternehmen im Netz über Bewerber recherchiert, bevor eine Einladung zum Gespräch oder eine Absage erfolgt - also wird auch da offenbar prinzipiell jedem Kandidaten was Böses unterstellt. Sicherlich gibt es eine Reihe von Internet-Nutzern, die fragwürdige Kommentare unter dem Deckmäntelchen der Anonymität ablaichen, die Cyber-Mobbing begehen oder mehr als fragwürdige Seiten besuchen, aber es ist grundfalsch, dies jedem Bewerber zu unterstellen. Vor allem scheint es bei solchen Recherchen vielfach eher um Fragen von Weltanschauung, persönlichem Geschmack etc. zu gehen - was auch nicht das Kriterium für eine Einstellung sein kann, zumal selbst seriöse Inhalte durch Arbeitgeber unterschiedlich bewertet werden können.
Skurriles zum Wochenanfang
Der Jobsearch hat heute auch nicht gerade viel hergegeben für meine vier Schäfchen - noch nicht mal im Großraum Düsseldorf und dort findet man eigentlich noch am meisten, wenn auch vielfach Zeitarbeit. Teilzeitstellen in "ungünstigen" Ballungsgebieten wie Schwerte und Umgebung, OWL oder am Niederrhein ist schon fast unmöglich, was natürlich nicht nur für meine Kunden, sondern auch für mich frustrierend ist. Dennoch ist es mir gelungen, die eine oder andere Teilzeitstelle in ungünstigen Ballungsgebieten zu finden. Nach Ostern ist ohnehin nicht viel los auf dem Arbeitsmarkt...das wird sich jetzt wohl munter so fortsetzen, da ja im Mai auch noch die ganzen Feiertage wie 1. Mai (mein Geburtstag! *freu*), Christi Himmelfahrt (13. Mai) und Pfingsten (23./24. Mai) folgen. Und irgendwann Anfang Juni ist ja auch noch Happy Kadaver, dann folgen wenig später die Sommerferien...
Samstag, 10. April 2010
Was ein Wochenende...!
Nun bin ich erst mal wieder frisch frisiert und gesträhnt - mein Durchfall hat sich zum Glück bis jetzt noch nicht zurückgemeldet und das ist auch gut so. Nach dem Friseur bin ich noch kurz in den Drogeriemarkt gegangen und habe dort eingekauft, aber zwei essentielle Dinge habe ich natürlich vergessen: Taschentücher als Nistmaterial für meinen Hamster und - wie witzig - Klopapier...wenigstens habe ich aber schon mal eine nette, freche Geburtstagskarte für Thorsten gekauft, der nächsten Samstag 40 wird. Hm, ne Altenpflegerin habe ich bislang für ihn noch nicht gefunden, hähä. SO schlimm ist sein Altersstarrsinn nun auch wieder nicht ;o).
Jedenfalls fühle ich mich derzeit tierisch müde (was wohl auch am Durchfall liegt), aber nachher bekommt Slayer erst mal nen sauberen Käfig und dann kann ich die Füße hochlegen. Meine Müdigkeit hat mich jedenfalls nicht daran gehindert, bei Suite101.de einen Artikel über Eisdielen in Essen zu schreiben, insbesondere über kultverdächtige.
Apropo Kultverdächtig: In Marinas und meinem schönen Projektbüro gibt es mittlerweile auch einige kultverdächtige Hits, auch aus Fernsehserien. Die Titel lauten:
- Crazy Frog: Axel F.
- Die Titelmelodie von Kum-Kum (kannte ich bis dato gar nicht, aber Marina ist da voll begeistert von und hatte super-gute Laune, nachdem sie das Ganze auf youtube gefunden hatte. Nicht, dass sie sonst schlechte Laune hätte, aber danach...ein LSD-Trip war nix dagegen, hihi)
- Cypress Hill: Lowrider (fand ich schon im Jahr 2003 sehr kultverdächtig, als ich noch mein gelbes Mégane Coupé hatte und bei diesem Song im Radio mal so richtig einen auf Proll machen konnte. YO!)
- Die Titelmelodie von Pumuckl, die Marina auch immer wieder in unserem früheren Essener Projektbüro intoniert hat, was unseren ehemaligen Kollegen Tim fast zur Weisglut gebracht hat
- Slayer: Seasons in the Abyss; South of Heaven (hätte auch gut zum Horror-Schocker "Der Exorzist" gepasst, den ich erst letzten Samstag zusammen mit meinem Hamsterchen geguckt habe). Beim Exorzisten mögen Marina und ich übrigens die Szene nicht, in der Regan sich selbst mit nem Kreuz entjungfert und immer wieder zusticht *urgh*. Vor Horrorfilmen gruselt Marina sich allerdings erst, seit sie das Texas Kettensägen-Massaker gesehen hat ;o) - dagegen fand sie den Exorzisten wohl harmlos. Okay, ich kenne das Kettensägen-Massaker jetzt nicht und kann mir deshalb kein finales Urteil erlauben, welcher Film von beiden schlimmer ist
- diverse Folgen von Tom und Jerry, u. a. "The A-Tom Inable Snowman" mit dem etwas trotteligen, aber liebenswerten Bernhardiner, der den armen Tom immer wieder mit Schnaps aus seinem Fass abfüllt, sodass der Kater noch mehr Blödsinn macht und von einer Katastrophe in die nächste stolpert. Zum Schreien ist auch die Folge, die im Deutschen unter dem Titel "Nachtvorstellung für Tom" lief. In dieser Folge ist ein Elefantenbaby aus dem Zug gekullert und hat Unterschlupf im Haus von Tom und Jerry gefunden, wo es sich natürlich gemeinsam mit der Maus gegen den Kater verbündet hat ;o)
- die Titelmelodie von Sindbad. Die Zeichentrickserie hab ich zwar auch als Kind gern gesehen, aber Marina hat auch das jetzt zum Kult erhoben ;o). Gab's damals eigentlich ne Serie, in der eine Ananas die Hauptrolle spielte? *grübel* Ich kann mich nur an so Dinge wie Captain Future, Sindbad, Biene Maja, Seenotrettungskreuzer, MS Franziska, Polizeiarzt Simon Lark und so ein Zeug erinnern...